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Förderung

Fragebogen für alle Bürger

Wer Geld von der Städtebauförderung will, braucht ein Entwicklungskonzept. Innerhalb eines Jahres soll es fertig sein.
Von Helga Brandl

Bürgermeister Markus Müller und die Verantwortlichen im Rathaus bei der Besprechung des Fahrplans für das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK mit Dr. Emil und Christina Lehner (re.) vom beauftragten Büro SHL Foto: Helga Brandl
Bürgermeister Markus Müller und die Verantwortlichen im Rathaus bei der Besprechung des Fahrplans für das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ISEK mit Dr. Emil und Christina Lehner (re.) vom beauftragten Büro SHL Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Damit die Marktgemeinde auch in Zukunft Mittel aus dem Topf der Städtebauförderung bekommt, forderte die Regierung der Oberpfalz als zuständige Förderstelle die Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK).

Nach der Ausschreibung und einem Auswahlverfahren wurde in der Septembersitzung des Marktgemeinderates der Auftrag dafür an das Büro SHL in Weiden vergeben. Dieser Tage nun waren die SHL-Chefs Dr. Emil Lehner und Dipl.-Ing. Christina Lehner im Neukirchener Rathaus, um mit Bürgermeister Markus Müller den weiteren Fahrplan zu besprechen. Mit dabei waren Geschäftsleiter Peter Staudacher, Kämmerin Alexandra Hacker sowie Christian Obermeier, der im Rathaus für Bauangelegenheiten und Liegenschaften zuständig ist.

Nach dem Abstecken der Rahmenbedingungen wurden die grundsätzliche Vorgehensweise und die markanten „Projektmeilensteine“ besprochen. Von den Planern wurden die erforderlichen Unterlagen für die Bestandsaufnahme angesprochen: Katasterkarten, Flächennutzungs- und Bebauungspläne, bisherige Gutachten und Fachplanungen wie beispielsweise das Hochwasserschutzkonzept von Prof. Rudolf Metzka.

Strukturiert und zielgerichtet

Zusammen mit Vertretern des Marktrates und der Verwaltung geht es dann an die Öffentlichkeitsbeteiligung. Je nach Themenstellung ist der Kreis der Beteiligten offen, soll aber immer so gefasst sein, dass strukturiert und zielgerichtet gearbeitet werden kann.

Markus Müller sprach die für die Marktgemeinde neben dem Hochwasserschutz besonders wichtigen Themenfelder Innenortsentwicklung mit Nahversorgung, Leerstandsmanagement und demografischen Wandel ebenso an wie die Themen Städtebau, Verkehr, Wirtschaft, Tourismus, Marketing, Soziales und Kultur.

Gestartet werden soll mit einer Bestandsaufnahme, die sowohl fachlich durch die Stadtplaner bei Ortsbegehungen als auch durch die Vorbereitung eines Haushaltsfragebogens erfolgen soll. Weil die künftige Entwicklung nicht nur für die unmittelbaren Bewohner des Marktkerns wichtig ist, lag der Gesprächsrunde besonders am Herzen, dass jeder Haushalt in der Marktgemeinde einen solchen Bogen zugeschickt bekommt. Auf diesem werden nicht nur vorgegebene Fragen gestellt, sondern es gibt ausreichend Raum für Anregungen, Kritik und Ideen. Dies ist für Mitte Februar/Anfang März geplant. Daraus werden erste Ziele und Maßnahmen mit der Entwicklung eines Leitbildes abgeleitet. Dem schließen sich im Frühjahr Infoveranstaltungen an, bei denen die verschiedenen Themenschwerpunkte diskutiert werden.

Weiterverarbeitet und verdichtet werden sollen die Erkenntnisse dann in Sitzungen einer noch zu gründenden Lenkungsgruppe. Im Sommer werden die Ergebnisse zusammengefasst, soweit erforderlich mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt und schließlich dem Marktgemeinderat zum Beschluss vorgelegt.

Projekte schon 2020 angehen

Innerhalb eines Jahres soll das gesamte Konzept fertig sein. Dabei ist es dem Bürgermeister ein Anliegen, dass gegebenenfalls einzelne Maßnahmen, die sich im laufenden Prozess abzeichnen, schon im Jahr 2020 planerisch angegangen und wenn möglich mit entsprechend hoher Förderung in die Umsetzung gehen werden. Zudem soll der Marktgemeinderat laufend über die ISEK-Entwicklung informiert werden und alle Fraktionen sollen in den jeweiligen Gremien mitarbeiten. Konkret wurde als erster Termin für eine Sitzung mit den Fraktionssprechern der 16. Januar festgelegt, bei dem der bis dahin erarbeitete Entwurf des Fragebogens besprochen und Termine für die Ortsbegehungen eruiert werden.

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