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Musik

Frauen-Power und die Widerspenstigen

Die Konzerte „Going Underground“ im Bad Kötztinger Club UG1 gehen am 4. Mai in die sechste Runde – mit nads aus dem Wald.

Können Hinterhof und auch Festival: JANAJA aus Viechtach sind Freitag nächster Woche im UG 1.   Foto: bandfoto
Können Hinterhof und auch Festival: JANAJA aus Viechtach sind Freitag nächster Woche im UG 1. Foto: bandfoto

Bad Kötzting.„Zitronen Püppies“ ist angeblich die kurz-knackige sprachliche Fusion von Punk und Hippies. Gemunkelt wird allerdings auch, dass es darum ging, nicht auch noch den hundertsten bayerisch klingenden Bandnamen unter die Leute zu bringen.

Das ist der Band definitiv gelungen, der es übrigens nicht um rosa Barbiepuppen oder rehäugig-hauchende Schmollmund-Mädels geht – die Zitronen Püppies sind nämlich drei Jungs aus dem Bayerischen Wald.

Was Johannes M.Haslinger (Gitarre & Gesang), Florian Seemann (Bass & Gesang) und Alexander Lange (Schlagzeug) vorlegen, sind kompakte Pop-Rock-Songs. Und dass die Zitronen Püppies dabei ihre punkigen Anfänge nicht verleugnen – es gibt sie immerhin seit zehn Jahren – macht die Sache nur besser. Mit Sicherheit lässt sich auch noch das eine oder andere kleine Hippie-Gitarren-Riff in einem der Songs finden, auch gut, schadet überhaupt nicht, im Gegenteil. Zum Schluss noch ein persönlicher Gruß der Band: „widerspenstig, punkig, selbstironisch, gemixt mit provokanten Brüchen.

Man darf sich also auf Tonträger und auf Konzerte freuen, bei denen nicht nur Musik auf Instrumenten gemacht wird, sondern auch Texte gesungen werden. Unglaublich aber wahr. Ihre Zitronen Püppies.“ Oder: „Eine Band, die die Selbstverständlichkeit runder Popsongs anstrebt“, wie die Kollegen von der Süddeutschen Zeitung über die drei Jungs schreiben.

Elektronische Sounds und ein treibender Rhythmus bestimmen die Musik von JANAJA aus Viechtach. Aber auch drei Frauenstimmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, denn wo die eine Weite aufzeigt, bringt es die andere auf den Punkt. Ohne Umschweife, direkt und unvermittelt.

Ihre Soundwelten sind selbstbewusst und abwechslungsreich, die Sprache variantenreich. Sie abstrahieren auf Englisch, flechten fragile deutsche Poesie in ihre Texte, um sie dann in Bairisch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Seit Anfang 2015 spielen die Vier Auftritte in Clubs und Hinterhöfen, auf kleinen improvisierten Bühnen mit unterschiedlichstem Publikum.

Dass ihre Musik aber auch auf großen Bühnen funktioniert, beweisen Auftritte bei Festivals wie dem Chiemsee Summer 2016 oder dem Bavarian Beats Festival 2017 in Bad Tölz. Die Vielfalt macht für JANAJA den Reiz aus, und ihre Aufgeschlossenheit zahlt sich aus, so spielten sie bereits Supports für Musiker unterschiedlichster Genres wie LaBrassBanda, Mainfelt oder Beisser. 2016 produzierten sie in Eigenregie ihre erste EP „Ois Ansichtssach“ in limitierter Auflage.

Für die Aftershow-Party sind die Marschel Brothers themselves als DJs zuständig. Der Einlass beginnt um 21.30 Uhr.

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