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Projekt

„Flora des Böhmerwalds“ wird erfasst

Führungen durch das Pflanzenfreigelände machen die Ergebnisse sichtbar.

Cornelia Straubinger bei der Vegetationsaufnahme auf dem Schachten  Foto: Christoph Heibl /Nationalpark Bayerischer Wald
Cornelia Straubinger bei der Vegetationsaufnahme auf dem Schachten Foto: Christoph Heibl /Nationalpark Bayerischer Wald

Grafenau.Seit diesem Jahr läuft im Nationalpark Bayerischer Wald das Forschungsprojekt „Flora des Böhmerwalds“. Dabei soll die Artenvielfalt der Pflanzen im biologisch einzigartigen Gebiet des Böhmerwalds grenzübergreifend erforscht werden. Kooperationspartner sind der Nationalpark Šumava, die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns zusammen mit ihrem IT Centrum und der Lehrstuhl für Botanik der Südböhmischen Universität.

„Trotz langer Tradition der floristischen Erforschung dieser Region lag bisher noch keine Gesamterfassung für den Böhmerwald vor“, erklärt Cornelia Straubinger, beim Nationalpark Bayerischer Wald zuständig für das Projekt. Der Böhmerwald erstreckt sich über die beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava hinaus, vom Gebiet des Großen Arbers bis in das österreichische Mühlviertel. Die jetzige Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Wissenschaftlern hat es sich zum Ziel gemacht, die bisherigen Daten zusammenzuführen und durch neue Kartierungen zu ergänzen. Generell weist die Flora des Böhmerwalds viele Schätze auf.

Was an dem Projekt außerdem spannend ist: Die Daten sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite in deutscher und tschechischer Sprache werden im Laufe des Projekts Verbreitungskarten und ökologische Informationen für die heimischen Pflanzen zur Verfügung gestellt (http://www.florasilvaegabretae.eu/). Finanziert wird das Projekt durch das Interreg-Programm.

Im Rahmen des Forschungsprojektes bietet der Nationalpark in Kürze zwei Exkursionen in die vielfältige Welt der heimischen Blüh- und Farnpflanzen an. Die beiden Führungen durch das Pflanzenfreigelände am Hans-Eisenmann-Haus im Nationalparkzentrum Lusen finden an zwei Samstagen, 27. Juli, und 10. August, jeweils um 13 Uhr statt und dauern zwei bis drei Stunden. Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Hans-Eisenmann-Hauses; Anmeldung ist nicht erforderlich. Teilnahme ist kostenlos.

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