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Justiz

Falscher iPhone-Verkauf vor Gericht

Ein 25-Jähriger betrog im Internet einen Kunden um ein teures Handy. Dafür stand er nun in Cham vor dem Richter.

Der Angeklagte bereute seine Tat vor dem Chamer Richter. Foto: Armin Weigel dpa
Der Angeklagte bereute seine Tat vor dem Chamer Richter. Foto: Armin Weigel dpa

Cham.Weil er über Ebay-Kleinanzeigen ein iPhone für 650 Euro verkauft aber nicht verschickt hat, stand ein 25-Jähriger vor dem Chamer Amtsgericht. Der Angeklagte räumte die Tat von Anfang ein und erklärte die Hintergründe. Wegen einer anderen Straftat wurde er Anfang 2019 inhaftiert. Um seine Freundin finanziell „abzusichern“, damit es ihr mögliche wäre ihn zu besuchen, brauchte er kurzfristig Geld. So ist er auf diese Idee gekommen, erläuterte er dem Gericht. Er hatte zu der Zeit kein Geld, bezog kein Gehalt und der Antrag auf Arbeitslosengeld war in Bearbeitung. Die Kaufabwicklung erfolgte per Paypal, wobei er die Kontonummer seines Vaters verwendete. „Ich gehe davon aus, dass das Geld über Paypal zurückging“, meinte er.

Als Zeuge trat der Käufer aus Köln auf, der den Angeklagten mehrfach nach getätigter Zahlung kontaktierte. Er hat das Geld bis jetzt nicht zurückbekommen. Der Angeklagte entschuldigte sich bei ihm für die Tat und war überrascht, dass er das Geld nicht wieder erhalten hatte. Er versprach ihm, sich umgehend darum zu kümmern.

Justiz

Betrüger muss für 18 Monate in Haft

Ein 30-Jähriger aus dem Landkreis Cham wollte aus Liebe mit einem gefälschten Kontoauszug ein Haus für 810 000 Euro kaufen.

Zehn Vorstrafen, davon manche einschlägig, der Beschuldigte ist kein unbeschriebenes Blatt, die Staatsanwaltschaft hofft dennoch, dass er sein Leben in ordentliche Bahnen lenkt und die Haftzeit entsprechenden Eindruck auf ihn gemacht hat. Zudem konnte der 25-Jährige einen Arbeitsvertrag für eine baldige Vollzeitanstellung vorweisen. Die Staatsanwaltschaft forderte im Plädoyer eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten zur Bewährung, eine Geldauflage von 800 Euro sowie die Rückzahlung der 650 Euro. In seinem letzten Wort sagte der Angeklagte: „Ich bereue es und weiß, dass es nicht so weitergehen kann“. Richter Andreas Lecker schloss sich in seinem Urteil den Forderungen der Staatsanwaltschaft an. (cta)

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