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Fasching

Frauen lassen es krachen

Frauenbund organisiert Einstieg in die fünfte Jahreszeit. Kostümierte Gruppen kamen aus zahlreichen Gemeinden angereist.
Von Werner Weiß

 Die goldenen 20er Jahre sind zurück. Foto: Weiß
Die goldenen 20er Jahre sind zurück. Foto: Weiß

Pemfling.Mit einem zauberhaften Weiberfasching im Gasthaus Moro ist am Mittwochabend die fünfte Jahreszeit in Pemfling angebrochen. Der Katholische Frauenbund Pemfling hatte zu dieser närrischen Veranstaltung geladen.

Eine Verlosung, Sketche, eine Gymnastikstunde sowie zu fortgeschrittener Stunde eine Maskenprämierung waren Garanten für einen kurzweiligen Abend. Die Vorsitzende Michaela Göttlinger freute sich über die vielen Gäste aus nah und fern und hieß alle willkommen. Von Anfang an sorgte das Duo „Woast scho“ mit fetzigen Songs und Hits für eine bombastische Stimmung im Morosaal. Eine ständig volle Tanzfläche war der Beweis dafür.

Die Meerjungfrauen warten darauf, ihre Netze auszuwerfen. Foto: Weiß
Die Meerjungfrauen warten darauf, ihre Netze auszuwerfen. Foto: Weiß

Bei einem Blick durch die Reihen fielen einen Meerjungfrauen mit ihren klitzernden Perücken und den „Netzkleidern“ sofort ins Auge. Selbstverständlich war auch die Strafanstalt aus Straubing mit einigen zu lebenslanger Haft verurteilten Häftlingen mit ihrem Gefängniswärter vertreten, der auch für Ruhe und Ordnung sorgte. Selbst der Anführer der berüchtigten Panzerknackerbande fand den Weg in den Morosaal.

Augenweide in Nostalgie

Hippies und Gärtnerin friedlich vereint. Foto: Weiß
Hippies und Gärtnerin friedlich vereint. Foto: Weiß

Eine Augenweide war auch eine Gruppe in nostalgischen Kostümen. Sie präsentierten sehr typisch die 20iger Jahre. Mit Schiefertafeln zeigten sie den Maschkerern wieder den Weg zurück in die ruhigeren Zeiten gegen das rasend schnelle Computerzeitalter. Dass die 60iger Jahre noch gar nicht so weit zurückliegen bewiesen zahlreiche Hippies in origineller Kleidung. Auf Wolke sieben, schwebten einige Maskierte dick eingehüllt in Watte im wahrsten Sinne des Wortes über die Tanzfläche. Dem Ideenreichtum waren keine Grenzen gesetzt. So gab sich aus Engelsdorf sogar das Sandmännchen mit seinem Gefolge ein Stelldichein. Seinen Sand streute es, wie zu vernehmen war, aber erst in den frühen Morgenstunden.

Bei den heißblütigen Mexikanern war beste Stimmung. Foto: Weiß
Bei den heißblütigen Mexikanern war beste Stimmung. Foto: Weiß

Ein Novum war in diesem Jahr jedoch das Erscheinen der „Weißen Frau“ von Pemfling. Aufgrund der Zeitumstellung hat sie ihr Erscheinen vorverlegt. Erst bei der Maskenprämierung zeigte sie ihr wahres Gesicht. Zu fortgeschrittener Stunde kündigte die Vorsitzende des Frauenbundes Pemfling, Michaela Göttlinger, den ersten Höhepunkt des Abends an. Der Sketch: „Der moderne Mann“, dargeboten in unübertrefflicher Art von Gerda Höppe, Maria Zitzelsperger-Rieß und Kati Kraus zeigte, wie man einen am alltäglichen Eheleben nicht mehr teilnehmenden Mann mittels Nudelholz und USP-Kabel updaten kann. Schade, dass man zu viel Power beim Updaten gegeben hat und somit am Ende nicht mehr der Ehemann, sondern der „Super Mario“ als neues Objekt herauskam. Selbstverständlich blieb bei dieser Darbietung kein Auge trocken.

Besuchergruppen

  • Narrenvolk:

    Der Frauenbund Grafenkirchen, Waffenbrunn, Untertraubenbach, der Frauenstammtisch Pemfling, die Singgruppe Veritas, die Theatergruppe Pemfling, alle kamen und waren ausnahmslos kostümiert. Selbst ein Besuch aus Walting nahm den weiten Weg auf sich.

  • Einlagen:

    Ein Sketch, eine Gymnastik-Vorführung und eine Tombola sorgten für Abwechslung.

Nach einer weiteren Tanzrunde kündigte Vorsitzende Michaela Göttlinger eine Gymnastikeinlage an. Katholischer Frauenbund und TSV Pemfling (Skigymnastik) hatten sich zu einem Gymnastiktanz zusammengefunden.

Die Choreografie lag in den Händen von Martina Traurig. Spritzig, variantenreich und mit einer Leichtigkeit zeigten sie unter Beifall ihre schweißtreibende Einlage. Nach der ersten Aufführung holten sich die Tänzerinnen Verstärkung aus dem Publikum.

Lose finden reißenden Absatz

Amor schwebt auf Wolke sieben. Foto: Weiß
Amor schwebt auf Wolke sieben. Foto: Weiß

Wie bereits üblich beim Frauenbund, war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Lose für die Tombola rasenden Absatz fanden, konnte man doch mit etwas Glück herrliche Preise, wie Gutscheine, leckere Torten usw. gewinnen.

Nachdem der Abend bereits weit fortgeschritten war, stand als letzte Attraktion die mit Ungeduld erwartete Maskenprämierung an. Die Jury um Vorsitzende Michaela Göttlinger hatte es sich nicht leicht gemacht. Einstimmig entschied man den ersten Preis an die „weiße Frau von Pemfling“ zu vergeben. Die weiteren Preisträger waren: Meerjungfrauen, Sandmann mit Gefolge, nostalgische Gruppe der 20iger Jahre, Sträflinge, Mexikaner, Rehe und nicht zuletzt die Hippies.

Bevor die Faschingsgaudi ihr Ende fand, wurde noch eine Polonaise durch den gesamten Tanzsaal veranstaltet.

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