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Geburtstag

Frauenbund feierte Jubiläum

Seit 60 Jahren gibt es den KDFB in Treffelstein – drei Frauen sind seit dem ersten Jahr dabei und wurden besonders geehrt.

  • Wie ein Samenkorn wächst und gedeiht, so wuchs auch in den vergangenen 60 Jahren der Frauenbund Treffelstein, das beschrieb der geistliche Beirat des KDFB Treffelstein beim Festgottesdienst. Foto: wbf
  • Sie halten seit 30 und 25 Jahren dem Verbund die Treue. Foto: wbf
  • Sie sind seit 40 und 50 Jahren im Frauenbund Treffelstein dabei. Foto: wbf
  • 35 Jahre sind diese Frauen im Frauenbund dabei. Foto: wbf

Treffelstein. Sie binden Palmbuschen, feiern gemeinsam Fasching, unternehmen Wallfahrten, bilden sich bei Vorträgen fort und laden im Advent zu Hutschaabenden ein: Mit vielen Veranstaltungen und Aktionen bereichern die Mitglieder des der Katholische Frauenbunds das religiöse und gesellschaftliche Leben in Treffelstein. Und das seit nunmehr 60 Jahren.

Dieses Jubiläum hat der KDFB am Sonntag zusammen mit seinen Mitgliedern und Ehrengästen gefeiert: Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt im Pfarrheim, bei dem langjährige Mitglieder geehrt wurden. Sie bekamen Blumen, Urkunden und Anstecknadeln. Drei Frauen, die dem KDFB schon seit seinem Bestehen die Treue halten, sind Rosa Liegl und Anna Liegl. Sie wurden als Gründungsmitglieder für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt, ebenso wie Rosa Babl, die noch im selben Jahr dem Frauenbund beigetreten war.

Ein junger Verein trotz der 60

In einem Kirchenzug zogen die Frauenbundmitglieder – angeführt vom Vorstandsteam – zum Gotteshaus, wo Pfarrer der Geistliche Beirat Pfarrer Albert Hölzl in Konzelebration mit Pater Dr. Jakob Seitz, Geistlicher Diözesanbeirat, den Festgottesdienst hielt. Pfarrer Hölzl sagte, dass der Frauenbund trotz seiner 60 Jahre ein junger, moderner und ein für Frauen jeden Alters attraktiver Verein sei. Im Laufe der vergangenen sechs Jahrzehnte hätten viele Frauen das Leben in der Pfarrei mitgestaltet. Dafür dankte Hölzl.

Ehrungen

  • 25 Jahre:

    Ernestine Mosch, Rosa Schneider, Berta Dietl, Renate Heumann, Silvia Spichtinger.

  • 30 Jahre:

    Maria Böller, Marianne Bindl, Christa Bucher, Gislinde Krolikowski, Christine Wallner, Hilde Winter, Agnes Paulus, Rosa Stigler, Rita Bindl, Waltraud Dietl, Irmgard Hofmann, Gisela Killermann, Maria Liegl, Mina Schottenheim, Maria Schwarz, Gerlinde Wallner.

  • 35 Jahre:

    Anna Bock, Frieda Dirscherl, Maria Dorr, Maria Ederer, Veronika Ederer, Hannelore Frech, Inge Guldan, Gerlinde Häusler, Therese Hutter, Anna Krapfl, Elisabeth Liegl, Edeltraud Lodisch, Renate Maier, Hildegard Plach, Marianne Preißer, Frieda Schwarzfischer, Waltraud Simon, Franziska Spichtinger, Hildegard Emmer, Rosi Wallner.

  • 40 Jahre:

    Heidi Bindl, Lieselotte Bindl, Maria Hutter, Auguste Meier, Dora Emmer, Erika Liegl, Monika Precht, Klara Wutz, Maria Babl.

  • 50 Jahre:

    Edith Dirscherl, Margarete Betz, Johanna Stocker.

