MyMz
Anzeige

Politik

Freie Wähler sind fit für die Zukunft

Beim Wahlkampf-Abschluss der Stadtrats- und Kreistagslisten „schießen“ die Freien Wähler gegen die Rodinger CSU zurück.
Von Thomas Mühlbauer

Die Freien Wähler waren angriffslustig beim Wahlkampf-Abschluss in der Rodinger Stadthalle (von links): Max Schmaderer, Alexandra Riedl, Julian Preidl, Dr. Reinhold Schoierer, Hans Kraus und Alfred WittmannFoto: Schoierer
Die Freien Wähler waren angriffslustig beim Wahlkampf-Abschluss in der Rodinger Stadthalle (von links): Max Schmaderer, Alexandra Riedl, Julian Preidl, Dr. Reinhold Schoierer, Hans Kraus und Alfred WittmannFoto: Schoierer

Roding.Vor zahlreichen Gästen haben die Freien Wähler am Montagabend ihren Wahlkampf beendet. Bürgermeisterkandidatin Alexandra Riedl hieß hierzu vor allem Kreisvorsitzenden Hans Kraus, Landratskandidat Julian Preidl und sowie die Kandidaten der Listen für den Stadt- und Kreistag in der Rodinger Stadthalle willkommen. Ein besonderer Gruß galt Altbürgermeister Eduard Bäumel.

Zwischen den politischen Themen sorgten bayerische Musik und Gstanzl für Abwechslung. Wie Riedl zu Beginn sagte, habe man bei allen Veranstaltungen großes Interesse an der Politik spüren können, denn die Bürger möchten wieder mitbestimmen. „Wir Rodinger Freie Wähler werben weniger als andere Parteien“, so Riedl. Den man könne auch mit einem Flyer das aussagen, was andere mit zahlreichen Flyern machen.

„Vorwürfe sind falsch“

Bürgermeisterkandidatin Alexandra Riedl blickte auf den Wahlkampf zurück und nannte wichtige Themen.  Foto: Mühlbauer
Bürgermeisterkandidatin Alexandra Riedl blickte auf den Wahlkampf zurück und nannte wichtige Themen. Foto: Mühlbauer

Die Freien Wähler möchten die Bürger von den eigenen Ideen überzeugen, deswegen muss man ihnen nicht jeden Tag nah sein. „Wir stehen für unsere Bürger ein – ohne Fraktionszwang“, sagte die Bürgermeisterkandidatin. So hätten die Freien Wähler einen kurzen, aber fairen Wahlkampf geführt – ohne böse Worte gegenüber Bürgermeister Franz Reichold oder dem Landrat zu verteilen. „Wir haben es nicht nötig, andere schlecht zu machen. Die erhobenen Vorwürfe sind falsch“, betonte Alexandra Riedl.

Kommunalwahl

Sie bewegt die kleinen und großen Dinge

Die 32-jährige Alexandra Riedl tritt im März für die Freien Wähler an, um künftig die Geschicke der Stadt Roding zu lenken.

Fraktionssprecher Dr. Reinhold Schoierer bezeichnete die eigene Partei als Aktivposten im Stadtrat, die mit den Vorschlägen die Politik in Roding maßgeblich mit vorangebracht habe. „Unsere Politik ist nach vorne ausgerichtet“, so Schoierer. Auf allen Positionen und Listen habe man Kandidaten mit Sachkompetenz. Man möchte auch in Zukunft der Garant für eine erfolgreiche Finanzpolitik sein. „Unsere neue Bürgermeisterin braucht eine starke Fraktion, um die Ziele für Roding zu verwirklichen“, appellierte Schoierer bei der Wahl das Kreuz richtig zu setzen.

