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Kommentar

Es gibt noch Hoffnung

Ein Kommentar von Johannes Schiedermeier

Das hat doch was, oder? Wer wollte da nicht wohnen, idyllisch am Regenufer, umgeben von Resten der alten Stadtmauer und uralten Zeugen mittelalterlicher Chamer Herrlichkeit – und dabei doch modern.

Manche Beteiligte werden es vielleicht bestreiten, aber da hat sich der Krach im Vorfeld doch glatt gelohnt für diesen gelungenen Kompromiss zwischen denkmalpflegerischer Engstirnigkeit und rigoroser Abrissmentalität. Die Stadt Cham hat schon so viel von ihrer alten Substanz kampflos weggegeben und tut das immer noch, dass sie auch das Schild an der Schnellstraße abbauen lassen könnte: „Besuchen Sie die Chamer Altstadt“.

Es gibt sie, die wenigen guten Beispiele: Das „Blaue Haus“, das die Stadt Cham modernisieren ließ, ist sicher ein gutes Vorbild für den Erhalt alter Bausubstanz. Allerdings ist es für den normalen Bauherrn zur Nachahmung kaum zu empfehlen, weil ohne Steuergelder solche Summen kaum zu stemmen sind. Elmar Diermeier hat am Spitalplatz modernisiert und Fassade und Grundriss eines Fronthauses dabei erhalten. Die Weißbierbrauerei ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es sich lohnt, nicht immer den einfachsten Weg zu gehen – weg damit. Auch das Maristenheim wollte man abreißen. Jetzt entstehen darin Klassenzimmer, von denen die künftigen Betreiber sagen: „Das wird prima!“ Es gibt noch Hoffnung, dass solche Vorbilder Schule machen.

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