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Es war ein emotionaler Abschied

Und „Franky“ Aumeier ging: Nach 24 Jahren legte der diskussionsfreudige Vorsitzende des Kreisjugendrings sein Amt nieder.
Von Monika Kammermeier

Von links: Vorsitzender des Bezirksjugendrings der Oberpfalz, Philipp Seitz, und Präsident des BJR, Matthias Fack, verabschieden den stellvertretenden KJR-Vorsitzenden Rainer Schmid, KJR-Vorsitzenden Frank Aumeier und Matthias Heimerl.Foto: kmo
Von links: Vorsitzender des Bezirksjugendrings der Oberpfalz, Philipp Seitz, und Präsident des BJR, Matthias Fack, verabschieden den stellvertretenden KJR-Vorsitzenden Rainer Schmid, KJR-Vorsitzenden Frank Aumeier und Matthias Heimerl.Foto: kmo

Cham.Groß war sein Schaffen im Kreisjugendring Cham, groß seine Zeit und groß der Nachhall. Frank „Franky“ Aumeier, Vorsitzender des Kreisjugendrings Cham, hat nach 24 Jahren sein Amt niedergelegt. Die Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings Cham im Hotel am Regenbogen war getragen vom großen Abschied und einem Willkommen der Neuen. Der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Matthias Fack, war eigens aus München angereist und hatte sehr persönliche und herzliche Worte für „Franky“, den „Mann mit der großen Diskussionsfreude“.

Auch Aumeiers Stellvertreter Rainer Schmid, Matthias Heimerl und Bianka Fechter räumten ihre Plätze für den Nachwuchs. „Da geht Kompetenz und Erfahrung verloren!“, so das Credo. Mittels Wahlen wurde die Vorstandschaft neu aufgestellt.

Der letzte Arbeitsbericht

Der Präsident des Bayerischen Jugendrats, Matthias Fack, richtet bewegende Worte an Frank Aumeier.
Der Präsident des Bayerischen Jugendrats, Matthias Fack, richtet bewegende Worte an Frank Aumeier.

„69 Jahre hat’s gedauert, dass ein Präsident von München nach Cham kommt – umso größer die Freude“, sagte Aumeier zur Begrüßung. Dann leitete er zum letzten Mal die Versammlung und trug seinen Arbeitsbericht vor. Anschließend fand er Worte – auch emotionale – um sich zu verabschieden. Mit 16 war er das erste Mal auf einer KJR-Vollversammlung und fand sie „ziemlich steif“.

Irgendwie sei er da aber hineingeraten und so kam es, dass er mit 18 in den Vorstand gewählt wurde. Bald war er für zehn Jahre Kassier und im März 2004 habe er „mit sich zäh ringend“ den Vorsitz übernommen. Viele gute Menschen und zu Freunden gewordene Kollegen begleiteten ihn. Er dankte unter anderem Geschäftsführer Simon Frank. „Neue Besen kehren gut“, sagte er und dass er mit Ruhe an „einen in hervorragender Weise aufgestellten Jugendring“ übergeben könne. Er werde die Entwicklung mit heißem Herzen verfolgen. Ein langer Applaus gehörte ihm.

„69 Jahre hat’s gedauert, dass ein Präsident von München nach Cham kommt – umso größer die Freude.“

Frank Aumeier

In seiner Laudatio sagte der Präsident des BJR zu Aumeier, dass er mit ihm einen sehr „diskussionsfreudigen“ Menschen kennen und schätzen gelernt habe. Für die Jugendarbeit müsse man sich energisch einsetzen und „du hast Haltung gezeigt, warst hartnäckig, ein Vorbild, Kämpfer und Teamplayer“. Und: „Ich weiß es zu schätzen, dass du fightest“ – „aber, man kann gut auskommen mit ihm“, sagte Fack.

Die neue Kreisjugendring-Führung

  • Vorsitz:

    Zum neuen Vorsitzenden wurde Fabian Geissler aus Reichenbach gewählt und zu seiner Stellvertreterin Birgit Daschner aus Waldmünchen.

  • Beisitzer:

    Zu Beisitzern gewählt wurden Martina Eckhardt, Petra Eggersdorfer, Barbara Haimerl, Anna Heinrich, Richard Müller, Michael Schrödl und Lea Steingans

  • Einzelpersonen:

    Die Wahl der Einzelpersonen, die in den Kreisjugendring berufen wurden, fiel durch die insgesamt 36 Delegierten wieder auf Michael Dankerl, den ehemaligen Landrat, und Gottfried Schießl und neu auf Rodings Pfarrer Holger Kruschina und Wilma Bröckelmann von der Maximilianshöhe Furth. (kmo)

„Franki“ habe etwas erreicht beim KJR und BJR und das Gesamte nach vorne gebracht. Ob auf Vorstandssitzungen, Vollversammlungen oder Klausurtagungen – gefehlt habe er so gut wie nie. Ein zeitgemäßer Internetauftritt wurde mit ihm geschaffen. Themen wie Jugendkriminalität, Suchtgefahren und Sexuelle Gewalt wurden offensiv aufgegriffen, Fahrten und anderes bestens geleitet und organisiert. Die Amtszeitbegrenzung sei ein wichtiges Thema für ihn gewesen. Aumeier erhielt mit einer Ehrenurkunde die höchste Auszeichnung von Fack überreicht.

Philipp Seitz, Vorsitzender des Bezirksjugendrings der Oberpfalz lobte „Franky“, dass er ein sehr gutes politisches Sprachrohr für die Jugend gewesen sei und sehr viel bewegt und dabei guten Kontakt nach Regensburg gepflegt habe. Auslandsreisen wie die von ihm organisierte Sprachreise nach England seien dafür gut, dass über den Tellerrand gesehen werden könne und so auch der Frieden zwischen den Menschen gehalten.

„Du hast Haltung gezeigt, warst hartnäckig, ein Vorbild, Kämpfer und Teamplayer.“

Matthias Fack

Es gehe mit Aumeier eine Ära zu Ende, sagte Franz Löffler. Heute hätte die Jugend eine echte Perspektive, hier eine gute Arbeit zu bekommen und auch zu studieren. Der Jugendhilfehaushalt ging immer nach oben und heuer, das erste Mal seit 20 Jahren, sanken die Ausgaben um 700 000 Euro.

Jugendring leistet viel

Die neue Führung des Kreisjugendrings Foto: kmo
Die neue Führung des Kreisjugendrings Foto: kmo

Die Jugendarbeit außerhalb des Elternhauses und der Schule präge die Entwicklung der Jugendlichen besonders. Man habe gute und stabile Menschen in der Region. Nur mit dem Einsatz des Jugendrings, durch Vereine und Verbände sei das möglich. Aumeier sei innovativ, ein Organisationstalent, ein Motor im Bereich Prävention und Kämpfer für die Jugend. Zu Reiner Schmid sagte er, dass er für die hohe Qualität gesorgt habe und sich bei der Sportjugend sehr engagierte.

Kassier Barbara Heimerl verlas den Kassenbericht. Klaus Galle und Joachim Platzer übernahmen die Rechnungsprüfung. Galle lobte Simon Frank, der für die ordentliche Verbuchung verantwortlich zeichnete.

Aumeier verabschiedete Rainer Schmid und Matthias Heimerl mit einer Urkunde und einem Präsent. Schmid war seit 30 Jahren im KJR und davon zwölf Jahre stellvertretender Vorsitzender. Matthias Heimerl war zwölf Jahre im Vorstand. Echte Vorbilder, wie Aumeier sagte. Simon Frank überreichte Geschenke an die Scheidenden und auch an die Ehrengäste.

Einstimmig zum neuen Vorsitzenden wurde Fabian Geissler aus Reichenbach gewählt, seine Stellvertreterin ist künftig Birgit Daschner aus Waldmünchen. Daschner stellte das Jahresprogramm vor. Am 31. Mai für die Fahrt nach Hamburg gebe es noch Plätze.

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