3. Bürgermeister Alfred Wittmann holte dann zu einem Rundumschlag aus. „Dass Roding so gut dasteht, ist der Verdienst von den beiden Bürgermeistern Bäumel und Reichold. Sie haben aus Roding das gemacht, was es heute ist, nämlich eine blühende Stadt“, so Wittmann. Deswegen bezeichnete er es als fragwürdig, wenn nun die Rede vom Bruch mit der Ära Reichold sei. Und dann wurde Wittmann deutlich: „Gerade der CSU-Ortsvorsitzende Dr. Michael Jobst, der den damaligen Bürgermeisterkandidaten Didi Schleich öffentlich herabgewürdigt hat, traut sich, die Freien Wähler anzugreifen. Wenn das das Demokratieverständnis der CSU ist, dann habe ich dafür kein Verständnis.“

Als noch schlimmer bezeichnete er die Tatsache, dass sich CSU-Bürgermeisterkandidat Rainer Gleixner auf das gleiche Niveau begebe, wenn er wie jüngst beim Wahlkampf-Abschluss der Kreis-CSU sage, dass die junge Generation durch Respektlosigkeit auffalle. Vor allem ärgerte sich Wittmann darüber, dass die CSU bislang zu den Vorwürfen nie Ross und Reiter genannt habe. „Für mich ist das eine Unverschämtheit“, so Wittmann.

Krankenhaus und Bad-Debatte

Kurz ging er auf weitere Themen ein, ehe man wieder merkte, wie sehr es in Wittmann brodelte. Zum Thema Krankenhaus, das bei der Veranstaltung der Kreis-CSU am vergangenen Donnerstag angesprochen worden ist, meinte er: „Da traut sich MdB Karl Holmeier sagen, dass man auf die Erfolge der Krankenhausentwicklung aufbauen kann. Diese Aussage ist an Hohn nicht zu überbieten für die Rodinger.“ Gleichzeitig stellte er die Gegenfrage: „Wo war hier Rodings CSU, die hätte doch aufschreien müssen?“

Auch das Thema Ganzjahresbad kam zur Sprache, das Wittmann als Hau-Ruck-Aktion des Bürgermeisters bezeichnete. „Die CSU schafft es normal, in zwölf Sitzungen nie komplett zu sein, doch wenn es um eine solche Entscheidung geht, da sind sie plötzlich alle da, um die Mehrheit zu verteidigen“, legte Wittmann nach.

Am Ende ließ Bürgermeisterkandidatin Riedl den Wahlkampf Revue passieren. Auch ihr war es ein Anliegen, etwas in Richtung Dr. Jobst, der bei der CSU-Jahresversammlung Kritik am Wahlkampf-Ton geübt und sich mehr Respekt vor der Lebensleistung anderer gewünscht hatte, loszuwerden: „Ich finde es respektlos, wenn sich jemand hinstellt und eine solche Aussage trifft, der nicht mal auf der Podiumsdiskussion oder auf einer meiner Veranstaltungen gewesen ist.“

Themen aus dem Landkreis

  • Kreistag:

    Schorndorfs Bürgermeister Max Schmaderer stellte nach einer kurzen Pause, die von Hochzeitslader „Fips“ alias Christian Bräu gestaltet wurde, die Themen aus dem Kreistag vor. „Uns geht es gut, wir sind ein wachsender Landkreis“, so Schmaderer. Auch in Zukunft könne der Landkreis nur so stark sein, wie seine Städte und Gemeinden. „Nur zusammen geht es“, betonte er. Auch Bürgermeister der Freien Wähler könnten eine erfolgreiche Politik gestalten, denn sie würden ihr Handwerk verstehen. Es könne nie schaden, wenn man für politische Ämter Vorkenntnisse habe.
    „Ich bin erstaunt, was in Roding alles im Wahlkampf auf die Beine gestellt wurde. Wir haben im Landkreis viele schlaue Köpfe“, sagte der Landratskandidat. Auch für die Zukunft gelte es, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Auch die Landwirte dürfen jederzeit zu ihm kommen, so Preidl. Zur Krankenhausthematik sagte der Kandidat der Freien Wähler, dass man zukünftig auch mit Sana gut auskommen müsse und deshalb sei es wichtig, wieder an einem Strang zu ziehen. Investieren müsse man klar in die Zukunft. Die Abschluss-Worte an diesem Abend waren Hans Kraus vorbehalten. (rtn)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht