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Heilig Abend

Fest der Freude und Liebe

Bei der Christmette erinnerte Pater Jim an den Kern der Weihnacht. In dieser Botschaft stecke viel Freude, predigte er.

Die Christmette wurde in St. Jakob feierlich begangen.  Foto: Martina Altmann
Die Christmette wurde in St. Jakob feierlich begangen. Foto: Martina Altmann

Cham.„Ich verkünde euch eine große Freude: Heute ist uns der Retter geboren, er ist der Christus, der Herr. Halleluja“: Der Ruf vor dem Evangelium an Heiligabend umfasst nur wenige Worte, aber er trägt die weltumspannende Botschaft der Heiligen Nacht in sich, die in der Christmette in St. Jakob auch heuer feierlich begangen wurde. Das Fest der Geburt Christi war gekommen, vorbei die Zeit aller Vorbereitung.

Viele Gläubige hatten sich schon lange vor Gottesdienstbeginn in der Stadtpfarrkirche versammelt, auf den entspannten Mienen war freudige Erwartung zu erkennen. „Oh du fröhliche“, tönte es vielstimmig, nachdem Pfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim, Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreiche Ministranten unter festlichem Glockenläuten eingezogen waren.

„Heute kommt Gott den Menschen ganz nahe – uns steht der Himmel offen“, freute sich der Stadtpfarrer in seiner Begrüßung. Gott habe seinen eigenen Sohn in die Welt gesandt, der den Menschen frohe Botschaft bringe, ja letztlich selber diese Botschaft verkörpere. Wie das wahre Licht in die Welt gekommen ist, verkündete Pater Jim dann im Weihnachtsevangelium nach Lukas.

In seiner Predigt schlug Pfarrer Zinecker – anhand einer Freskendarstellung im Kreuzgang des Domes im südtirolerischen Brixen – einen ideenreichen Bogen: zwischen der Sonne einerseits, die als Zentralgestirn menschliches Leben auf dieser Welt erst möglich mache und nach heidnischem Verständnis als göttlich verehrt werde und dem Licht andererseits, das an Weihnachten gefeiert werde. Damit sei Christus gemeint, ein Strahl der göttlichen Liebe, das Licht, das jeden Menschen erleuchte.

Geburt in der Krippe als Symbol

Das Geschehen von Christi Geburt, so außergewöhnlich und unüberbietbar es auch sei: Gott brauche dafür gar nicht viel einzusetzen, entsprechend schlicht sei auch die Schilderung des Hl.-Abend-Evangelisten: Josef, Maria, das Kind in der Krippe, später die Hirten. Nicht als zwingende Macht ausübenden König habe Gott seinen Sohn gesandt, betonte der Prediger weiter, sondern als kleines Kind in der Krippe. Nicht als alles überragender Lichtstrahl, sondern als Licht, das erst gefunden werden müsse, bei der Suche der Menschen nach Sinn, nach einem wahren und echten Lebenskonzept, im Suchen nach Kraft für einen neuen Anfang.

„Die Erfahrung des weihnachtlichen Lichtes kann für einen Menschen, der Dunkelheit in sich spürt, wie eine Neugeburt sein. Ich kann mich anstrahlen, erfüllen und im Herzen erwärmen lassen von diesem Licht: abgebildet durch die Kerzen am Christbaum, durch das leuchtende Friedenslicht, durch das Licht an der Krippe und die Kerzen am Altar. In der Feier der Eucharistie begehen wir, dass dieses Licht für uns das Lebenselixier ist, das ganze Jahr über.“ Das Gebot der weihnachtlichen Stunden und Tage sei demnach: Freude! So hieß es auch gleich anschließend „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder …“

Schöner musikalischer Rahmen

Auch von der Empore klang die Freude herab. Der Kirchenchor und die Instrumentalisten (Streicher und Fagott) unter der Gesamtleitung von Eva Berzl verstanden es prächtig, die weihnachtliche Hochstimmung musikalisch umzusetzen. Die Harmoniemesse von Robert Führer und das Pastores von Franz Bühler waren dazu passend ausgewählt.

Noch vor dem feierlichen Schlusssegen wünschte Pfarrer Zinecker, auch namens des Pfarrvikars und der Gemeindereferentin, allen Mitfeiernden und ihren Familien frohe und gesegnete Weihnachten. Ein herzliches Vergelt’s Gott richtete er an die liturgischen Dienste, den Kirchenchor samt Instrumentalisten, die Ministranten und Mesner Cornelius Lang. Den Abschluss bildete wie immer das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“. (cja)

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