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Flotte Flitzer auf heißer Piste

Vom 4. bis 6. August ist der Raum Bad Kötzting Austragungsort der ADAC Bayerwald-Rallye Classic. Schirmherr ist Walter Röhrl.

Bei der 12. ADAC-Bayerwaldrallye Classic können sich die Motorsportfans auf spannende Rennen und flotte Autos freuen.Foto: ksm
Bei der 12. ADAC-Bayerwaldrallye Classic können sich die Motorsportfans auf spannende Rennen und flotte Autos freuen.Foto: ksm

Bad Kötzting.Auch heuer wieder findet sich vom 4. bis 6. August die Elite des klassischen Rallyesports bei der 12. ADAC Bayerwald-Rallye in Bad Kötzting ein. Sie hat den Status, eine der anspruchsvollsten sportlichen Classic-Rallyes in Europa zu sein – mit einem exklusiven Starterfeld.

Schirmherr ist wieder Walter Röhrl, der Rallyefahrer des Millenniums. Die Bayerwald-Rallye ist auch ein Lauf zur Deutschen Classic-Serie. Das sind bundesweit acht Veranstaltungen. Die Strecke ist 500 Kilometer lang. davon entfällt die Hälfte auf 16 Gleichmäßigkeitsprüfungen auf Sollzeit, der Rest sind Verbindungsetappen auf wenig befahrenen Nebenstraßen. 180 Lichtschranken sollen auf die hundertstel Sekunde genau durchfahren werden.

Verantwortlich für die Rallye zeichnen Fahrtleiter Helmut Huber und Albert Nazet, unterstützt von Funktionären des AC Bad Kötzting und Zeitnehmern von HP-Sport. HP-Sport steht für Herbert Pongratz. Er war der Initiator der Bayerwald-Classic. HP-Sport ist das führende Zeitnahmeteam für den historischen Motorsport in Deutschland.

Die Route führt heuer vom St. Veitsplatz (Freitag 15 Uhr) in Bad Kötzting nach Zenching und über Eschlkam zur Grenze nach Vseruby. Es folgen zwei Prüfungen in Tschechien, darunter ein Zuschauerrundkurs in Nova Ves. In Deutschland (Grenze Rittsteig) gibt es eine Durchfahrtskontrolle beim Autohaus Wollinger in Neukirchen hl. Blut. Über die Gleichmäßigkeitsprüfung (GP) bei Hofberg kommt man gegen 18.30 Uhr zum Hotel Böhmerwald in Warzenried.

Dann folgt die GP bei Schachten/Gaisho, bevor beim Youngtimer-Treff in Arnschwang wieder etwas für die Zuschauer geboten wird. Weiter geht es über Zenching zur Durchfahrtskontrolle am Bayerischen Hof in Rimbach. Es folgen zwei Nacht-GP im Raum Wettzell/Höllenstein. Das Etappenziel am Jahnplatz soll gegen 22 Uhr erreicht werden.

Start am Jahnplatz

Am Samstag (Start 8.45 Uhr am Jahnplatz Bad Kötzting) führt die Route über Zandt und Loifling in den Raum Falkenstein. Dort erwartet die Teilnehmer neben zwei weiteren GP eine anspruchsvolle Prüfung über 30 Kilometer mit 15 Mess-Stellen. Zurück Richtung Viechtach steht die Mittagspause (11.30 Uhr Wieswirt in Wies bei Rattenberg) an. Dann erwartet die Teilnehmer eine Prüfung bei Moosbach, ehe eine mit vielen Mess-Stellen gespickte GP bei Birnbrunn folgt. Über einen Rundkurs bei Haderstadl geht es zu einer 30-Minuten-Pause bei der Spielbank Bad Kötzting. Das Finale: 45 Kilometer im Raum Wettzell, Blossersberg und Wiesing. Mit dem Zuschauer-Rundkurs in der Innenstadt von Bad Kötzting endet der sportliche Teil der Rallye. Die Siegerehrung findet um 22 Uhr in der Jahnhalle statt.

Die Touren

  • Freitag

    Los geht’s am Freitag, 4. August, um 15 Uhr in Bad Kötzting am St. Veitsplatz. Die Tour führt über Zenching und Eschlkam nach Vseruby.

  • Samstag

    Am Samstag, 5. August, starten die Teilnehmer der Rallye am Jahnplatz in Bad Kötzting. Diesmal führt die Route über Zandt und Loifling in den Raum Falkenstein.

  • Weitere Infos

    Weitere Infos finden Sie hier .

Ein Blick auf die Teilnehmerliste (www.bayerwald-rallye.de) zeigt, dass viele Replicas (originalgetreue Kopien ehemaliger Werksautos) an den Start gehen. Andererseits fehlen echte Oldtimer (Vorkriegsautos). Dies liegt daran, dass über 500 Kilometer lang Schnitte von bis zu 50 km/h auf Nebenstraßen zu fahren sind, dies ist mit diesen Autos schlecht möglich. Da den Fahrzeugen eine gewisse Leistung abgefordert wird, konzentriert sich das Starterfeld auf Rallye-Autos der 1970er und 80er Jahre. Pilotiert werden sie von ehemaligen Fahrern aus dem „scharfen“ Rallyebereich. Die Beifahrer sind Navigationskünstler.

Diese Art ist eine der wenigen Möglichkeiten, Motorsport in finanziell erschwinglichem Rahmen zu betreiben. Man benötigt ein relativ gut erhaltenes, etwa 20 Jahre altes Auto, einen Wegstreckenzähler und zwei Stoppuhren. Die Bayerwald ist für den Anfänger aber nur bedingt geeignet.

Keine Straßensperrungen

Außer beim Rundkurs in Bad Kötzting wird keine Straße gesperrt. Der einzige Unterschied zur Normalität ist, dass die Strecken bei der Rallye wesentlich mehr befahren ist als ansonsten üblich. Wer von den „normalen“ Autofahrern an eine Lichtschranke kommt, fährt einfach durch.

Falls sich gerade ein Rallye-Teilnehmer in diesem Bereich befindet, wartet der „normale“ Autofahrer dessen Durchfahrt ab. Er will die Lichtschranke auf die Sekunde genau treffen und tastet sich in der Regel langsam heran. Dies ist nicht möglich, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer die Mess-Stelle blockiert.

Natürlich bietet sich an, einfach zuzuschauen. Ein Vorausfahrzeug versorgt die Zuschauer mit Infos. An moderierten Zuschauerplätzen erhält man von Streckensprecher Michael Hagemann Insider-Informationen: etwa beim Start am St. Veitsplatz sowie beim Stadtrundkurs (Samstag, 16.45 Uhr). Weitere Informationen unter www.bayerwald-rallye.de. (ksm)

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