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Erstkommunion im Freien

Corona machte eine Feier am Pfingstsonntag unmöglich. In der Further Partnerstadt Domažlice fand man eine Alternative.
Harald Eiban

Zusammen mit den Geistlichen präsentierten sich die Erstkommunionkinder und deren Eltern überwiegend in der chodischen Tracht.
Zusammen mit den Geistlichen präsentierten sich die Erstkommunionkinder und deren Eltern überwiegend in der chodischen Tracht. Foto: fhe

Furth im Wald.Warum nicht einmal die Erstkommunion im Freien abhalten, wenn dies aufgrund der Corona-Pandemie als der sicherste Weg erscheint, um sich vor Infektionen zu schützen? Diese Frage hatte auch die Pfarrei in der böhmischen Partnerstadt Domažlice im Vorfeld beschäftigt. Und man hatte sich entschlossen, die Erstkommunionfeier unter freiem Himmel abzuhalten und hatte dabei auch Glück mit dem Wetter.

In der hiesigen Region müssen die Erstkommunionfeiern dagegen noch auf sich warten lassen, weil sie in den jeweiligen Kirchen abgehalten werden sollen. Normalerweise gehen auf der bayerischen Seite die Erstkommunionfeiern immer im April oder Mai über die Bühne, doch aufgrund der Corona-Pandemie finden sie nun erst später statt.

Wie von Jira Ute Bernard zu erfahren war, deren Tochter auch die Erstkommunion empfing, liefen die Vorbereitungen in Domažlice für die Erstkommunion ein ganzes Jahr lang. Und man hatte auch Glück mit dem Wetter, denn es strahlte die Sonne vom weiß-blauen Himmel. In Domažlice durften fünf Mädchen und vier Jungen das erste Mal an den Tisch des Herrn treten. Das Besondere daran war, dass alle in der farbenprächtigen chodischen Tracht auftraten, was der Feier eine besondere Note gab.

Die Zeremonie hatte mit einem feierlichen Einzug begonnen, voran die Ministranten mit dem Kreuz, dahinter die Erstkommunikanten und dann die hohe Geistlichkeit. Der Gottesdienst wurde zelebriert von Vikar Miroslav Gierga, in Konzelebration mit Generalvikar Emil Soukup, der seinen Ruhestand in der Pfarrei Domažlice verbringt, und Kaplan Petr Konopík. Für Letztgenannten war es ein wehmütiger Tag, denn die Erstkommunionfeier wurde auch zum Anlass genommen, ihn nach dreijähriger Kaplans-Zeit in Domažlice zu verabschieden. Er wechselt nun in das Bistum Budejovice. Er wurde mit vielen Geschenken bedacht, und auch der Kaplan revanchierte sich mit Präsenten.

Im Laufe des Gottesdienstes traten die Erstkommunikanten vor den Altar und es wurden ihre mitgebrachten Kerzen angezündet. Danach durften sie auch die Fürbitten vorlesen. Und schließlich kam der große Augenblick, als ihnen Pfarrer Miroslav Gierga erstmals den Leib Christi überreichte.

Nach dem Gottesdienst bedankte sich Jana Jankovcová (auch ihre Tochter feierte Erstkommunion), die ehemalige Leiterin des Infozentrums, bei Vikar Gierga mit einem Präsent. Mit Geschenken wurden aber auch noch andere Personen bedacht, die sich bei der Gestaltung der Erstkommunionfeier oder der Vorbereitung Verdienste erworben hatten.

Nach der Erstkommunionfeier war noch auf dem Gelände bei der Kirche für kleine Speisen und Getränke bestens gesorgt. Danach besuchten viele Familien, so wie es bei uns üblich ist, in Domažlice oder Umgebung Restaurants zum Mittagessen auf. (fhe)

Anders als üblich

  • Pfingstsonntag:

    Normalerweise finden die Erstkommunionfeiern in Domažlice immer am Pfingstsonntag in der Erzdekankirche auf dem Stadtplatz statt.

  • Verlegung:

    Nachdem aber in Tschechien zunächst noch die Pflicht bestanden hatte, in der Kirche den Mundschutz zu tragen, wurde die Erstkommunionfeier auf den Platz vor der Kirche des Heiligen Laurentius auf dem Hügel Vavrinecek, auch Laurentiusberg genannt, verlegt.

  • Wallfahrt:

    Während des Chodenfestes finden auf dem Laurentiusberg immer die Gottesdienste zur Laurentius-Wallfahrt statt.

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