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Tierpark

Fratzen beim Fest

Kinder und Eltern höhlten Kürbisse aus.
VonMaria Frisch

Nach einer kurzen Überlegungsphase höhlten die Beteiligten Kürbisse aus und schnitzten ihnen Augen, Nase und Mund.  Foto: Frisch
Nach einer kurzen Überlegungsphase höhlten die Beteiligten Kürbisse aus und schnitzten ihnen Augen, Nase und Mund. Foto: Frisch

Lohberg.Wechselnde Witterungsbedingungen, farbiges Laub und die Ernte vieler Früchte und Gemüsesorten sind unter anderem typisch für den Herbst. Im Bayerwald-Tierpark wurden am Sonntag zwei Themen dieser Jahreszeit besonders in den Fokus gestellt, nämlich die Kürbisse und die Igel, die momentan auf der Suche nach einem Winterquartier sind. Nebenbei konnten sich die Besucher viele Tipps aus der Ecke „Kulinarisches aus Kürbis“ holen. Immer gut gefüllt war die Bastelstube, die fortlaufend Eulen und Fliegenpilz-Laternen verließen.

Kiosk-Betreiber Thorsten Begerl war schon vor einigen Jahren der Ideengeber, Kürbisse zu schnitzen. Er besorgte auch heuer im Vorfeld zwei Dutzend Exemplare des gewichtigen Gemüses. Die kleinen Aktionskünstler durften sich aus der Sammlung der stattlichen Früchte ihren Favoriten aussuchen. Das Hantieren mit den scharfen Schneidwerkzeugen war aber ausschließlich Elternsache. Beim Aushöhlen der „Panzerbeeren“, wie sie botanisch eingeordnet werden, gingen dann wieder die Buben und Mädchen zur Hand. Das Auslöffeln des Fruchtfleisches, das ganze Wannen füllte, entpuppte sich als zeitaufwändig und so mancher kam dabei regelrecht ins Schwitzen. Koch Thorsten Begerl bereitete aus dem „Innenleben“ der Riesenknollen eine äußerst schmackhafte Kürbissuppe zu, die nach getaner Arbeit eine wahre Wohltat war. Die leckere Verkostung wurde im großen Suppentopf warm gehalten. Unmittelbar neben der Essensausgabe „grinsten“ die geschnitzten und beleuchteten Kürbisköpfe. Alle kleinen Künstler waren mit ihrem Werk, Marke Eigenbau, zufrieden, zumal sie die orangen Fratzen mit nach Hause nehmen durften. Sicherlich werden die Kerzen in den Kolossen noch oft entzündet und schauriges Licht verbreiten.

Eine Anleitung dazu, was sich aus Kürbissen alles zubereiten lässt, gab Ulrike Huber mit ihrem kulinarischen Stand. Dort gab es auch Kostproben ihres selbst gebackenen Kürbisbrotes und der leckeren Kürbismarmelade, sowie die Rezepte dazu. Birgit Götz aus Cham, die gerne bei den Helferdiensten mitwirkt, hatte Igelplätzchen und Igelfiguren aus Quark-Ölteig gebacken.

Tierärztin Claudia Schuh informierte die Buben und Mädchen auf Anfrage über die Eigenschaften von lebendigen Stachelträgern, die hin und wieder mit zu wenig Gewicht aufgefunden werden. „Igel fühlen sich besonders in naturnahen Gärten wohl“, betont Claudia Schuh bei jeder Gelegenheit. Am liebsten haben sie natürlich Hecken, wo sie sich gut verstecken können. Auf chemische Pflanzenschutzmittel sollte der Tierfreund verzichten, wenn er Igeln eine Behausung in seinem grünen Reich bieten will. (kfl)

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