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Freischützen suchen einen neuen Chef

Trotz aktiven Vereinslebens und vieler Engagierter ist noch kein Nachfolger für Schützenmeister Reinhard Aschinger gefunden.

Die Jahresbesten der Riedinger Freischützen mit dem Vorsitzenden Reinhard Aschinger (l.) Foto: cmi
Die Jahresbesten der Riedinger Freischützen mit dem Vorsitzenden Reinhard Aschinger (l.) Foto: cmi

Runding.Auch wenn im ersten Anlauf die Ämter in der Führungsriege nicht besetzt werden konnten, läuft es rund beim Freischütz Rieding. Schützenmeister Reinhard Aschinger begrüßte am Samstagabend im Vereinsheim neben zahlreichen Mitgliedern die Festmutter des 50-Jährigen, Rosemarie Kiefl, Schirmherrn und Bürgermeister Franz Piendl sowie die Ehrenmitglieder Ludwig Kiefl, Josef Hiebl, Alois Speckner, Alois Vogl und Josef Meier. Der verstorbenen Mitglieder der Vergangenheit wurde in einer Schweigeminute gedacht.

Gleich zu Beginn gratulierte Aschinger den Jahresbesten zu ihren Leistungen und übereichte eine Ehrennadel. Obwohl es sie noch gar nicht solange gibt, ist die Faschingsgaudi im Schützenheim bereits eine Tradition, die keiner in Rieding missen möchte. Für die ältere Tradition des Maibaumaufstellens wurden zwei neue Verantwortliche gefunden, die Otto Spindler ablösten. 2017 wurde der von Fritz Kolbeck junior gestiftete Baum erstmals unter dem Kommando von Gerhard Hiebl und Markus Friedl aufgestellt. Finanziell beteiligt hat mach sich an der Durchführung des Schlauchbootfahrens beim Programm der Ferienfreizeit für Kinder. Im Oktober machten sich die Schützen gemeinsam mit den Mitgliedern der FFW auf den Weg nach Bamberg.

Beteiligung lässt nach

Neben all den Veranstaltungen die das Dorfleben bereichern, steht beim Freischütz der Schießsport im Vordergrund. Allerdings lasse hier die Beteiligung immer mehr nach, berichteten Schießleiter Jörg Amberger und Damenleiterin Rosemarie Kiefl. Neun Schießabende wurden durchgeführt. Die Höhepunkte der Saison waren sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen Osterhasenschießen, Karl-Beer-Gedächnisschießen,Wanderpokalschießen und Nikolausschießen. Im Mai hatten die Freischützen ihre Majestäten ermittelt. Den Titel des Schützenkönigs holte sich Daniel Kiefl. Das Liesl-Schießen gewann Heidi Meier. Abräumen konnten die Riedinger bei der Gemeindemeisterschaft. Der Freischütz beteiligte sich äußerst erfolgreich an den Rundenwettkämpfen der Breitensportliga. Im aktuellen Rundenwettkampf liegt die Riedinger Mannschaft auf dem 4. Platz.

Aus der Nachwuchsabteilung berichtete Heidi Meier. Erfreulicherweise waren durchschnittlich acht Jungschützen bei den insgesamt zehn Schießtreffen. Neben Osterhasen-, König- und Nikolausschießen waren hier die Gaudischießen besondere Highlights. Zum Jahresabschluss mit Jugendweihnachtsfeier lud man den Nachwuchs zum Pizza-Essen ins Vereinsheim. Dort hatte im Schießstand Markus Friedl 164 Walnüsse in Reih und Glied aufgehängt und zum Abschuss freigegeben. Die Nüsse hatte er zuvor in mühevoller Arbeit geknackt, entleert und mit kleinen Punktezetteln gefüllt. Diese Riesengaudi wurde ergänzt durch Gesellschaftsspiele im Gastraum.

Die Riedinger Vereinskasse ist laut Kassenwart Bernhard Hiebl immer noch stabil, muss jedoch aufgrund des eigenen Vereinsheimes einiges an Belastungen, wie Versicherungen etc., zusätzlich tragen. Die Kassenprüfer bescheinigten Hiebl einwandfrei Buchführung.

Schützenmeister Aschinger führte die gesetzmäßig vorgegebene Belehrung zum Betrieb des Schützenheimes durch, bevor er sich bei den vielen tatkräftig engagierten Schützenbrüdern und -schwestern für ihren Einsatz bedankte.

Zum Abschluss der Jahresversammlung stand die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft an, und bereits im Vorfeld hatte sich abgezeichnet, dass gerade der Posten des Vorsitzenden samt Stellvertreter nicht so einfach zu besetzten war. 21 Jahre führte Reinhard Aschinger als Schützenmeister den Verein äußerst erfolgreich und legte viel Herzblut in diese Aufgabe. Dass er nun sein Amt niederlegt, bedauern nicht nur die Mitglieder, sondern auch Bürgermeister Franz Piendl.

„Es muss weitergehen!“

Dieser hob Aschingers Verdienste nochmals hervor und appellierte an die Versammlung, dessen Entscheidung zu akzeptieren. Obwohl der Freischütz Rieding ein lebendiger Verein ist, bei dem die Arbeit auf viele Schultern verteilt ist, traute sich am Samstag keiner das Führungsamt zu. „Es muss weitergehen!“ forderte Bürgermeister Piendl.

Der Verein sei finanziell gut aufgestellt, bei der Bewirtung des Schützenheimes laufe alles rund und zudem ist der Freischütz laut Piendl die tragende Säule des Riedinger Dorflebens. Eine Auflösung des Vereins wäre sehr schmerzlich. Nach kurzen Diskussionen beendete Wahlvorstand Piendl diesen Tagespunkt ohne Ergebnis. Die aktuelle Vorstandschaft bleibt kommissarisch die nächsten vier Wochen im Amt. In Einzelgesprächen soll bis zur erneuten Mitgliederversammlung die Nachfolge von Reinhard Aschinger geklärt werden.

Nichtsdestotrotz geht es im Schießbetrieb weiter. Bereits diesen Freitag um 19.30 Uhr sind alle Mitglieder sowie Interessierte zum ersten Schießabend der Saison eingeladen. Zuvor, um 18.30 Uhr, treffen sich die Jungschützen zum Preisschießen. (cmi)

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