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Region Cham
Mittwoch, 15. August 2018 24° 6

Ausflüge

FC Chamerau auf Spurensuche

Peter Schönberger führte die Sportler durch die Burgruine in Runding.

Die Mitglieder des FC Chamerau ließen sich vom Vertreter der Rundinger Burgfreunde Peter Schönberger (l.) über die Geschichte der Burg und über die archäologischen Ausgrabungen informieren. Foto: che
Die Mitglieder des FC Chamerau ließen sich vom Vertreter der Rundinger Burgfreunde Peter Schönberger (l.) über die Geschichte der Burg und über die archäologischen Ausgrabungen informieren. Foto: che

Chamerau.Die Vorstandschaft des FC Chamerau unternahm am Samstag eine Wanderung zur Burgruine Runding. Vorsitzender Lothar Greisinger führte die Gruppe. Der Ausgangspunkt war um 13 Uhr am Bahnhof. Der Weg führte hinaus aus dem Dorf und weiter nach Norden, Richtung Roßbach und vorbei am Pöschlhof. Von da an galt es im Eyer-Berg, umgeben vom frischen Grün, die 100Höhenmeter bis nach Runding zu meistern.

Auf der Burgruine angekommen, geleitete die Wandergruppe der Führer der Burgfreunde Runding, Peter Schönberger, in einer äußerst kompetenten Führung durch das Burgareal. Er nahm die Ausflügler mit auf eine Zeitreise in Rundings Burggeschichte. Sie war über Jahrhunderte die mächtigste Burg in der Umgebung. Die gesamte Burganlage umfasst etwa 18000 Quadratmeter und ist damit eine der größten Burgruine in Bayern. Sie war rund 300Jahre im Besitz der „Runtinger“, 400 Jahre hatten die „Notthafft“ die Herrschaft, die auch 1604/1605 das Blaibacher Schloss erbaut hatten. Im 19. Jahrhundert fiel die Burg an den Bayerischen Staat, später an Privatpersonen. 1992 startete die Gemeinde Runding umfassende Maßnahmen zur Erhaltung der Burganlage und wird dabei durch die „Burgfreunde“ unterstützt.

Immer wieder erzählte Schönberger so manch interessantes Detail, das die Besucher staunen ließ. Als archäologisches Freilichtmuseum ist die Burgruine seit 2012 eine vielbesuchte Attraktion. Mit Hilfe von 54 Info-Schildern an markanten Stellen können Besucher die Ruine auch selbst erkunden und alles Wissenswerte in Erfahrung bringen. Die Führung endete ganz oben bei der ehemaligen Marienkapelle. Hier erzählte Schönberger, dass sogar die Madonna der einstigen Kapelle noch existiere. Nach knapp einer Stunde Gehzeit auf dem Weg über Lufling zum Haidstein kam die Wandergruppe dort an und konnte den Ausblick vom Vorplatz der Ulrichskirche genießen.

Alle freuten sich auf die Einkehr im Biergarten der Berghütte bei Brotzeit im Freien. Bei so einem herrlichen Wetter genossen auch die restlichen FC Mitglieder, die zur Maitagung mit dem Auto angefahren waren, den Nachmittag auf der Berghütte.

Bevor es gestärkt wieder heimwärts ging, statteten die FC-Mitglieder der Wallfahrtskirche noch einen Besuch ab und zündeten eine Kerze an. Diese Kirche auf dem Haidstein ist dem Heiligen Ulrich geweiht und gehört zum Pfarrsprengel Runding. Heute sind Hütte und Kirche eine ebenfalls von vielen Menschen besuchte Attraktion auf dem Haidstein, die auch an diesem Tag die Reise wieder mehr als wert waren. (che)

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