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Kommunalwahl

Freie Wähler stellen ihre Kandidaten vor

Die Bürgermeister-Bewerbung aus Oberbayern bezeichnet Vorsitzender Manfred Daiminger als „dumm und traurig“.
Von Thomas Mühlbauer

Pösings Freien Wähler nominierten am Samstagabend ihre Gemeinderatsliste.  Foto: Thomas Mühlbauer
Pösings Freien Wähler nominierten am Samstagabend ihre Gemeinderatsliste. Foto: Thomas Mühlbauer

Pösing.Es ist schon lange ein offenes Geheimnis gewesen, dass auch die Freien Wähler aus Pösing keinen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen schicken können. Endgültig bestätigt wurde dies bei der Nominierungsversammlung am Samstagabend im Gasthaus Weitzer. 26 Wahlberechtigte hat Ortsvorsitzender Manfred Daiminger willkommen geheißen. Wie Daiminger zu Beginn sagte, habe auch er bei der Suche nach Kandidaten oftmals ein Nein zu hören bekommen.

Kurz stellte er die Vorzüge in der Gemeinderatsarbeit dar, bei der die Entscheidungen meist einstimmig gefällt werden. Denn man treffe die Abstimmungen nicht für sich selbst, sondern für eine seit Jahren aufstrebende Gemeinde. „Eigentlich müsste man meinen, dass das doch eine Ehre ist, in den Gemeinderat gewählt zu werden“, meinte Daiminger.

Die Suche nach einem Bürgermeister-Kandidaten sei ein ganz anderes Thema. Zur Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters, die die Gemeinde von einem Mann aus Oberbayern erhalten hatte (wir berichteten), hat Manfred Daiminger ebenfalls eine klare Meinung: „So eine Bewerbung ist traurig und dumm – das geht nicht.“ Wie berichtete, habe der 64-jährige Pensionär vor, fünf Tage in Pösing zu bleiben und dann wieder nach Hause zu seiner Familie zurückzukehren. „Entweder bin ich da oder ich bin nicht da – dann kann ich es auch sein lassen“, stellte Daiminger klar. Eigentlich hätte man in Pösing super Leute, denen man das Amt jederzeit zutrauen könne, so Daiminger.

Die Listenplätze

  • Reihenfolge:

    1. Manfred Daiminger, 2. Susanne Plichta, 3. Rudolf Käsbauer, 4. Anton Jellen, 5. Fabian Pusl, 6. Richard Bauer, 7. Florian Weigl, 8. Mathias Jellen, 9. Dominik Daiminger, 10. Markus Amberger, 11. Angelika Neumann, 12. Wolfgang Mages, 13. Mario Jagenteufl, 14. Mecho Imsirovic, 15. Ernst Reuschl, 16. Karin Reuschl.

  • Ersatzkandidat:

    Klaus Dargel

Danach stimmte man über die vorbereitete Liste ab, die mit einer Gegenstimme angenommen wurde. Altbürgermeister Friedrich Wolf nutzte die Gelegenheit, den mahnenden Zeigefinger in Sachen Bürgermeisteramt zu heben: „Man kann nur seinen großen Respekt vor jedem äußern, der wieder auf der Liste ist und bereit ist zu kandidieren. Aber auch zukünftig sind alle 16 Kandidaten gefordert, mitzuarbeiten und die Liste zu unterstützen.“ Wolf zeigte sich überzeugt, dass durch die Mitarbeit der Freien Wähler in den vergangenen zwölf Jahren viel geschaffen worden sei, so gehe man einer guten Zukunft entgegen.

Beim Thema Bürgermeister-Kandidat hielt der Altbürgermeister, der 30 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde geleitet hat, mit seiner Meinung nicht hinter den Berg: „30 Jahre lang habe ich dafür gekämpft, dass wir als Gemeinde eigenständig bleiben – und jetzt will man das so aufgeben, da zieht es einem im wahrsten Sinne des Wortes die Füße weg.“ Wolf forderte, dass auch in Zukunft das Motto „Pösing bleibt Pösing“ gelten müssen. Noch bleibe etwas Zeit, um einen Kandidaten zu finden.

Abschließend stellte sich Julian Preidl, Landratskandidat der Freien Wähler, vor und erläuterte seine Visionen, mit denen er als junger Kandidat antritt. (rtn)

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