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Ferry Baierl zeigt sich von unbekannter Seite

Der Künstler präsentiert noch bis 17. Juni im Foyer des Alten Rathauses „Fantastisches, Skurriles, Menschliches, Tierisches“.

Ferry Baierl und Gattin mit 3. Bürgermeister Franz Former, Laudator Herwig Decker, den Musikern Helmut Nieberle und Reinhold Graßl sowie Karin Stelzer und Elfriede Kellnhofer vom Kulturamt Foto: cjr
Ferry Baierl und Gattin mit 3. Bürgermeister Franz Former, Laudator Herwig Decker, den Musikern Helmut Nieberle und Reinhold Graßl sowie Karin Stelzer und Elfriede Kellnhofer vom Kulturamt Foto: cjr

Furth im Wald.Es ist wohl eine der überraschendsten Ausstellungen bisher, die im Foyer des Alten Rathauses derzeit zu sehen ist. Maler, Zeichner und Illustrator Ferry Baierl zeigt sich dort von einer bislang wenig oder eher gar nicht bekannten Seite seiner umfangreichen künstlerischen Tätigkeit: Arbeiten, die unter den Begriffen „Fantastisches, Skurriles, Menschliches, Tierisches“ die Besucher berühren. Sie rufen Reaktionen hervor wie belustigtes Schmunzeln, Hellauf-Lachen, aber auch Betroffenheitsgefühle inklusive leichter Gänsehaut. Und doch wird kaum ein Besucher trotz diesen Ernstes die Ausstellung ohne ein leises Lächeln verlassen. Baierl kommt aus einem künstlerisch-kreativen Haus – die Eltern waren leidenschaftliche Musiker, die Mutter zudem Lyrikerin, sein Bruder Günther und dessen Tochter Natascha „bildende Künstler“ wie er. So war es kaum verwunderlich, dass er 1991 den Schritt gewagt hatte – weg von der Anstellung auf der „Hüttn“ (Glashütte) hin in die Selbstständigkeit als erfolgreicher Werbemann und Grafiker. Dritter Bürgermeister Franz Former konnte eine Vielzahl an Vernissagegästen begrüßen, die allesamt brennend neugierig waren auf den „neuen Baierl“, war er bis dato doch neben seiner Eigenschaft als superber Jazzgitarrist eher als Maler abstrakter, farbstarker und großformatiger Gemälde, hauptsächlich in Acryl-Technik, bekannt. Nun, seine Freunde aus dem Jazz (dem Gipsyswing), Helmut Nieberle und Reinhold Graßl, waren ihm natürlich auch jetzt treu verbunden. Sie untermalten die Ausstellungseröffnung mit ihren zündenden Nummern à la Django Reinhardt und mit Eigenkompositionen, die ebenso variantenreich und kreativ mit Leben erfüllt waren wie die präsentierten Bilder. Baierl ist daneben Gründungsmitglied des Kunst- und Kulturverein „FreiRaum“. Ein vielseitiger Künstler also, der – so der Laudator, Journalist, Extremsegler und Bergfreund Herwig Decker, einem ersten Vorbild nacheifern wollte: „Hans Dimpfl hat ihn beeinflusst, weil er der „beste dramatische Maler in Furth“ war. So kam eins zum anderen. Dem Beginn mit Bleistift und Feder folgte der Übergang zu Acryl, Pastell, Kohle und Mischtechniken, in abstrakten und experimentellen Arbeiten.“ Der „Grafiker Baierl“ fertigte unzählige Urkunden für Vereine und die Stadt. Nebenbei schuf er – meistens nachts – seine flächigen Bilder, die er bei etwa einem Dutzend Ausstellungen in Bayern zeigte und mit denen er sich großes Renommee als ernstzunehmender Künstler erwarb. Zu seinem neuen künstlerischen Erscheinungsbild bemerkt er: „Meine Werke befinden sich in vielen Schubladen, in eine einzige würden sie nicht passen.“ Decker dazu: „Was sehen wir heute? ‚Baierls betörendes Bestiarium‘ also aus Tieren, Menschen und aus Wesen irgendwo dazwischen.

Manchmal liebenswert, manchmal beunruhigend. Meist präzise und mit feinem Strich gezeichnet. Aber auch aus mehr oder weniger zufälligen Aquarellklecksen weiterentwickelte Figuren.“ Solchen Arbeiten widmete der Künstler neben ein paar ausgestellten auch ein Buch voller Kreativität und Spontanbildern, das ebenfalls in der Präsentation einzusehen ist. (cjr)

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Die Ausstellung ist noch bis vorläufig 17. Juni zu sehen: Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

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