mz_logo

Region Cham
Mittwoch, 19. September 2018 26° 1

Jubiläum

Feuerwehr stattet Gott Dank ab

Die FFW Rannersdorf feierte im Rahmen ihres 125-jährigen Gründungsfestes mit vielen Gästen einen Gottesdienst.

  • Pater Johnson Kattayil zelebrierte die Messfeier und predigte über die Nächstenliebe der Feuerwehrleute.Foto: wfl
  • Zahlreiche Ehrengäste nahmen am Festgottesdienst teil.Foto: wfl
  • Die FestdamenFoto: wfl

Waldmünchen.Die Feuerwehren sind für die Sicherheit der Gesellschaft unverzichtbar. Das erkannten die Einwohner von Rannersdorf und Zillendorf schon vor 125 Jahren, als sich einige mutige und selbstlose Männer zu einer organisierten Feuerlöscheinheit zusammenschlossen. In diesen 125 Jahren hat die Rannersdorfer Wehr vieles erlebt und für die Sicherheit ihrer Mitbürger auch schon mal „Kopf und Kragen“ riskiert. Beim Festgottesdienst anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Wehr dankten die Floriansjünger Gott, dass sie bei ihren Einsätzen meist unbeschadet davonkamen.

Dazu bewegte sich zunächst ein langer Zug zum Altar bei der Festwiese, um an der von Pater Johnson Kattayil zelebrierten Messfeier teilzunehmen. Musikalisch umrahmt vom Aster Kirchenchor, wurde dieser Gottesdienst für die zahlreichen Gläubigen ein Erlebnis in freier Natur. In seiner Predigt verglich der Geistliche die Feuerwehren mit dem Christentum: Beide handeln im Sinne Gottes und riskieren ihr eigenes Leben für ihre Überzeugung, erläuterte der Gottesmann. Aber, so Pater Johnson weiter, die Psalmenbeter hätten schon vor 3000 Jahren erkannt „wenn der Herr das Haus nicht baut, bauen die Bauleute vergebens“. Heute heiße dies: „Wenn Gott nicht hilft, arbeiten die Feuerwehrleute umsonst oder, wenn das Wasser ausgeht, brennt das Haus ab!“ Christen wie Feuerwehrler stünden ihren Nächsten in der Not hilfreich zur Seite und sähen auch bei negativen Ereignissen vertrauensvoll in die Zukunft. Bei den Aufgaben der Wehren habe sich seit deren Gründung vieles geändert. Doch ihr Motto sei geblieben: Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr. In diesem Sinne dankte der Kirchenmann allen Feuerwehrmännern und -frauen für deren Bemühen, Tag und Nacht für die Geborgenheit der Bevölkerung bereit zu sein. Menschen, Tiere oder Sachwerte zu retten und zu schützen.

Anschließend folgten die Festreden des Festleiters und der Ehrengäste. Dabei waren sich alle einig, dass es beileibe keine Selbstverständlichkeit ist, den Menschen selbstlos zu helfen. Die Einrichtung Freiwillige Feuerwehr habe nicht – wie manche Zeitgenossen glauben – mit ihrer heutzutage hochmodernen Ausrüstung und den technischen Möglichkeiten einfach da zu sein. Sowohl KBI Norbert Auerbeck, wie auch Schirmherr Georg Ederer, Bürgermeister und Ehrenschirmherr Markus Ackermann und Landrat Franz Löffler gingen auf die gute Feuerwehrkamerdschaft und die Notwendigkeit bei einer Wehr bei Katastrophen ein, wie es auch am vergangenen Montag gewesen sei. Anschließend ging es zum Mittagessen ins Festzelt um sich für den bevorstehenden Festzug durchs Dorf zu stärken. (wfl)

Die Feuerwehr Rannersdorf feierte am Wochenende ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum.

Die ebenfalls geplante Weihe eines neuen Fahrzeuges musste verschoben werden.

Das Jubiläum

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht