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Gratulation

Feier zum 80. wurde Opfer des Coronavirus

Margret Weibel hatte am Freitag, den 13., Geburtstag. 120 Gäste waren für Samstag zur Party ins Schützenheim eingeladen.

Bürgermeister Sepp Kammermeier gratulierte Margret Weibel aufs Herzlichste zum 80. Geburtstag und wünschte ihr weiterhin beste Gesundheit.  Foto: Marianne Schillbach
Bürgermeister Sepp Kammermeier gratulierte Margret Weibel aufs Herzlichste zum 80. Geburtstag und wünschte ihr weiterhin beste Gesundheit. Foto: Marianne Schillbach

Eschlkam.Margret Weibel hatte sich so auf ihre Geburtagsparty gefreut, zu der sie rund 120 Gäste – Angehörige, Nachbarn, viele Freunde, Kirchenchor und Vereine, bei denen sie Mitglied ist – am Samstag ins Jägershofer Schützenheim eingeladen hatte. Am Tag zuvor, am Freitag, den 13., wurde die Jubilarin 80 Jahre alt.

Doch mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte sie noch am gleichen Tag die Feier ab. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Margret Weibel will ihren Geburtstag zu gegebener Zeit nachfeiern.

In Markgröningen, Kreis Ludwigsburg, erblickte Margret Weibel am 13. März 1940 das Licht der Welt. Sie hatte es nicht leicht, ihre Kindheit war überschattet von der Krankheit ihrer Mutter. Der Vater war im Krieg. Bereits im Alter von drei Jahren kam sie mit ihren drei Brüdern immer wieder in wechselnde Pflegefamilien und dann ins Kinderheim. Erst als sie in Stellung an den Tegernsee kam, wurde ihr Leben etwas leichter, denn dort lernte sie ihren späteren Mann Gernot Weibel, ihren Geri, kennen und lieben.

Im Jahr 1963 heiratete das Paar in Bad Wiessee. Deshalb konnten die Eheleute bereits im Jahr 2013 die Goldene Hochzeit zusammen feiern.

Die Jubilarin absolvierte dann dieAltenpflegeschule und arbeitete 24 Jahre in einem Altenheim in Ulm, wo die sozial eingestellte Frau liebevoll die kranken Menschen betreute. Das Schicksal führte dann die Eheleute Weibel nach Eschlkam, nachdem ihr Mann das Haus von seinem Vater im Erlenring geerbt hatte. Vor 20 Jahren zogen beide in den Bayerischen Wald. Sie fühlten sich von Anfang an angenommen und wohl, so dass Eschlkam zu ihrer neuen Heimat wurde.

Margret Weibel

  • Geburt:

    In Markgröningen, Kreis Ludwigsburg, erblickte Margret Weibel am 13. März 1940 das Licht der Welt. Sie hatte drei Brüder.

  • Familie:

    Im Jahr 1963 heiratete Margret Weibel in Bad Wiessee ihren Geri. Deshalb konnten die Eheleute bereits im Jahr 2013 die Goldene Hochzeit zusammen feiern. Am 20. Januar 2017 starb ihr Mann. Das Paar hat keine Kinder bekommen. (kbi)

Beide waren auch schnell in den Vereinen integriert. Margret Weibel scheute keine Arbeit. Sie trug den Pfarrbrief und das Sonntagsblatt aus, arbeitete in der Bücherei mit, war eine begeisterte Sängerin im Frauenbund- Singkreis und heute ist sie noch eine begeisterte Sängerin im Eschlkamer Kirchenchor. Ihr Mann Geri übernahm dann das Amt des Schulweghelfers. Als er krank wurde, übernahm Margret Weibel – so lange sie konnte – den Posten. Sie gehört der SG 1870, dem Waldschmidtverein, dem Obst-und Gartenbauverein, dem VdK-Ortsverband, dem Katholischen Frauenbund und der Marianischen Frauenkongregation an. Einige Zeit arbeitete sie auch in der Chamer Tafel mit.

So fanden sich am vergangenen Wochenende immer wieder Gratulanten beim Geburtstagskind ein, so dass sie nicht alleine war. Schlimm war für sie der Tod ihres Mannes am 20. Januar 2017, denn dadurch, dass sie keine Kinder bekommen hatten, waren sie noch enger verbunden. Margret Weibel trat dann zum katholischen Glauben über und ließ sich noch taufen.

Auch Bürgermeister Sepp Kammermeier schaute am Wahlsonntag beim Geburtstagskind vorbei und gratulierte der Margret aufs Herzlichste zum 80. Geburtstag. Das Gemeindeoberhaupt wünschte ihr für das neue Jahrzehnt beste Gesundheit und Wohlergehen. Besonders freute sich das Geburtstagskind über das Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Markus Söder.

Pfarrer Engelbert Ries wird, wenn er von Mexiko zurück ist, den Gratulationsbesuch nachholen. (kbi)

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