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Montag, 23. Juli 2018 26° 8

Justiz

Falsches Auto-Kennzeichen hat Folgen

Weil der Angeklagte mit einem anderen KFZ-Kennzeichen unterwegs war, musste er sich vor dem Richter in Cham rechtfertigen.
Von Andreas May

Die Polizei stoppte den Fahrer mit dem falschen Kennzeichen. Foto: Franziska Kraufmann/dpa
Die Polizei stoppte den Fahrer mit dem falschen Kennzeichen. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Cham.Bei einer Streifenfahrt in Cham, fiel den Polizei-Beamten ein Auto auf, das vorne und hinten ohne Nummernschild unterwegs war. Man entschied sich zur Kontrolle und stellte fest, dass auch beigelegtes Schild auf dem Armaturenbrett nicht angemeldet war Der Fahrer, für Polizei und Justiz kein unbeschriebenes Blatt, gab zu Protokoll, den Wagen gerade anmelden zu wollen.

Er habe nicht gewusst, dass er für diesen Zweck kein anderes Kennzeichen verwenden durfte. Die Polizei glaubte ihm zwar seine Absicht, das Delikt der Urkundenfälschung stand dennoch im Raum, und ein entsprechender Strafprozess vor dem Amtsgericht Cham folgte nun.

Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte sehr einsichtig und beteuerte abermals, keine Betrugsabsicht mit der Fahrt gehabt zu haben. Er habe das nicht angemeldete Kfz-Kennzeichen vorne platziert, um identifizierbar sein zu können. Die Staatsanwaltschaft glaubte die Version des Angeklagten zwar, forderte gegen den mehrfach vorbestraften Mann dennoch eine nicht zu unterschätzende Geldstrafe in Höhe von 110 Tagessätzen zu je 28 Euro. Die Verteidigung empfahl dem Gericht hingegen eine geringere Strafe: 80 Sätze zu je 15 Euro lautete das Plädoyer des Strafverteidigers.

Im Urteil bewegte sich Richter Voit eher im unteren Bereich und verhängte 90 Tagessätze zu je 20 Euro, also insgesamt 1800 Euro Geldstrafe. Angegliedert an die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, ließ das Gericht dem Angeklagten nach, den fälligen Betrag in 50 Euro Raten pro Monat zu bezahlen. Das Gericht sprach von der Notwendigkeit aufgrund der Vorstrafen, eine nicht undeutliche Strafe zu verhängen, wollte die Tat aber auch nicht überbewerten.

Insgesamt dürfte es sich um ein Urteil handeln, mit dem Angeklagter und Staatsanwaltschaft wohl gut leben können, wenngleich bei Gericht bislang noch kein Rechtsmittelverzicht erklärt wurde.

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