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Region Cham
Montag, 18. Juni 2018 25° 6

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Festbier macht beste Stimmung

Die DJK Vilzing fuhr mit ihren Patenvereinen zur Bierprobe nach Aldersbach. Das Gebräu wird beim Jubiläumsfest Ende Juli ausgeschenkt.

Schirmherr Hanse Graf wusste nicht nur die Damen mit seinem Bauchtanz zu begeistern. Fotos: chi
Schirmherr Hanse Graf wusste nicht nur die Damen mit seinem Bauchtanz zu begeistern. Fotos: chi

Cham.„Es habt’s a Supermusi g’habt und sad’s recht brav gwen“, lobte der Schankkellner im Bräustüberl der Brauerei Aldersbach die Gäste der DJK Vilzing, die mit Vertretern ihrer Patenvereine, des FC Zandt sowie des SV Michelsdorf, am vergangenen Samstag zur Brauerei des Festbieres ihres Jubiläumsfests Ende Juni/Anfang Juli den weiten Weg ins Niederbayerische auf sich genommen haben, um einmal die Brauerei in Aldersbach, südlich von Vilshofen, zu besichtigen und sich über die Herstellung des Gerstensaftes kundig zu machen. Doch auch ein wenig über die Geschichte des ehemaligen Klosters war dort zu erfahren. Und natürlich galt es auch schon mal zu probieren, ob das Festbier seinem guten Ruf entspricht.

Körbeweise Brotzeiten, Kaffee und Kuchen wurden am frühen Samstagnachmittag auf dem Parkplatz beim DJK-Sportgelände im Bus verstaut, bevor sich die Gruppe aus den drei befreundeten Vereinen auf den Weg gen Süden machte. Da auf der Autobahn Richtung Deggendorf ein Stau war, ging die Fahrt über Bundesstraßen nach Aldersbach, wo schon der Vertreter der Brauerei für die Chamer Gegend, Franz Stubenhofer, die Gäste erwartete. Ein wenig Zeit blieb noch, um den mitgebrachten Kaffee und Kuchen zu genießen, bevor die Gäste in zwei Gruppen durch die Brauerei und durch die Klosteranlage geführt wurden.

Führung durch Kloster-Anlage

Vor der Bierkönigin Bavaria stellten sich die Festverantwortlichen der DJK Vilzing, des FC Zandt sowie des SV Michelsdorf diszipliniert zum Gruppenfoto.
Vor der Bierkönigin Bavaria stellten sich die Festverantwortlichen der DJK Vilzing, des FC Zandt sowie des SV Michelsdorf diszipliniert zum Gruppenfoto.

Viel gab es da von den kundigen Führerinnen zu erfahren, von den unterschiedlichen Brauverfahren, den Malz- und Biersorten, auch welche Mengen in Aldersbach, einer mittelständischen Brauerei, die erst langsam ihre Fühler auch nach „Preußen“ oder ins Ausland ausstreckt, vor allem aber den regionalen Markt beliefert, gebraut werden und wie die einstige Klosterbrauerei wie das gesamte Kloster an die Familie von Aretin gekommen ist und nun zum Teil an andere Institutionen abgegeben wurde. Ein Blick in die eigentlich herrliche, aber jetzt zum Teil mit Netzen zugehängte Barockkirche der Klosteranlage zeigte, dass die dringend renoviert werden muss, weshalb sie zum Jahresende für etliche Jahre zugesperrt werden wird.

Nach diesem Ausflug in die Geschichte und auch Zukunft des ehemaligen Klosters Aldersbach ging es um die nächste Zukunft der DJK Vilzing mit ihrem Jubelfest. Das Bräustüberl mit seiner gemütlichen Atmosphäre war inzwischen für die Gäste aus dem Bayerwald reserviert und die ließen es sich bei der mitgebrachten Brotzeit – übrigens dürfen alle Gäste etwas zum Essen mitbringen – und einer ersten Maß Aldersbacher Festbier sowie der passenden zünftigen Wirtshausmusik vom „Katzberg-Trio“, das schon zur Festausstattung der Vilzinger gehört, so richtig gut gehen.

Alte Couplets begeisterten

Mit Inbrunst sangen der Hias und der Toni von den Unannehmlichkeiten im Gefängnis.
Mit Inbrunst sangen der Hias und der Toni von den Unannehmlichkeiten im Gefängnis.

Und die Stimmung stieg nicht nur wegen des parallel sich steigernden Alkoholpegels, sondern weil einfach die richtigen Typen beisammen waren, wie Schirmherr Hanse Gmach, Festbraut Meike Eisenreich oder Ehrenfestmutter Anni Eisenreich mit ihrem Mann Max oder die unermüdliche Ehrenehrenfestmutter Rosa Vitzthum von der DJK. Und natürlich auch die Vertreter der Patenvereine, etwa Bernhard Heigl vom FC Zandt, der die „Leistungsgruppe seiner Kampftrinker“ mitgebracht habe, wie DJK-Vorsitzender und Festleiter Klaus Kernbichl vermutete, oder der Schirmherr des SV Michelsdorf, Andreas Hausladen, sowie Norbert Althammer vom SV.

Und die drei Musiker sorgten mit ihren mitreißenden Liedern dafür, dass viele mitsangen, die sonst beim Singen eher zurückhaltend sind. Und der Schmidberger Toni war in seinem Element, weil er auch die alten Couplets mit fast allen Strophen kennt, die er zusammen mit dem Hias vom „Katzberg-Trio“ schmetterte. Und der Schirmherr Hanse Graf legte sogar einen gekonnten Bauchtanz hin, während sich die Festdamen eher aufs Klatschen und Refrain-Singen beschränkten.

Fest vom29. Juni bis 2. Juli

So vergingen die Stunden dermaßen rasch, dass sich etliche wunderten, als gegen elf Uhr zum Aufbruch geblasen wurde. Da wurde die Liedzeile bestätigt: „Schej mouß geijh oder i geh hoam.“ Da niemand zur Abfahrt drängte, muss es wohl schön gewesen sein bei der Bierprobe in Aldersbach fürs DJK-Jubelfest vom 29. Juni bis 2. Juli 2018. (chi)

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