  • 60 Jahre:

    Rosa Babl, Rosa Liegl und Anna Liegl (beide Gründungsmitglieder).

Nach dem Gottesdienst marschierte der Jubelverein ins Pfarrheim. Es folgten Festansprachen, ein Rückblick auf 60 Jahre Frauenbund und Ehrungen. Das Vorstandsteam – Renate Heumann, Renate Liegl und Silvia Spichtinger – erinnerten an die Gründung am 24. März 1958. Dies sei eine mutige Entscheidung der 58 Gründungsmitglieder gewesen. Immerhin war der Treffelsteiner Zweigverein erst der vierte Frauenbund im Bezirk Cham. Ziel war es, Bildungs- und Lebensbedingungen für Frauen zu verbessern. Silvia Spichtinger las dazu das Protokoll der Gründungsversammlung vor. Um den neu gegründeten Verein mit Leben zu erfüllen, ließen sich die Vorstände über die Jahre hinweg zahlreiche Aktivitäten einfallen: Vorträge, Wallfahrten und vieles mehr. Fest zum Jahresprogramm gehören die Faschingskranzl.

100 Mitglieder sind dabei

So manches Frauenbundmitglied habe sich dabei als grandiose Theaterspielerin entpuppt. Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Karl Fischer hatte einmal gesagt: „Ich hätte nie gedacht, dass die Frauen aus Treffelstein so lustig sein können.“ Es habe aber auch Zeiten gegeben, in denen es nicht so gut gelaufen sei; Mitglieder traten aus, Neuzugänge gab es keine. Dies sei aber kein Grund zum Aufgeben gewesen. Beim 20-jährigen Bestehen des KDFB wurde die Vereinsfahne gesegnet. Die meisten Mitglieder zählte der Ortsverein im Jahr 1981: 162 Frauen gehörten dem KDFB Treffelstein an; heute sind es rund 100.

Den Reigen der Grußworte eröffnete Pater Dr. Jakob Seitz. Er hob die Aktivitäten des Treffelsteiner Frauenbunds hervor. Wichtige Aufgaben des Vereins seien die Vernetzung von Frauen unterschiedlichen Alters, die Anliegen von Frauen in Gesellschaft und Kirche zu vertreten, soziales und karitatives Engagement sowie Traditions- und Brauchtumspflege. Der Frauenbund habe sowohl einen religiösen als auch einen politischen Auftrag. Zusammen mit den anderen Ortsvereinen bilde der Treffelsteiner KDFB ein großes Netzwerk. „Danke, dass Sie seit 60 Jahren dieses Netz mitknüpfen“, sagte Seitz. Stellvertretend für die Diözesanvorstandschaft dankte er dafür dem Vorstandsteam und überreichte ein Geldpräsent. An seinem Ehrentag überreichte der Frauenbund wiederrum eine Geldspende an Seitz für den Fond „Frauen helfen Frauen in Not“.

Bezirksvorsitzende Jolande Rappert meinte: „Ohne Frauenbund wäre vieles anders!“ Wichtig sei es, dass es Frauen gibt, die auch in unserer Zeit bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sich gegenseitig stärken und stützen, tue gut. Es sei zudem ein christlicher Auftrag aufeinander zuzugehen, betonte sie. Geistlicher Beirat Pfarrer Albert Hölzl sagte, dass sich Menschen angesprochen fühlen müssen, um sich einzubringen. Der KDFB Treffelstein verstehe es seit 60 Jahren gut, Frauen für die gemeinsame Sache zu gewinnen. So habe sich seit der Gründung im Jahr 1958 eine solide Gemeinschaft entwickelt, die auch in Zukunft Bestand haben werde. Bürgermeister Helmut Heumann lobte die gute, überzeugende und vertrauensvolle Arbeit, die der Treffelsteiner KDFB-Zweigverein leiste. „Der Frauenbund ist Motor und Triebfeder des Pfarrlebens“, sagte er. (wbf)

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