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Freitag, 21. September 2018 26° 2

Gesellschaft

Feuerwehr Rannersdorf tanzt ins Jubiläum

Nach würdigem Totengedenken und Festzug ins Zelt gab Schirmherr Georg Ederer die Bühne für beste Unterhaltung frei.

Party pur: Was sich schon beim Auftritt von „Knedl & Kraut“ am Freitag abgezeichnet hatte, fand am Samstag Abend seine Fortsetzung: Die Rannersdorfer und ihre Gäste verstehen es, zu feiern. Fotos: Fleischmann
Party pur: Was sich schon beim Auftritt von „Knedl & Kraut“ am Freitag abgezeichnet hatte, fand am Samstag Abend seine Fortsetzung: Die Rannersdorfer und ihre Gäste verstehen es, zu feiern. Fotos: Fleischmann

Rannersdorf.In der ehemaligen Gemeinde Rannersdorf ging die Gründung einer eigenen Freiwilligen Feuerwehr nicht so einfach über die Bühne. Offensichtlich waren es vor allem finanzielle Erwägungen, die die Verantwortlichen in den beiden Ortschaften Rannersdorf und Zillendorf lange zögern ließen, dem Auftrag des königlichen Bezirksamtes Waldmünchen zur Gründung und Ausstattung einer eigenen Feuerwehr Folge zu leisten.

Schließlich wurde doch beschlossen, dass eine Freiwillige Feuerwehr gebildet werden soll, wenn die nötige Anzahl an Mitgliedern beitritt. Am 14. Juni 1891 wurde dann die von Bürgermeister Michael Dirscherl den Bezirksvertretern der Freiwilligen Feuerwehren in Waldmünchen die offizielle Gründung der FFW Rannersdorf gemeldet.

Erste Fahnenweihe im Jahr 1933

Zur Ausrüstung wurde mitgeteilt: „Zwei Anstellleitern ohne Stützstangen bereits vorhanden. Eine Saug- und Druckspritze ist bestellt, aber noch nicht eingetroffen. Soll aber bald ankommen und eine Handspritze. 20 Meter Schläuche werden mit der Spritze geliefert, nächstes Jahr mehr angeschafft. Sechs Stück Feuereimer. Das Feuerhaus wird demnächst in Bau genommen und wird auf Sockelmauer mit Bretterverschlag und harter Dachung hergestellt.

Am Dorfplatz gedachte die Jubelwehr ihrer Toten.
Am Dorfplatz gedachte die Jubelwehr ihrer Toten.

1933 fand die erste Fahnenweihe statt, der 1976 die Zweite folgte. Dazwischen wurde die Gerätschaft 1957 um eine Motorspritze mit Zubehör ergänzt.

Am vergangenem Wochenende konnte die FFW ihr Gründungsfest begehen. Schon am ersten Tag, mit den Kabarettisten „Knedl & Kraut“, zeichnete sich ab, was beim offiziellen Festauftakt zur 125-jährigen Bestehen der FFW Rannersdorf am Samstag noch klarer wurde: Diese Jubiläumsfeier wird ein weiterer Meilenstein in der langen Geschichte der Wehr werden.

Musik von den „Oberland-Casanovas“

In würdiger Weise und musikalisch umrahmt wurde nach einem Standkonzert am Dorfplatz der Toten gedacht. Kommandant Martin Weichs verwies dabei auf die Tradition und die Pflicht der Wehr, das Erbe der verstorbenen Kameraden, deren Taten und Leistungen Früchte getragen haben, zu bewahren und weiterzugeben.

Angeführt von Festleiter Manfred Rampf und der Blaskapelle „Oberland-Casanovas“ bildete sich anschließend ein langer Festzug aus Ehrengästen und Vereinen zum Festzelt. Hier zapfte Schirmherr Georg Ederer das erste Fass Bier an und gab damit den Start frei für die Band „Urwaidler“. Unter deren Klängen hielt es die Feiernden nicht lange auf ihrem Sitzfleisch. Auf den Bänken stehend oder in langer Polonaise durchs Zelt ziehend veranstalteten alle ein gigantisches Remmidemmi. (wfl)

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