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Versammlung

FFW will für Waldbrände gerüstet sein

Vertreter aus neun Feuerwehren im Kreisbrandmeisterbereich Lam wurden bei Dienstversammlung über Aktuelles informiert.

Floriansjünger aus neun Feuerwehren im Raum Lam versammelten sich am Donnerstagabend in Hohenwarth.  Foto: Christian Miefanger
Floriansjünger aus neun Feuerwehren im Raum Lam versammelten sich am Donnerstagabend in Hohenwarth. Foto: Christian Miefanger

Hohenwarth.Zur Dienstversammlung des Kreisbrandmeisterbereiches Lam konnte KBM Josef Pritzl am Donnerstag die Vertreter der neun Feuerwehren seines Zuständigkeitsbereiches im Gasthaus Kaitersberg-Geiger in Hohenwarth begrüßen. Seiner Einladung gefolgt waren die Führungskräfte, Kreisbrandrat Michael Stahl, Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer, Inspektionsjugendwart Christian Miefanger sowie Hohenwarths Bürgermeister Xaver Gmach. Entschuldigen musste er krankheitsbedingt die Frauenbeauftragte der Inspektion, Nicole Aschenbrenner.

In seinem Rückblick auf das Einsatzhalbjahr sprach KBM Pritzl von einer sehr ruhigen Zeit. Der Kreisbrandmeisterbereich Lam blieb von großen Einsätzen verschont. Der größte Einsatz war ein Verkehrsunfall THL 2, bei dem ein LKW mit einem Personenbus im Bereich Lohberg Hindenburg-Kanzel zusammengestoßen war und fünf verletzte Personen betreut werden mussten. Ansonsten mussten nur kleinere Einsätze abgearbeitet werden.

Anstehende Übungen

In der diesjährigen Feuerwehraktionswoche werde im Bereich Lam eine Waldbrandübung stattfinden. Ausrichtende Feuerwehr wird die FF Lohberg sein, Beginn der Übung am 21. September sei 15.30 Uhr, so Pritzl. Es werden sämtliche Sondereinheiten und Sondermaterialien zur Brandbekämpfung benötigt, ergänzte der Redner. Die Jugendgemeinschaftsübung wird durch die Feuerwehr Lam ausgerichtet, Termin ist der 20. September, 18 Uhr.

KBM Pritzl bat die Einsatzkräfte, die Statusrückmeldungen intensiver zu nutzen. Er erläuterte nochmals deren Wichtigkeit für die Leitstelle. Die Leitstellendisponenten bearbeiten teilweise mehrere Einsätze gleichzeitig und durch die Statusmeldungen werden sie automatisch zum aktuellen Einsatz weitergeleitet. Die Statusmeldungen seien daher das A und O für einen geregelten Einsatzablauf.

Anmeldungen zur Feuerwehrschule sollten zeitnah erfolgen, der neue Lehrplan werde in Kürze verfügbar sein, so dass die Kommandanten und Vorstände die Planung bereits machen sollten. Speziallehrgänge sollten in Abstimmung mit den Führungskräften erfolgen, so Josef Pritzl.

Bürgermeister Xaver Gmach verglich die Feuerwehr mit einem Firmenmanagement und adelte alle anwesenden Feuerwehrkameraden für ihren unentgeltlichen Dienst zum Wohl der Mitmenschen. Großen Dank sprach Gmach nicht nur den Kameraden aus, sondern ebenfalls Kreisbrandmeister Josef Pritzl. Er lobte dessen menschliche Art und wünschte ihm für die Zukunft das Beste.

Kreisbrandmeister Pritzl hatte zur Versammlung auch die Leiter der Sondereinheiten im Bereich Lam eingeladen, die jeweils Kurzberichte über das Aus- und Einsatzjahr abhielten. Für die Flughelfer informierte der stellvertretende Leiter Christian Kress, dass mittlerweile 45 ausgebildete Flughelfer zur Verfügung stehen. Über die AG-GU (Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umweltschutz) berichtete Fachberater Bernd Hatzinger, dass die AG-GU seit bereits zwölf Jahren bestehe. Intensive Einsätze wie der umzufallen drohende Tankzug bei Sperlhammer wurden unter Führung der AG-GU abgearbeitet. Für die Absturzsicherung gab deren Leiter Matthias Börmel Auskunft. Er gab an, dass 258 Feuerwehrfrauen und -männer ausgebildet worden seien und der größte Einsatz heuer beim Schneechaos in Berchtesgaden war. Für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung referierte KBM Pritzl als Leiter der Sondereinheit selber.

Vortrag zum Thema Chemie

Für die Frauen im Inspektionsbereich informierte KBM Pritzl, dass verschiedene Veranstaltungen angeboten worden seien, beispielsweise ein Schulungsabend zum Thema „Psychische Belastungen“ im Einsatzdienst. Ebenso wurde ein THL-Abzeichen abgeschlossen und am 25. Juli stand ein Besuch der Firma Bavaria in Waldmünchen mit einer Feuerlöscherausbildung auf dem Programm. Als Vorschau gab KBM Pritzl bekannt, dass am 20. Oktober im Joseph-von-Frauenhofer Gymnasium in Cham ein Vortrag über Chemie abgehalten werde; als Referent fungiere der Fachberater Dr. Scheubeck. Anmeldungen dazu nehmen alle Führungskräften entgegen.

Inspektionsjugendwart Christian Miefanger gab bekannt, dass beim Familienfeuerwehrtag 104 Jugendliche in 26 Gruppen teilnahmen und dankte den teilnehmenden Teams. Der diesjährige Wissenstest werde am 29. November im Rahmen einer Sammelabnahme im Gerätehaus in Lam durchgeführt. Dank sprach er den Wehren aus Haibühl/Ottenzell und Arrach aus, die eine professionelle Unterstützung beim Ausrichten der Leistungsspange geben, diese findet am 14. September am Sportplatz Haibühl statt.

Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer gab bekannt, dass die Altkleidersammlung auf den 20. Mai 2020 terminiert sei. Die Heißausbildung werde mit 21 Atemschutzfeuerwehren im KBI Bereich abgehalten. 42 Trupps können fünf Tage Ausbildung mit einsatznaher Heißausbildung am Gerätehaus Bad Kötzting durchlaufen. Weiter dankte er Bernd Hatzinger für die Unterstützung bei der VR-Ausbildung.

Kreisbrandrat Michael Stahl informierte, dass ein neues Konzept für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalles erarbeitet werde. Für die Vegetationsbrandbekämpfung gab KBR Stahl bekannt, dass das Waldwegenetz geplant und getestet werden müsse. Er bat um tatkräftige Unterstützung. Außerdem gab der Kreisbrandrat bekannt, dass Feuerwehren 2020 bei der Fußballeuropameisterschaft als Sicherheitswache fungieren und bei dem ein oder anderen Spiel im Stadion vertreten sein werden. Zuletzt dankte er dem scheidenden Kreisbrandmeister für die unzähligen Dienste, Einsätze, Ausbildungsabende. Als Nachfolger im Bereich Lam werde der jetzige Kommandant der Feuerwehr Thürnstein, Konrad Kellner nachrücken. Er wird am 1. Januar 2020 den Dienst als Kreisbrandmeister im Bereich Lam antreten. (kff)

DigitaleAlarmierung

  • Testlauf:

    Ebenfalls werde in Kürze die digitale Alarmierung getestet, wobei die einzelnen Feuerwehren je zwei digitale Meldeempfänger zum Testen erhalten werden und somit die Alarmierungssicherheit geprüft werden könne.

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