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Ehrenamt

Feuerwehrler bilden sich weiter

Die Führungskräfte aus dem Kreis Cham haben unter anderem etwas über den Umgang mit der Drehleiter erfahren.

Max Landsmann (Bildmitte) informierte über die Einsatzoptionen von Rettungskörben an Drehleitern.  Foto: kht
Max Landsmann (Bildmitte) informierte über die Einsatzoptionen von Rettungskörben an Drehleitern. Foto: kht

Bad Kötzting.Neues Schlauchmanagementsystem, taktischer Einsatzwert und Einsatzmöglichkeiten einer Drehleiter, das richtige Einsetzen von Seilwinden an Rüstwägen oder Hilfeleistungslöschfahrzeugen sowie das Einsatzkonzept des Schlauchwagenzuges Bad Kötzting bestimmten eine ganztägige Fortbildungsmaßnahme für die Feuerwehrführungskräfte der Kreisbrandinspektion Cham.

Im Feuerwehrzentrum in Bad Kötzting konnte Michael Stahl am Samstagvormittag dazu begrüßen und kurz das Programm, das vom fachbezogenen Kreisbrandmeister Richard Richter vorbereitet wurde, vorstellen. Den Auftakt machte in einem 45-minütige Theorie- und Praxisvortrags Aron Geisel, der ein neues Schlauchmanagement vorstellt. Ein formstabiler Schlauch wird demzufolge in einer Art Metalltrommel gelagert. Ein vorgehender Trupp kann diese Trommel etwa bis an die Rauchgrenze tragen und dann den Schlauch ab dieser bis zum Einsatzort abrollen.

Drehleiter richtig einsetzen

Fahrzeugarten, Fahrzeuggröße, Einsatzmöglichkeiten, Anleiterbereitschaft, Standortwahl an der Einsatzstelle und weitere Möglichkeiten waren die Kernpunkte des Vortrags von Max Landsmann. Der Zugführer der Berufsfeuerwehr Regensburg erläuterte dabei auch, wie wichtig es sei einen Drehleitereinsatz schon bei Einsatzbeginn zu berücksichtigen und wenn diese eingesetzt wird die „Haus-Regel“ zu beachten. Diese besagt, Hindernisse zu erkennen, Abstände zu beachten, auf den Untergrund zu achten und die Sicherheit in die Überlegungen einzubinden.

Mit der Winde des Rüstwagens der Bad Kötztinger Feuerwehr wurde ein tonnenschwerer Bus bewegt.  Foto: kht
Mit der Winde des Rüstwagens der Bad Kötztinger Feuerwehr wurde ein tonnenschwerer Bus bewegt. Foto: kht

Um die theoretischen Ausführungen zu verdeutlichten, hatten die Feuerwehren Bad Kötzting, Cham und Lam ihre Drehleitern neben dem Feuerwehrzentrum platziert. Anhand dieser erläuterte Landsmann Unterschiede wie etwa deren verschiedene Korbtragfähigkeiten. „Als Führungskraft ist es entscheidend dies in den Einsatzvorgang richtig einzubauen“, sagt er. Windenarten und deren Einsatzmöglichkeiten, Ziehen von Fahrzeugen, Umlenkrolle oder lose Rolle waren die Punkte im Vortrag von Jörg Schmid. Dieser arbeitet bei der Berufsfeuerwehr Ingolstadt und erläuterte neben den Windenarten die Möglichkeiten, wie Lasten zu bewegen wären.

Der Ablauf im Einsatz

Nach dem Vortrag demonstrierten Aktive der Feuerwehr Bad Kötzting unter Einsatz von Gerätschaften aus dem Tanklöschfahrzeug und Rüstwagen wie ein Bus mit Seilwinden zu bewegen ist.

Einsatzkonzept

  • Ziel:

    Die dazugeholten Feuerwehren können als Einheit autark einen Einsatzbefehl ausführen und eine Wasserförderung von der Entnahmestelle bis zur Abgabestelle über bis zu zwei Kilometern errichten.

Den Fortbildungstag rundeten KBM Florian Heigl, Michael Weiß und Korbinian Richter, Kommandanten der Feuerwehr Bad Kötzting, ab. Das Trio stellte die Historie von Schlauchwägen bei der Feuerwehr Bad Kötzting und die Entwicklung eines Einsatzkonzeptes für ein derartiges Sonderfahrzeug vor. Dieses besagt, dass neben dem Schlauchwagen in einem Einsatzfall weitere Fahrzeuge der Feuerwehr sowie drei weitere Feuerwehren mit Tragkraftspritzen an die Einsatzstelle disponiert werden. (kht)

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