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Entwicklung

Frauen in die Politik bringen

Barbara Haimerl (CSU) besuchte Kongress in München.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (re.) und CSU-Bürgermeisterkandidatin Barbara Haimerl Foto: Haimerl
Landtagspräsidentin Ilse Aigner (re.) und CSU-Bürgermeisterkandidatin Barbara Haimerl Foto: Haimerl

Wald.„Mehr Frauen in die Parlamente“, das war die Botschaft von Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei einem überparteilichen Kongress, zu dem auch Bürgermeisterkandidatin Barbara Haimerl eine Einladung erhalten hatte. Mehr als 300 Frauen diskutierten mit erfolgreichen Frauen aus Politik und Wirtschaft, warum trotz der Stärken der Frauen immer noch so wenige in den Parlamenten sitzen.

„Wir müssen mutiger sein und mehr in die Parlamente kommen“: Mit diesem Appell eröffnete die Landtagspräsidentin den Kongress „Frauen in Parlamente – FiP!“ im Landtag. Frauen aus der Politik und Wirtschaft berichteten von ihren Erfahrungen im Arbeitsalltag und diskutierten, wie der Anteil weiblicher Mandatsträgerinnen auf allen Ebenen gesteigert werden könnte. Nicht einmal jedes zehnte Rathaus in Bayern wird von einer Frau geleitet. In fünf der 71 Landratsämter haben Frauen das Sagen, und nur 186 Bürgermeisterinnen sind für das Wohl ihrer Gemeinde verantwortlich. Gerade in Kommunalparlamenten sind Frauen unterrepräsentiert, Kommunalpolitik ist nach wie vor eine Männerdomäne, auch wenn der Anteil der Frauen zunimmt.

Nach den bayerischen Kommunalwahlen 1996 lag er bei 2,2 Prozent, 2002 bei 3,9 Prozent, 2008 bei 5,9 Prozent und 2014 bei knapp neun Prozent.

„Engagement kann man nicht verordnen, aber möglich machen: Mit Kinderbetreuung, Homeoffice und den Themen und dem Ton, die Frauen in der Politik ansprechen“, sagte Aigner. Um die Vereinbarkeit von Familie und Politik zu erleichtern, könne beispielsweise der Aufwand für die Kinderbetreuung während Sitzungen erstattet werden.

Brigitta Brunner, Ministerialdirektorin des Staatsministeriums für Bau und Verkehr, betonte, Frauen müssten sich gegen Rollenklischees behaupten. Was ebenso wichtig sei: Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und Mut, nicht perfekt sein zu wollen: „Keiner wird in eine Führungsrolle hineingeboren. Es ist ein permanenter Prozess und eine Aufgabe, der man sich jeden Tag aufs Neue stellen muss.“

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