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Ferien

Es gibt Kaiserschmarrn für 120 Kinder

Am Voithenberg sind derzeit BDKJ-Zeltlagerwochen. Unter dem Motto „Atlantis“ erleben die Mädchen und Buben viele Abenteuer.
Von Evi Paleczek

MdB Marianne Schieder (links) und weitere Helfer schwitzen in der Küche für das Mittagessen, während die Kinder draußen ihren Spaß haben. Foto: Paleczek
MdB Marianne Schieder (links) und weitere Helfer schwitzen in der Küche für das Mittagessen, während die Kinder draußen ihren Spaß haben. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Weiße Zelte, Musik, Kinderlachen und leckere Düfte aus der Küche – pünktlich zum Schulschluss ist am Voithenberg eine kleine Stadt entstanden. Insgesamt 360 Mädchen und Buben verbringen dort in den ersten drei Augustwochen eine aufregende Zeltlagerwoche. Unter dem Motto „Abenteuer Atlantis“ warten auf die Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 13 Jahren Spiele, Nachtwanderungen und Lagerfeuer.

Der Bund der katholischen Jugend (BDKJ) ist Veranstalter des Zeltlagers, zu dem alle interessierten Kinder willkommen sind. Und die Nachfrage ist groß, sagte MdB Marianne Schieder (SPD) bei einem Pressegespräch am Dienstagvormittag vor Ort. Die Abgeordnete ist seit mehr als 35 Jahren mit dabei am Voithenberg, in diesem Jahr in der ersten Woche als Betreuerin, in der dritten als Mitglied im Küchenteam.

Kinder aus beiden Ländernwachsen zusammen

Jedes Jahr, wenn das Zeltlager endet, wird sich zusammengesetzt, besprochen, und das Motto für das kommende Jahr festgelegt, erzählte sie. Und dann werden das ganze Jahr über bereits Ideen gesammelt und Spiele vorbereitet. Der Aufbau der Zeltlagerstadt hat in der Woche vor seinem Start stattgefunden.

Zum Zeltlager

  • Dauer: Das BDKJ-Kinderzeltlager findet in den ersten drei Augustwochen am Voithenberg statt.

  • Kinder:

    Mit dabei sind in jeder Woche 120 Kinder, zum Teil auch behinderte Mädchen und Buben, Kinder, die das Jugendamt schickt, und in der zweiten Woche auch 23 Mädchen und Buben aus Tschechien.

  • Betreuer:

    Vor Ort sind jede Woche 21 Betreuer, in der tschechischen Woche 25 inklusive vier tschechischen Dolmetschern.

Im BDKJ-Arbeitskreis „Zeltlager und Freizeit“ sitzen etwa 100 Leute, und die braucht man auch, erklärte Schieder. 21 Leute sind jede Woche als Betreuer für jeweils 120 Kinder vor Ort, in der zweiten Woche, in der auch tschechische Mädchen und Buben mit dabei sind, sind es noch vier Leute aus Tschechien mehr, die sich um das Dolmetschen kümmern.

Sehr begehrt sind die Fußmassagen. Foto: Paleczek
Sehr begehrt sind die Fußmassagen. Foto: Paleczek

Die Kinder kommen aus der gesamten Diözese Regensburg, aber auch bis aus Oberfranken, berichtete die Abgeordnete. Ein beachtlicher Teil stammt mittlerweile aus dem Landkreis Schwandorf, immer mehr Mädchen und Buben kommen aus dem Landkreis Cham, unter anderem aus Vilzing, Runding und vermehrt auch aus Furth im Wald.

In Bezug auf die tschechischen Kinder ist es schön, zu beobachten, wie die Länder immer mehr zusammenwachsen, freute sich Schieder. Die ersten Male ist das noch relativ umständlich abgelaufen, mittlerweile ist es ganz normal, dass deutsche und tschechische Mädchen und Buben eine Zeltlagerwoche miteinander verbringen. Wenn die Kinder ankommen, merkt man gar nicht mehr, dass sie aus dem Nachbarland stammen. Die 23 Mädchen und Buben werden auf vier Zelte verteilt, damit die Kinder in Kontakt kommen und auch gegenseitig ein wenig von ihren Sprachen lernen. Größtenteils verständigen sich die jungen Leute auf Englisch.

Insgesamt sind die 120 Kinder, die jede Woche vor Ort sind, in 14 Zelten untergebracht. Weitere Zelte gibt es etwa für Gesellschaftsspiele und zum Abspülen. Für täglich gutes Essen sorgt das Küchenteam. Es gibt zum Beispiel Kaiserschmarrn, Spaghetti, Schweinebraten und Gulasch. Der Renner ist mittlerweile der Voithenberger, erzählte Marianne Schieder. Das ist Fladen mit Hackfleisch, Salat, Gurke, Tomate und Tsatsiki. Das alles für so viele Kinder zuzubereiten, ist natürlich eine Herausforderung. Bei 300 Knödeln ist die Küche voll, berichtete die Abgeordnete. Es wird aber alles frisch gekocht.

Eine Woche keine Handys im Zeltlager

Neben den vielen Spielen und dem Spaß im Zeltlager gibt es auch Regeln, sonst würde das Ganze nicht funktionieren. Es herrscht zum Beispiel Handyverbot. Das finden die Eltern mittlerweile auch gut, sagte Schieder. Vor ein paar Jahren war das noch nicht so, da sollten die Kinder jederzeit erreichbar sein. Mittlerweile sind die Mütter und Väter froh, wenn die Mädchen und Buben mal ein wenig weg sind von den Medien.

Es gibt sogar ein eigenes Zeltlager-Lied, zu dem einige Mädels eine Choreografie einstudiert haben. Foto: Paleczek
Es gibt sogar ein eigenes Zeltlager-Lied, zu dem einige Mädels eine Choreografie einstudiert haben. Foto: Paleczek

Mit dabei auf dem Voithenberg sind auch jedes Jahr behinderte Kinder und Mädchen und Buben aus sozial schwierigen Verhältnissen, die das Jugendamt schickt. Ihnen tut eine Woche Auszeit auf dem Voithenberg gut, meinte die Abgeordnete, und viele der Betreuer sind Lehrer, Erzieher und auch Sonderschulpädagogen, die gut umgehen können mit den jungen Leuten. Den ganzen Tag über können sich die Kinder mit verschiedenen Spielen beschäftigen. Sie spielen derzeit viel Mühle, kickern, singen und flechten sich Haarbänder. Es gibt ein Steckerlfischbraten, Aqua Painting, Sportangeln, Bierkistlklettern und Abenteuerspiele – alles passend zum Motto.

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