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Kommunalpolitik

Franz Piendl kandidiert wieder

Nach zwei Amtszeiten stellt sich Rundings Bürgermeister erneut zur Wahl. Er sieht seine Gemeinde „bestens aufgestellt“.
von Hans Schmelber

Die Kandidatinnen und Kandidaten mit Bürgermeister Franz Piendl (vorne Mi.) und MdL Dr. Gerhard Hopp (r.) Foto: Hans Schmelber
Die Kandidatinnen und Kandidaten mit Bürgermeister Franz Piendl (vorne Mi.) und MdL Dr. Gerhard Hopp (r.) Foto: Hans Schmelber

Runding.„Ich könnte sagen, ich mache Schluss. Ich habe Schulden zu Vermögen gemacht und trotzdem noch viel investiert. Wir haben in Runding alles, was eine Gemeinde braucht. Aber nein, das bin ich nicht. Ich möchte weitermachen. Ich habe bereits im Burgboten geschrieben, dass ich nicht mehr berufstätig bin und habe die Zeit, die man braucht“, sagte am Schluss der Nominierungsversammlung Bürgermeister Franz Piendl, der von den 31 Wahlberechtigten im Gasthaus Kolbeck am Sonntagabend wieder einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde.

Vor Piendls Rückblick fotografierte Heidi Klein alle Listenkandidaten. Der sehr beeindruckende und umfangreiche Bericht oder die Bilanz, wie der Bürgermeister es ausdrückte, begann 2008 mit seiner ersten Amtszeit und endete mit einem Ausblick auf 2020. Dazwischen gab es jede Menge Aktivitäten, wie schnelles Internet 2009 für Runding und Rieding, Turnhallensanierung 2010, Kanalisation in Satzdorf, Langwitz, Göttling sowie Wasserleitung für Fuchsenhöhle, der 2012 der Kanalbau folgte. „2013 haben wir sehr gespart, denn die Schulden waren sehr hoch“, so Piendl. Trotzdem erfolgten 2014 der Neubau der Kinderkrippe und die Kläranlagensanierung. 2015 erfolgte die Umrüstung der Feuerwehr auf Digitalfunk, ein Lader für den Bauhof wurde angeschafft, die Stockbahnen wurden asphaltiert. 2016 erfolgten der Kauf einer Brandschutzmeldeanlage für die Schule und eines Busses, die Anschaffung von Anhänger und Bagger für den Bauhof. Ein Regenrückhaltebecken stand 2017 auf dem Plan.

Das Jahr mit den meisten Investitionen war 2018: Lkw, Streuer und Schneepflug gut 178 000 Euro, Verbindungsstraße Eschenweg 141 000 Euro, Wasserleitung Runding bis Breitensteinmühle 200 000 Euro, DSL-Aufrüstung 224 000 Euro, Erschließung Baugebiet Schietanger 375 000 Euro, Straße Satzdorf nach Langwitz 676 000 Euro und noch etliche kleinere Baumaßnahmen. 2018 gab es aber auch mit fast 1,9 Millionen Euro die höchsten Gewerbesteuereinnahmen.

Runding hat Pro-Kopf-Guthaben

Rund 600 000 Euro kostete 2019 bis jetzt das Rathaus, das neu gebaut wurde und man deshalb auch nicht in das KIP-Programm aufgenommen wurde. Als überaus positiv sah Piendl die 13 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen von 2008 bis jetzt. Er erwähnte auch, dass Runding ein staatlich anerkannter Erholungsort geworden ist, und der Tourismus damit eine weitere Einnahmequelle ist. Weiter sprach er die Vereine, die Burgruine, die Infrastruktur und die 900-Jahr-Feier an.

Stolz präsentierte er die finanzielle Situation der Gemeinde. Der Schuldenstand zu Beginn seiner Amtszeit betrug 2 590 000 Euro, zum Ende 2019 liegt er bei 1 276 000 Euro. Das seien aber Darlehnsschulden, die wegen bestehender Verträge nicht gekündigt oder vorzeitig zurückbezahlt werden können. Der aktuelle Kontostand der Gemeinde beträgt zum 26. November 3 089 294,09 Euro im Plus. „Wer mitgerechnet hat“, so der Bürgermeister, „kommt also auf ein Guthaben in Höhe von über 1,8 Millionen Euro. Das war noch nie da“, so sein Kommentar dazu und der Hinweis, dass die über 600 000 Euro für den Rathausneubau schon bezahlt sind. In Runding gebe es also keine Pro-Kopf-Verschuldung, sondern ein Pro-Kopf-Guthaben.

Piendl sieht diese äußerst positive finanzielle Lage als Erfolg der Bürger und vor allem der ortsansässigen Unternehmen und tüchtigen Geschäftsleute. „Ich werde von meinen Bürgermeisterkollegen beneidet“, fügte er an. „Ich behaupte, wir sind für die Zukunft bestens gerüstet, gut aufgestellt und sind einfach gut dabei“, sagte er.

28 Bewerber auf der Liste

Auf der Liste zur Wahl der Gemeinderäte standen 28 Bewerber, darunter vier Frauen. Die Sammelabstimmung für diese erfolgte mit 31 Ja-Stimmen. Als Ersatzleute wurden Günther Mühlbauer, Runding, und Florian Piendl, Rieding, gewählt. Beauftragte für den Wahlvorschlag wurden Altbürgermeister Willi Hastreiter und Clement Mühlbauer.

MdL Dr. Gerhard Hopp, auch Gemeindebürger, versicherte, Runding zähle zu den Top-Gemeinden im Landkreis. „In Runding ist alles da, und die ganz Gemeinde mit allen Ortsteilen zeichnet sich durch guten Zusammenhalt aus“, so Hopp und lobte das strategische Denken und Handeln des Bürgermeisters und des Gemeinderates. „Runding ist eine gute Adresse auch für neue Bürger“, legte er nach.

Das letzte Wort hatte Franz Piendl. „Wir machen ein sauberes Wahlprogramm für eine erfolgreiche Politik, die bei jedermann ankommt, sagte er zum Ende der Versammlung und nahm nochmals Bezug auf seine Nominierung: „Einen erfolgreichen Bürgermeister soll man nicht abwählen.“

Kandidatenliste

  • Plätze 1 bis 14:

    1. Piendl Franz, Rieding; 2. Griesbeck Markus, Runding; 3. Mühlbauer Josef, Runding; 4. Bauer Stefan, Perwolfing; 5. Greil Sebastian, Runding; 6. Schmuderer Sven, Runding; 7. Jobst Hubert, Garten; 8. Bauer Xaver, Runding; 9. Vachal Markus, Runding; 10. Schauber Thomas, Runding; 11. Rädlinger Elisabeth, Garten; 12. Klingseisen Alois, Runding; 13. Wittmann Alois, Runding; 14. Premm-Götz Mathias, Niederrunding

  • Plätze 15 bis 28:

    15. Mühlbauer Florian, Garten; 16. Steinbrenner Theresia, Runding; 17. Bräu Karl, Lufling; 18. Pöschl Michael, Maiberg; 19. Sponfeldner Engelbert junior, Lufling; 20. Meier Josef, Lufling; 21. Vogl Andreas, Steinmühle; 22. Althammer Carlo, Raindorf; 23. Reiner Stefan, Raindorf; 24. Amberger Christian, Göttling; 25. Bauer Christine, Göttling; 26. Baudrexl Johann, Perwolfing; 27. Bauer Andreas, Niederrunding; 28. Hastreiter Karin, Niederrunding (fsh)

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