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Donnerstag, 20. September 2018 25° 1

Erfolgsbilanz

Es weht ein frischer Wand bei der FFW

Mit Rita Wagner und Georgine Frank an der Spitze herrscht in Balbersdorf und Habersdorf Frauenpower.

„Dass heute KBR, KBI und KBM hier bei euch sind, ist eine Anerkennung für eure Feuerwehr“, befand Bürgermeister Roland Saurer bei der Jahresversammlung. Foto: André Baumgarten
„Dass heute KBR, KBI und KBM hier bei euch sind, ist eine Anerkennung für eure Feuerwehr“, befand Bürgermeister Roland Saurer bei der Jahresversammlung. Foto: André Baumgarten

Waffenbrunn.Sie mussten am Samstagabend noch Tische reinstellen. Das Vereinslokal Luger in Balbersdorf war überbesetzt, als Vorsitzende Rita Wagner die Jahresversammlung der Feuerwehr eröffnete. Gleich zu Beginn ihres Rückblicks luchste sie Bürgermeister Roland Saurer auch noch den Maibaum für 2018 ab und erhielt dafür Zusatzbeifall. Vor gut einem Jahr wurden Wagner und Georgine Frank an die Spitze der Feuerwehr gewählt – und die beiden leisten ausgezeichnete Arbeit. „Du Rita“, sagte KBR Mike Stahl anerkennend, „bist ja nicht nur bei der Feuerwehr hier am Ort tätig, nein, du hast auch noch einige Funktionen bei der Landkreisfeuerwehr übernommen. Wir haben nicht viele Vorständinnen in unserem KBR-Bereich“.

Die Vorsitzende und ihre Stellvertreterin haben tatsächlich viel Schwung mitgebracht, und das wirkt sich auf die vielen dienstlichen Veranstaltungen und den Freizeitbereich aus, wie der Rückblick zeigte. Neben dem Ausbau des Jugendraums wurde darin unter anderem ein Erste-Hilfe-Kurs genannt.

Laut Kommandant Christian Lehner hat die Wehr 43 aktive und 82 passive Mitglieder sowie sechs Jugendliche. An Aktivitäten nannte Lehner nicht zuletzt die Einweisung in den Digitalfunk, den Brandeinsatz in Geigant und eine Rauchmelderübergabe.

Die Jugend macht von sich reden

Sein besonderes Lob galt der Jugend. „Eure Leistung war und ist Wahnsinn“, sagte er und spielte auf die Qualifikation für den Oberpfalzcup in Floß als beste Mannschaft des Landkreises und dort erreichten vierten Platz an. Beim folgenden Landesentscheid in Weiden sprang ein fünfter Rang heraus. Lehner: „Anschließend noch Platz eins und zwei beim Jugendwettbewerb des Inspektionsbereiches! Ihr seid Spitze!“

Ausflug: Es geht nach Wien

  • Reise:

    Zum Schluss der Versammlung stellte Vorsitzende Rita Wagner die Frage, ob der Vereinsausflug heuer einen Tag oder zwei Tage dauern soll. Die Anwesenden entschieden sich für zwei Tage in Wien – und das für Anfang September.

  • Votum:

    Die letzte Frage des Abends, ob man 2021, wenn die FFW 125 Jahre alt wird, ein Fest organisieren soll, wurde ebenfalls von allen ausdrücklich bejaht. (fsh)

Weil 2017 größere Ausgaben für den Ausbau des Jugendraums anstanden, überwog 2017 in der Kasse das Minus. Trotzdem steht die Feuerwehr auf solider finanzieller Basis, wie der Bericht des Kassiers zeigte. Die Kassenprüfer bescheinigten Hans Frank eine einwandfreie Beleg- und Buchführung.

Wie Jugendwart Tobias Frank berichtete, sind drei Mädels und drei Jungs voll in die Wehr integriert. Beim Viermann-Wettbewerb in Chammünster erreichte die FFW mit zwei Teams Platz eins und zwei. Dazu kamen unter anderem ein Bewegungsseminar und ein Wissenstest. Der letzte Bericht an diesem Abend kam von der Frauenbeauftragten Georgine Frank. Sie erinnerte beispielsweise an die Erlebnisführung und die Weiße Nacht in Furth. „Ich bin begeistert“, sagte denn auch Mike Stahl in seinem Grußwort. Und: „Man spürt schnell, wie es bei einer Feuerwehr läuft. Bei eurer Jugend tobt der Bär. Liebe Balbersdorfer, liebe Habersdorfer, bewahrt euch diesen Geist“, forderte der KBR.

Bereitschaft ist in Gefahr

Stahl sprach aber auch Probleme im Landkreis an. Tageseinsatzbereitschaften seien teilweise gefährdet, bei mancher Feuerwehr könnten nicht alle Posten besetzt werden, sagte er. Gut sei, dass das Dienstzeitende auf 65 Jahre hochgesetzt worden sein. „Auch in der Wirtschaft leisten 65-Jährige noch gute Arbeit“, sagte Stahl weiter.

„Dass heute KBR, KBI und KBM hier bei euch sind, ist eine Anerkennung für eure Feuerwehr“, befand Bürgermeister Saurer. Er lobte das Engagement seiner Bürger. „Mitglieder sind die Basis eines Vereins und die Jugend ist die Zukunft“, bemerkte er. Und: „Bei euch in Balbersdorf – da ist immer was los. Das Dorfleben hier ist intakt.“ Den neuen Jugendraum bezeichnete er als sehenswert. Der Zuschuss der Gemeinde dafür sei gut angelegt. Er versprach auch für 2018 eine Zuwendung. (fsh)

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