MyMz
Anzeige

Entscheidung

Fischer siegt bei Stichwahl in Rimbach

Alfred Eckert legte zwar um über 100 Stimmen zu, hatte aber trotzdem das Nachsehen, er bekam 45,2 Prozent der Stimmen, Fischer 54,8 Prozent.
Von Stefan Weber

Mit 45,2 Prozent der Stimmen unterlag Alfred Eckert (l.) seinem Mitbewerber Ludwig Fischer (M.) um das Amt als Bürgermeister von Rimbach, das Theo Amberger (r.) zuvor 24 Jahre lang innehatte. Foto: S. Weber

Rimbach.Die Anspannung war sowohl den Wahlhelfern als auch den Kandidaten am Wahlabend anzumerken: Nachdem vor zwei Wochen keiner der drei Bürgermeister-Kandidaten in Rimbach die Mehrheit für sich gewinnen konnte, mussten Ludwig Fischer (CSU) und Alfred Eckert (Einigkeit) als einzige Bewerber im Altlandkreis Kötzting in die Stichwahl.

Kurz nach 18 Uhr war das Ergebnis des Wahllokales im Rathaus ausgezählt: „108 Stimmen für Fischer, 188 für Eckert“, verkündet Noch-Bürgermeister Theo Amberger. „Aber das wird sich in Thenried wieder drehen“, schätzt er – schließlich ist Ludwig Fischer in diesem Ortsteil zu Hause. Und tatsächlich: als bald darauf das Ergebnis aus Thenried eintrifft, hat sich das Blatt gewendet: 144Stimmen hat Fischer bekommen, Eckert 19. „Dann habe ich ja mein Niveau von vor zwei Wochen da gehalten“, sagt Eckert, der mittlerweile auch in der Mehrzweckhalle eingetroffen ist und wartet.

Fehlt noch das Ergebnis der rund 700 Briefwähler. Mehrere Bürger sind mittlerweile eingetroffen und warten im Eingangsbereich, dass das Ergebnis verkündet wird. Als eine Mitarbeiterin mit einem Zettel in der Hand die Halle betritt, ist es aber nicht das Ergebnis, sondern eine Kuriosität: Insgesamt sind sieben Stimmzettel bei der Wahl ungültig; meistens sind beide Kandidaten angekreuzt oder gar keiner. Doch auf dieser ungültigen Stimme steht unten geschrieben: „Alter vor Schönheit – Nr. 8 Theo Amberger“. Der „Gewählte“ schmunzelt, „hab ich auch noch eine Stimme bekommen.“

Um 18.53 Uhr kommt dann das Ergebnis: 54,8 Prozent haben Ludwig Fischer gewählt, 45,2 Prozent Alfred Eckert. „Jetzt hab’ ich 100 Stimmen mehr als beim letzten Mal, aber eben immer noch zu wenig“, sagt Eckert in einem ersten Statement. Natürlich sei er ein wenig enttäuscht, wenn „auch einige meiner Mitstreiter noch mehr enttäuscht sein werden“. Aber „schlimmer wäre es, wenn das Ergebnis knapper ausgefallen wäre, dann hätte ich mehr spekuliert, was man noch hätte machen können.“

Kurz nach 19 Uhr kommt der neue Bürgermeister Ludwig Fischer, der telefonisch von seinem Sieg erfahren hat. Als erstes gibt es die faire Geste für Eckert, einen freundschaftlichen Händedruck. „Das war ein langer Tag“, sagt Fischer, „wahrscheinlich der längste meines Lebens.“ Den hatte er bei seinem Onkel in Ammermühle verbracht, danach war er noch Wandern auf dem Burgstall. „Alleine“, wie er sagt. Aufgeregt? „Ja logisch“, lautet seine Antwort. Nicht zuletzt, da Franz Drexler (SPD) nach seiner Wahlniederlage vor zwei Wochen eine Empfehlung für Eckert ausgegeben hatte. „Ich hätte gedacht, es geht knapper aus“, sagt Fischer. Eine Party sei nicht geplant, aber er werde seinen „längsten Tag“ wohl im Gasthaus Schierlitz in Thenried ausklingen lassen.

Das Ergebnis

Abgegebenen Stimmen: 1162, davon gültig waren 1155 – am 16. März waren es 1159.

Wahlbeteiligung: 72,4 Prozent der 1605 Wahlberechtigten stimmten ab (vor zwei Wochen 72,21 Prozent).

Stimmen für Ludwig Fischer: 633, 54,8 Prozent (Vor zwei Wochen: 526 Stimmen, 45,74 Prozent)

Stimmen für Alfred Eckert: 522, 45,2 Prozent (16. März: 418, 36,35 Prozent)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht