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Hagelsturm

Fischerdorf und Furth: Freunde in Not

Beim Hochwasser in Fischerdorf schickten die Further Hilfsgüter. Im Gegenzug spendet die Feuerwehr jetzt 4830 Euro.

Beim verheerenden Hagelsturm in Furth rückten binnen kurzer Zeit die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Fischerdorf an, um aus Solidarität mit anzupacken.
Beim verheerenden Hagelsturm in Furth rückten binnen kurzer Zeit die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Fischerdorf an, um aus Solidarität mit anzupacken.

Furth.Juni 2013 – Land unter im Deggendorfer Ortsteil Fischerdorf. Der ganze Freistaat blickt fassungslos auf die Bilder der Hochwasserkatastrophe. In den Pfarrgemeinden Furth im Wald und Rimbach formierte sich ein Helferkreis, der den leidgeplagten Menschen mit der Besorgung von Küchengeräten, Möbeln, Werkzeugen und vielem mehr persönlichen Beistand leisten wollte.

Mit einem Transporter haben die Helfer aus beiden Pfarreien Hilfsgüter gesammelt, und diese über eineinhalb Jahre hinweg nach Fischerdorf gebracht, erinnerte sich Pfarrgemeinderat Günther Plach. Am Donnerstagabend stand er mit Pfarrgemeinderatssprecherin Johanna Plach, dem Kaplan Daniel Schmid nun auf der anderen Seite.

FFW Fischerdorf sofort zur Stelle

Siegfried Pfeffer (3. v. r.), Ludwig Hellauer (2. v. r.) und Alfons Berger (l.) von der FFW Fischerdorf überbrachten mit Pfarrsekretärin Andrea Pfeffer (3. v. l.) die Spenden für die Hagelopfer, die Johanna Plach (4. v. l.), Kaplan Daniel Schmid (r.) und Günther Plach (2.v.l.) dankbar entgegennahmen. Foto: fer
Siegfried Pfeffer (3. v. r.), Ludwig Hellauer (2. v. r.) und Alfons Berger (l.) von der FFW Fischerdorf überbrachten mit Pfarrsekretärin Andrea Pfeffer (3. v. l.) die Spenden für die Hagelopfer, die Johanna Plach (4. v. l.), Kaplan Daniel Schmid (r.) und Günther Plach (2.v.l.) dankbar entgegennahmen. Foto: fer

Im Pfarramt empfingen sie eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Fischerdorf, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Siegfried Pfeffer und seiner Gattin Andrea (Pfarrsekretärin), Kassier Ludwig Hellauer sowie Zeugwart und Vertrauensmann Alfons Berger, die die materiellen Hilfen und das persönliche Engagement der Further nicht vergessen hatten. Zwei Stunden nachdem die ersten Berichte vom großen Hagelsturm in Furth im Wald überregional durch die Medien liefen, sei im Pfarramt der erste Anruf aus Fischerdorf eingegangen, erinnerte sich Johanna Plach. „Wir kommen sofort!“, hieß es. Die angerückten Einsatzkräfte halfen, die vom Hagel beschädigten Fenster, Dachfenster und Dächer provisorisch abzudecken, um Folgeschäden zu vermeiden. 141 Einsätze bewältigten die Feuerwehren aus der näheren und weiteren Umgebung noch bis tief in die Nacht mit sieben Drehleitern.

Spendensumme macht sprachlos

Aus Dankbarkeit und Solidarität starteten die Fischerdorfer mit Beteiligung der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Deggendorf einen Spendenaufruf im Feuerwehrhaus: Anonym konnten die Bürger der Umgebung Kuverts mit Spenden für die Hagelopfer aus Furth einwerfen. Sprachlos war nicht nur die FFW Fischerdorf angesichts der eingegangenen Summe in bar: 4830 Euro überreichte Siegfried Pfeffer an Kaplan Schmid, der die Spende f´ür die Further Pfarrei entgegennahm. Der Geistliche und die Pfarrgemeinderatssprechern dankten für die Solidarität. Die Pfarrei werde sich mit der Stadt, die ebenfalls ein Spendenkonto eingerichtet hat, abstimmen, wer und nach welchen Kriterien Unterstützung aus den Spendentöpfen erhalten kann. (gm)/(fer)

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