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Reaktion

Freie Wähler sagen Wahlkampfabschluss ab

Vorsitzender Siegfried Wagner und Bürgermeister-Kandidat Wolfgang Kürzinger betonen: Gesundheit ist wichtiger als Politik.

Wegen des Corona-Virus haben die Freien Wähler rund um Siegfried Wagner (Mitte), Wolfgang Kürzinger (Zweiter von rechts) sowie (von links) Gaby Bauer, Walter Urban und Angelina Vogl ihre Abschlussveranstaltung abgesagt.  Foto: Schoplocher
Wegen des Corona-Virus haben die Freien Wähler rund um Siegfried Wagner (Mitte), Wolfgang Kürzinger (Zweiter von rechts) sowie (von links) Gaby Bauer, Walter Urban und Angelina Vogl ihre Abschlussveranstaltung abgesagt. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Letztlich ist den Verantwortlichen die Entscheidung leicht gefallen: „Gesundheit steht über Politik“, betonte Freie Wähler-Ortsvorsitzender Siegfried Wagner bei einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch gestern Nachmittag. Wegen der Sorge rund um das Corona-Virus fällt der für Mittwoch geplante Wahlkampf-Abschluss der Gruppierungen im Gaubaldhaus aus.

Grund ist neben aller Vorsicht auch eine mögliche Verbindung zwischen den Infizierten in Pemfling und Waldmünchen. „Die Verdachtsfälle werden mehr, akuter und kommen näher“, sagte Wagner. Die Gesundheit der Bürger und Kandidaten sei wichtiger, als noch einmal eine Plattform zu haben.

Gerade einmal eine Stunde habe der Rundruf gestern Mittag zwischen allen Gruppierungen (Freie Wähler, Parteifreie Wähler Land und Junge Wähler) gedauert, ehe die Absage feststand. „Der einzig sinnvolle Weg“, unterstrich Siegfried Wagner.

„Schade, es wäre sicher eine schöne Veranstaltung geworden“, unterstrich Bürgermeister-Kandidat Wolfgang Kürzinger, „wir haben uns alle schon gefreut“. Wie Siegfried Wagner tue es ihm um die Kandidaten ein wenig leid, schließlich sei der Abend im Gaubaldhaus auch als Dankeschön mit Bier und Leberkäs’ gedacht gewesen. „Die haben alle super mitgezogen“, schwärmte der 47-Jährige. „Aber das holen wird nach!“.

Kürzinger ist wichtig, dass die Entscheidung pro Absage jetzt nicht als Hysterie gewertet wird. Vielmehr halte man sich an die Empfehlungen, nicht zuletzt auch von Landrat Franz Löffler. „Das ist unser Beitrag, die Ausbreitung vielleicht zu verlangsamen, aufhalten werden wir das Virus nicht können“, erklärte er die Schutzmaßnahme – denn genau die sei es. Und die sei wichtiger als Wahlwerbung, stellte auch er heraus. Es sei sicher sinnvoll, den Ratschlag, der Briefwahl den Vorzug zu geben, fügte er in dem Zusammenhang an.

Von der Situationsanalyse auch betroffen ist die Wahlveranstaltung am heutigen Dienstag in Sinzendorf. „Da sind wir konsequent.“ (ps)

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