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Montag, 20. August 2018 27° 1

Training

FFW übt Absturzsicherung

Einsatzkräfte aus dem KBI-Bereich Roding besuchten den Lehrgang zur Feuerwehrarbeit in schwierigem Gelände.

  • Den Lehrgang Absturzsicherung haben 13 Teilnehmer absolviert. Fotos: wbs
  • Auch die Absicherung bei Bergungen aus einem Schacht wurde geübt.
  • Die einzige Teilnehmerin seilt sich von einer Brücke ab.

Roding.Ob Löscharbeiten in schwer zugänglichem Gelände, abgedeckte Dächer nach Unwettern, verletzte Personen in engen Schächten oder das Arbeiten mit der Drehleiter: Die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfältig und führen die Einsatzkräfte nicht selten in Bereiche, in denen sich die Retter selbst vor dem Abstürzen sichern müssen. Aus diesem Grund ließen sich kürzlich 13 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau aus dem KBI Bereich Roding an der Rodinger Feuerwache von einem Ausbilderteam aus Waldmünchen und Roding zum Thema „Absturzsicherung“ weiterbilden.

Nach kurzem Theorieunterricht und ersten Vorübungen lag der Schwerpunkt der Schulungseinheiten auf dem praktischen Umgang mit Absturzsicherung & Co: Nicht nur die Knoten wurden intensiv geübt, die Teilnehmer hatten verschiedenste Übungsstationen zu bewältigen, die sie auf die unterschiedlichen Bereiche ihrer zukünftigen Tätigkeit bestens vorbereiteten und deren Schwierigkeitsgrade aufeinander aufbauten. Nach den ersten Übungen wie dem Halten und Rückhalten sowie Selbstretten, was noch keine besondere Zusatzausrüstung erfordert, lernten die Teilnehmer auch den Umgang mit der Spezialausrüstung des „Gerätesatzes Absturzsicherung“ bei Übungen zum waagrechten und senkrechten Vorstieg, der Schachtrettung oder der Rettung aus schwierigem Gelände. Die Teilnehmer waren hoch motiviert und konnten am vierten Lehrgangstag ihr neu erworbenes Wissen in einer großen Abschlussübung zur Rettung zweier Personen von einem Kran unter Beweis stellen. Hier ließ es sich Kreisbrandinspektor Florian Hierl nicht nehmen, den Feuerwehrlern, die die Übung mit Bravour meisterten, bei ihrer Arbeit in schwindelerregenden Höhen zuzusehen. Bei der anschließenden Abschlussbesprechung in der Feuerwache Roding konnten die Ausbilder und KBI Hierl den Teilnehmern ihre Lehrgangsurkunden überreichen.

In seiner Rede betonte Hierl, wie wichtig es sei, dass nach dem ersten Pilotlehrgang im Vorjahr nun auch Feuerwehrdienstleistende aus kleineren Wehren am Lehrgang teilnahmen, um die Kenntnisse anschließend in ihre Heimatfeuerwehren zu tragen und dort die Kameraden ebenfalls für das wichtige Thema der Absturzsicherung zu sensibilisieren. Auch sei es wichtig, weiterhin regelmäßig zu üben, um im Einsatzfall schnell, professionell und sicher helfen zu können. Ein entscheidender Punkt beim Lehrgang Absturzsicherung sei, so Hierl, dass durch das Ausbilderteam um die Lehrgangsleiter Michael Beer und Benjamin Schlegl gewährleistet ist, dass die Ausbildung nach dem im ganzen Landkreis gültigen Konzept erfolge, damit die Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren im Ernstfall problemlos zusammenarbeiten könnten.

Dank gilt dem Ausbilderteam der Feuerwehr Waldmünchen, der Feuerwehr Roding, die den Kurs organisiert hatte, die Räumlichkeiten stellte und für das leibliche Wohl sorgte, dem Katastrophenschutz des Landkreises sowie der Feuerwehr Lam für das Bereitstellen der Leihausrüstung. Ebenso der Firma STRABAG, die ihr Betriebsgelände für die Abschlussübung öffnete sowie den Feuerwehrmännern und -frauen im Kurs. (wbs)

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