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Abschied

„Familie stand stets an erster Stelle“

Viele Trauernde geleiteten Christa Zollner zum Friedhof.

Christa Zollner † Foto: Familie Zollner
Christa Zollner † Foto: Familie Zollner

Zandt.Sehr viele Trauernde fanden sich am Donnerstag beim Wortgottesdienst für Christa Zollner ein, die im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben war. Diakon Martin Peintinger zelebrierte die Messe in der Marienkirche. Die Trauerfeier gestaltete der Zandter Kirchenchor mit, am E-Piano begleitet von Korbinian Wenzl. Er sang zudem Solo-Lieder, die sich die Verstorbene zu ihrer Beerdigung gewünscht hatte, nämlich „Halleluja“, „Ave Maria“ und als Grablied „Sailing“. Der Kirchenchor stimmte auch einige Lieder an, so „Näher mein Gott zu Dir“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.

„Lieber Luwerl, liebe Kinder Susanne, Nadine und Kerstin mit Familien und Trauernde“, sprach Diakon Peintinger die Angehörigen an. „Bei einer 80. Geburtstagsfeier Anfang August habe ich das letzte Mal mit Christa gesprochen und wir haben uns dabei der alten Zeiten erinnert, an so manche gemeinsame Pfarrwallfahrt, die wir unternommen hatten, ja und sogar an den Beinahe-Schiffbruch, den wir gemeinsam vor Capri erleben mussten. Ich bin froh und dankbar, dass wir diesen Sonntagmittag zusammen verbringen durften.“

Peintinger blickte auf die Lebensstationen von Christa Zollner zurück. Sie wurde am 15. Januar 1952 in Grafenwiesen als älteste von vier Geschwistern geboren und begann 1968 eine Ausbildung zur Krankenschwester im Klinikum in Nürnberg. Bereits ein Jahr später lernte sie, die selber eine begeisterte Fußballanhängerin war am Fußballplatz in Grafenwiesen, ihren Luwerl kennen und ein Jahr später kam die Tochter Susanne zur Welt. Die Eheleute errichteten sich das schöne Wohnhaus hier in Zandt und vervollständigten ihr Glück mit der Geburt der Zwillinge Nadine und Kerstin im Jahr 1977. Ab 1980 arbeitete sie als Verwaltungsangestellte und später als stellvertretende Heimleiterin im BRK Seniorenheim hier in Zandt.

Diese Aufgabe erfüllte sie mit großer Freude und obwohl sie sich so sehr auf den Renteneintritt freute, war sie doch auch traurig ihren geliebten Arbeitsplatz verlieren zu müssen. Sie hatte ein sehr enges und freundschaftliches Verhältnis zur langjährigen Leiterin Erna Futterer und auch mit den anderen Heimleitern verstand sie sich gut. Allem voran stand aber die Familie stets an erster Stelle. Sie genoss es förmlich, wenn sie alle um sich scharen konnte, vor allem ihre geliebten Enkelkinder.

Nach dem Gottesdienst formierte sich ein langer Trauerzug zum Friedhof. Nach den Gebeten des Diakons wurde der Sarg in geweihte Erde gesenkt. Mario Drexler, Bezirksgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, würdigte am offenen Grab die Verdienste von Christa Zollner. Heimleiter Herbert Ehrl stellte mit seiner Stellvertreterin Christine Wenzl als Zeichen der Trauer, der Dankbarkeit und der Wertschätzung eine Blumenschale am Grabe von Christa Zollner ab. Nun hatten alle Gelegenheit, sich von einem beliebten Mitmenschen zum letzten Mal zu verabschieden. (kts)

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