mz_logo

Region Cham
Montag, 20. August 2018 27° 2

Furth im Wald

Fotoausstellung im Rathaus öffnet ihre Türen

„Pöhnl bremst auch für Phänomene!

Landrat Franz Löffler, Herbert Pöhnl und Bürgermeister Sandro Bauer (von links) Foto: cjr
Landrat Franz Löffler, Herbert Pöhnl und Bürgermeister Sandro Bauer (von links) Foto: cjr

Furth im Wald.„ Der Satz wird dem Freund des gebürtigen Furthers, dem Schriftsteller Bernhard Setzwein, zugeschrieben, mit dem Herbert Pöhnl etliche gemeinsame Aktivitäten verbinden – Foto-Ausstellungen und Bücher etwa. Ein wenig davon, aber auch Por-traits, Momentaufnahmen und arrangierte Fotos von Tschechen und Deutschen, ist auch im neuesten Projekt zu finden, das der Fotograf, Regio-Kabarettist, Naturschützer-Aktivist und Büchermacher unter die Leute bringt: „Setkání – Begegnungen“ nennt er die Ausstellung, die er mit dem Zwiesler Lehrer Edmund Stern und mit einer Menge kultiger Fotos gestaltet hat.

Seit Donnerstag bis einschließlich 16. September ist die „Spiegelausstellung“, nach Präsentationen in Prag oder im Landtag in München, zeitgleich in Furth und in Domazlice zu sehen. Die Partnerstädte setzen damit ein Ausrufezeichen für ein friedliches, kooperatives Miteinander.

Bürgermeister Sandro Bauer: „Das Label ‚Grenzstadt‘ ist weg, dafür ist den Partnerstädten die Eigenschaft einer Schnitt- und Kontaktstelle zugewachsen, die Begegnungen nicht nur ermöglicht, sondern sie auch herbeiführt. Die Momentaufnahmen zeigen den Weg zu zwischenmenschlichen Beziehungen mannigfacher Art.“

Der Landrat zeigte sich begeistert vom Geist der Ausstellung, es sei ein Moment zum Genießen. Die Nachbarn kennenzulernen, sei eine Bereicherung des Lebens, das werde deutlich etwa in den grenzüberschreitenden Aktivitäten von Künstlern, die hüben wie drüben die Menschen zusammenführen. Eine Grundvoraussetzung dafür sei das Vertrauen zueinander, und das entstehe erst in den Begegnungen. Solche Momente haben Pöhnl und Stern in ihren Bildern festgehalten.

Pöhnl führte in die Ausstellung ein: Er habe 2014 begonnen, „Momente zu sammeln“, 2015 habe er Stern kennengelernt – ein Glücksfall mit seinen ausgezeichneten Kenntnissen der tschechischen Sprache und mit seiner Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und aus Begegnungen Kontakte zu bilden. Er betonte, Vertrauen und Respekt seien die Grundvoraussetzungen für gute Fotos. Fotos müssten ansprechen und anregen – deshalb auch die besondere Form der „Spiegelausstellung“ im Rahmen der Städtepartnerschaft. Was die Fotos, ist die Neugierde, die Liebe zu den Menschen und zum Menschlichen. So originell wie die Fotografien war auch das Drumherum der Ausstellungseröffnung: Die Gäste aus Domazlice haben böhmisches Bier und Kolatschen mitgebracht. Und das Schlagzeug-Ensemble „Double K“ von der Kunst- und Musikschule Domazlice – Kamil Jindrich und Karel Kunes – brannten ein Feuerwerk an Percussion-Stücken ab. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt im Alten Rathaus zu sehen: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils von 16 bis 18 Uhr. Während der Drachenstichsaison von 1. bis 19. August ist sie täglich geöffnet, an Aufführungstagen von 16 bis 19.30 Uhr. (cjr)

vernissage

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht