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Trailrunning

Etappe fünf: Attacke aus dem Bayerwald

Erst Gänsehaut auf 2500 Meter, dann ein Zieleinlauf als Erster: Markus Mingo und Tina Fischl greifen beim Transalpine Run an.
Von Markus Mingo

Als Erste im Ziel: Tina Fischl und Markus Mingo
Als Erste im Ziel: Tina Fischl und Markus Mingo Foto: Felgenhauer

Cham.Das 2474 Meter hohe Timmelsjoch ist der einzige ohne Alpinausrüstung zu begehende Übergang vom Ötztal nach Südtirol. Eine wahre Freude für Downhiller waren die anschließenden Trails ins herrliche Passeiertal, eine wahre Freude für alle war die Zielankunft in St. Leonhard in Passeier. Markus Mingo berichtet von der fünften Etappe des Transalpine Runs von Sölden nach St. Leonhard.

Wie von der Tarantel gestochen katapultierte sich Tina heute aus dem Startblock in Sölden. Die ersten drei Kilometer verliefen flach auf der Straße und wir befanden uns gleich zu Beginn unter den ersten Männerteams. Beim Studium des Streckenprofils haben wir festgestellt, dass uns der Verlauf liegen könnte: Viele schmale Trails, aber bei weitem nicht so steil und alpin wie die letzten Tage und alles laufbar.

Sehen Sie hier Impressionen von der Königsetappe:

Also in etwa wie bei uns zu Hause im Bayerwald. Es folgte ein Anstieg von 1300 Höhenmeter hoch zum Timmelsjoch. Wenn man in der Mixed-Wertung etwas gewinnen möchte, sollte man als Mann der stärkere Part sein: Man trägt ein bisschen mehr im Rucksack, kümmert sich um die Verpflegung und unterstützt, wenn es mal nicht so läuft.

„Hältst du das durch?“

Doch heute war auch für mich das Tempo, das Tina vorlegte, unglaublich schnell. Bei Kilometer sechs dann doch die vorsichtige Frage: „Tina, glaubst du, du hältst das durch?“ Ich drehte mich um, blickte in ein vor Willensstärke strotzendes Gesicht und erntete nur ein entschlossenes Nicken. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Ja, leck, Attacke auf Etappe fünf.“ Dicht hinter U.TLW-Sieger Matthias Dippacher schraubten wir uns immer höher als erstes Mixed-Team in Richtung Timmelsjoch.

Sehen Sie hier den Zieleinlauf im Video:

Oben stand Streckenmarkierer Carsten Schneehage, traditionell mit Baströckchen gekleidet und mit Kuhglocke bewaffnet, und feuerte uns lautstark an: „Jawohl, hier ist sie, die Attacke aus dem Bayerwald!“ – Gänsehaut auf 2500 Meter. Am höchsten Punkt warteten 21 Kilometer Downhill auf meist wunderschönen Wegen ins Passeiertal auf uns. Wir ließen nichts mehr anbrennen und konnten unsere Leistung mit dem ersten Etappensieg krönen. Damit befinden wir uns nach wie vor auf Platz drei der Gesamtwertung, 20 Minuten hinter Albrecht/Zeiler, sieben Minuten hinter Berglund/Fister und neun Minuten vor dem polnischen Team. Es bleibt also spannend.

Das Fazit des Tages

Markus Mingo auf der fünften Etappe des Transalpine Runs
Markus Mingo auf der fünften Etappe des Transalpine Runs Foto: Felgenhauer

Markus Mingo: „Tina ist heute ein gigantisch starkes Rennen gelaufen. Nach mittlerweile fünf Tagen schleichen sich aber doch die ersten Wehwehchen und Ermüdungserscheinungen ein. Ich hoffe, dass wir dieses Tempo die letzten beiden Etappen durchhalten können. Von Platz zwei bis vier ist jetzt alles drin.“

Tina: „Ich wusste, dass mir die Etappe liegen müsste und habe deshalb versucht von Anfang an Gas zu geben und auf Sieg zu laufen. Das ist uns auch gelungen und wir freuen uns wahnsinnig über den ersten Etappensieg.“

Lesen Sie hier: So ging es den Trailrunnern auf Etappe eins.

Lesen Sie hier: Klare Steigerung auf der zweiten Etappe.

Lesen Sie hier: Etappe drei: Das „Monster“ ist besiegt

Lesen Sie hier: Über das ewige Eis nach Sölden

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