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Trailrunning

Etappe 4: Über das ewige Eis nach Sölden

Markus Mingo genießt die spektakuläre Strecke beim Transalpine Run – und muss seine Partnerin Tina Fischl festhalten.
Von Markus Mingo

Steil und brandgefährlich: Markus Mingo auf der vierten Etappe
Steil und brandgefährlich: Markus Mingo auf der vierten Etappe Foto: Felgenhauer

Cham.Die erste Gletscheretappe aller zwölf Austragungen des Transalpine Runs führte am Mittwoch vom Pitztal ins Ötztal. Zwar war sie „nur“ 27,3 Kilometer lang, dafür lag die Gipfelhöhe auf über 3000 Meter Höhe und die Trails berühren das ewige Eis des Rettenbachferners. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen nach dem gestrigen 4. Platz heute zum Angriff zu blasen – eines vorweg: Wir haben es versucht, aber die vorderen Teams waren einfach wieder zu stark. Los ging es von Mandarfen, 700 Höhenmeter auf 2,5 Kilometer extrem steil hoch zum Riffelsee.

Ein Sieg der Vernunft

Und im Hintergrund das Eis...
Und im Hintergrund das Eis... Foto: Felgenhauer

Es siegte die Vernunft und der Gedanke an drei weitere Etappen und so befanden wir uns nach dem Aufstieg an vierter Position, dicht hinter unseren polnischen Verfolgern in der Gesamtwertung (Team Salomon Suunto Team Poland) und dem österreichisch/schwedischen Favoriten-Duo (Salomon Running Team Austria).

Das Tempo war erneut höllisch schnell und die fünf führenden Mixed-Teams lieferten sich ein regelrechtes Ausscheidungsrennen. Ab Mittelberg standen 1300 Höhenmeter über die Braunschweiger Hütte hoch zum Rettenbachjoch (2990 Meter) auf dem Programm.

Tina kämpfte und hielt unser Team wacker an dritter Position. Oben angekommen ging es über das ewige Eis etwa 300 Meter nach unten. Die Strecke war extrem steil, stark vereist und brandgefährlich. Mit einer Hand hielt ich die vor Angst kreischende Tina am Rucksack fest, mit der anderen balancierte ich ihre Stöcke und versuchte immer wieder das Fixseil zu greifen.

Glücklich im Ziel: Tina Fischl und Markus Mingo
Glücklich im Ziel: Tina Fischl und Markus Mingo Foto: Felgenhauer

Teils auf dem Hosenboden, teils seitlich schlitternd und mit kleineren Blessuren überwanden wir diese Stelle, fielen aber zwischenzeitlich auf Rang fünf zurück. Aber wir hatten uns einiges vorgenommen und wollten keine weitere Sekunde in der Gesamtwertung verlieren. So legten wir alles in die letzten zehn Kilometer Downhill und liefen bei strahlendem Sonnenschein als Drittplatzierte in Sölden ein. Damit bleiben wir vorerst auf dem dritten Rang der Mixed-Gesamtwertung und freuen uns auf den morgigen Lauf nach Italien.

Das Fazit des Tages

Für mich war es heute ein Lauf zum Genießen. Es war eine hochalpine, spektakuläre Strecke mit Trails vom feinsten und das bei strahlenden Sonnenschein. Die Beine fühlten sich toll an und irgendwie fühle ich mich täglich frischer und besser in Form. Marco, Michael, Tina und ich sind ein sehr harmonisches Team und ich freue mich auf die nächsten Tage.

Lesen Sie hier: So ging es den Trailrunnern auf Etappe eins.

Lesen Sie hier: Klare Steigerung auf der zweiten Etappe.

Lesen Sie hier: Etappe drei: Das „Monster“ ist besiegt

Lesen Sie hier: Markus Mingo über seine Ziele beim Transalpine Run 2016.

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