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Mittwoch, 22. August 2018 28° 3

Tradition

Feuer musste dem Regen trotzen

Waldkönigin Johanna Gierl und Abgeordneter Dr. Gerhard Hopp entzündeten den Waldmünchener Kohlenmeiler.Großer Besucherandrang
Von Ingrid Milutinovic

  • Schon während der Grußworte und beim Anzünden hatte es geregnet, aber im Anschluss schüttete es regelrecht. Nur ein paar Wackere mit Schirm oder unter einer Plane hielten es noch im „Biergarten“ aus. Der Rest flüchtete in Hütte oder unter Dächer. Foto: Schoplocher
  • Die Pfarrer Häupl und Schwemmer sprachen Segensworte. Foto: wim
  • Feierlich: Dr. Gerhard Hopp, Johanna Gierl und Hubert Meier Foto: wim

Waldmünchen.Wie bekannt und beliebt die Veranstaltungen rund um den Kohlenmeiler sind, zeigte sich am Freitagnachmittag. Schon geraume Zeit vor dem offiziellen Beginn füllte sich der Platz und die aufgestellten Tischgarnituren reichten kaum aus. Auch zahlreiche Ehrengäste konnte Hubert Meier, Betriebsleiter des Forstbetriebs Roding der Bayerischen Staatsforsten, begrüßen. Vor allem die „Hauptpersonen“: Dr. Gerhard Hopp, Mitglied des Bayerischen Landtags, und Johanna Gierl, Bayerische Waldkönigin, sollten gemeinsam den Meiler anzünden. Gierl kommt aus Prackenbach. Für ihr Amt bringt sie eine fundierte Ausbildung mit – Forstwirtschaft hat sie studiert und während des Studiums ein Praktikum in den Wäldern um Waldmünchen absolviert.

Der Meiler war auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Gemeinschaftsleistung, freute Meier sich. Jürgen Köbler vom AELF hatte – als „Vater“ des Kohlenmeilers – die Organisation im Blick, war überall zur Stelle, packte tatkräftig mit an und auch auf die angehenden Forstwirte aus dem Beruflichen Schulzentrum Neunburg vom Wald, die beim Aufbau dabei waren, konnten die Aktiven wieder zählen.

Ein festlicher Rahmen für die Veranstaltung sollte es werden. Die Waldmünchener Jagdhornbläser und die Köhlermusi des Volkstumsvereins (mit Sepp Bacherl, Gottfried Knopf, Rudi Kraus, Duschko Milutinovic und Hans Weiss) spielten auf. Aber bald sorgten besorgte Blicke zum Himmel dafür, dass das Wort „Schirmherr“ eine ganz spezielle andere Bedeutung bekam. Er sei bisher immer nur Zuschauer gewesen, sagte Hopp. Die Ruhe sei es, die der Meiler ausströme, die für ihn eine ganz besondere Bedeutung habe. Bürgermeister Markus Ackermann spannte den Bogen von der Kohle zu Waldmünchen als Energieregion. Johanna Gierl bewunderte die Meilerwochen als wunderschöne Tradition und die Gemeinsamkeit während dieser Zeit. Für Monika Wagner als Vorsitzender des Volkstumsvereins stand die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder im Vordergrund. Besonders bei Hans Faltenbacher, der auf dreizehn Jahre Einsatz als Nachtköhler zurückblicken konnte, wollte sie sich bedanken. Gemeinsam segneten Stadtpfarrer Wolfgang Häupl und sein evangelischer Kollege Ernst Schwemmer den Meiler und baten für einen reibungslosen, unfallfreien Ablauf der Meilerwochen.

Inzwischen war der Meiler bereits mit Folie abgedeckt worden und alle, die zuvor noch tatkräftig ihre Bänke aufgestellt hatten, suchten sich halbwegs trockene Plätzchen unter den Bäumen.

Ein abwechslungsreiches Programm haben die Veranstalter für die kommenden Wochen vorbereitet. Jeweils am Mittwoch ab 18.30 Uhr gibt es den romantischen Feierabend auf dem Meilerplatz, am 20. Juli kommen Jäger auf ihre Kosten und am 28. Juli dürfen Kinder ihren eigenen kleinen Meiler aufschichten, bevor am 4. August die Meilerwochen enden.

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