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Erstkommunion – ein Fest der Verwandlung

Furths Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl wendet sich in der Zeit der Corona-Pandemie in schriftlicher Form an die Gläubigen.

Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl wendet sich an die Gläubigen. Foto: Dendorfer
Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl wendet sich an die Gläubigen. Foto: Dendorfer

Furth im Wald.Der Anlass: Am Sonntag wäre die Erstkommunion in Furth und Ränkam gefeiert worden. Dazu schreibt Seidl: „Leider müssen wir sie verschieben. Termine möchte ich erst nennen, wenn sie auch wirklich einzuhalten sind. Es wäre schön, wenn es noch im frühen Sommer ginge. Vielleicht haben Sie in unserer Stadtpfarrkirche schon unsere neue Osterkerze betrachtet. Auf ihr befindet sich ein Schmetterling. Er hat seine Hochsaison von Sommer bis Herbst. Der Schmetterling ist Zeichen für die Auferstehung und das neue Leben. Was er ist, geschieht durch Wandlung. Die Verwandlung der fressenden Raupe über die scheinbar leblose Puppe zum prächtigen Schmetterling. Leben – Tod – Auferstehung. Er ist aber nicht nur ein österliches Symbol, sondern er passt auch sehr gut zur Erstkommunion.“

„Brot und Wein verändern sich nicht dadurch, dass der Priester die Wandlungsworte über sie spricht – sie verwandeln sich. Und diese Verwandlung meint nicht nur Brot und Wein, sondern diese Verwandlung meint auch uns. Verändern und verwandeln: zwei Wörter, die sich ähnlich anhören - und doch etwas ganz Verschiedenes meinen. Veränderungen gehen von außen nach innen, manchmal gewaltsam und unter Druck. Verwandlungen geschehen im Innern und wirken nach außen. Nichts und niemand kann eine Verwandlung herbeizwingen“, erklärt der Pfarrer.

Der christliche Glaube wolle keine Veränderung des Menschen. „Der christliche Glaube will nur eines, nämlich: Im Menschen soll sich von innen heraus etwas verwandeln. Zuerst muss die Verwandlung kommen, dann erst kann sich etwas verändern. Und es ist klar: Jede Verwandlung wird Veränderungen mit sich bringen, aber nicht jede Veränderung zieht eine Verwandlung nach sich. Verwandlung ist ein sanfter Prozess. Verwandelt kann ich nur werden, selbst kann ich mich nicht verwandeln. Mein aktiver Part dabei ist das Zulassen – bei der Veränderung ist es das Machen. Verwandlung ist ein organischer Prozess, so, wie aus der Raupe und der Puppe ein Schmetterling wird.“ In der Kirche und auf der Homepage seien außerdem wieder Lern- und Übungsblätter für die Kommunionkinder zu finden.

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