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Freizeitkünstler zeigen Werke in Roding

40 Hobbykünstler präsentieren im Rathaus ihre Werke. Die Platte ist mit Acryl, Pastellkreide, Aquarell und Öl breitgefächert.
Von Bastian Schreiner

Zur Eröffnung der 15. Ausstellung waren die Freizeitkünstler am Donnerstagabend nach Roding gekommen. Foto: Schreiner
Zur Eröffnung der 15. Ausstellung waren die Freizeitkünstler am Donnerstagabend nach Roding gekommen. Foto: Schreiner

Roding.Bei der Vernissage der Freizeitkünstler-Ausstellung im Rathaus hätte man durchaus den Eindruck bekommen können, dass Profis am Werk waren. Doch die Exponate stammen alle von Hobbykünstlern aus Roding und der Region. Für die 40 Teilnehmer ist die 15. Ausstellung des Kunst- und Kulturvereins die perfekte Plattform, um ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Die Teilnehmer sind unterschiedlichen Alters, kommen aus unterschiedliche Berufen und haben unterschiedliche Lebensformen“, sagte die Vorsitzende Elisabeth Ertl bei der Eröffnung am Donnerstagabend im Rodinger Rathaus. „Eines verbindet aber alle – und zwar die Liebe zur Kunst.“ Die Absicht der Künstler sei es nicht, möglichst viele Werke zu schaffen, sondern durch kreative Tätigkeit mehr Lebensqualität und damit mehr geistiges Sein zu erreichen, so Ertl. Jedes Werk sei ein Versuch, etwas von dem festzuhalten, was einem im Alltag besonders berührt – sehen, staunen, festhalten.

Ein Ort der Kommunikation

Die Exponate sind auf allen drei Stockwerken des Rathauses verteilt. Foto: Schreiner
Die Exponate sind auf allen drei Stockwerken des Rathauses verteilt. Foto: Schreiner

Kunst sei kein elitärer Luxus, sondern eine allen Menschen innewohnende Fähigkeit, der nach Ausdruck drängt. „Kunst ist zwischenmenschlich und lädt Menschen ein, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Deshalb sehe ich in einer Ausstellung einen Ort der Kommunikation“, sagte die Vorsitzende, die sich bei allen, die für das Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, bedankte. Denn schon Karl Valentin wusste: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“

Die Freizeitkünstler haben eine Vielzahl an Werken mit verschiedenen Techniken angeliefert. Die Besucher erwartet demnach ein bunter Mix mit Motiven aus Pastellkreide, Acryl, Öl, Aquarell sowie Acrylic Pouring. Ferner wurde auf die Technik Enkaustik, bei der Wachs mit Bügeleisten gekonnt verteilt wird, gesetzt. Auch Bilder, die mit einer Schablonen- und Sprühtechnik entstanden sind, seien zu sehen. Zum zweiten Mal sei die Technik des Zentangles – eine Art meditatives Zeichnen – vertreten.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die FSK Band. Foto: Schreiner
Für die musikalische Umrahmung sorgte die FSK Band. Foto: Schreiner

In den Vitrinen sind Arbeiten aus Holz, Keramik und Holz (gedrechselt, gebrannt und geschnitzt) ausgestellt. Auch Klosterarbeiten und Wolpertinger sind zu bewundern. Die FSK Band umrahmte die Vernissage musikalisch. Krissy Fox, Berny Steibl, Toby Kroll und Fred Schneider gaben Titel wie „Jailhouse Rock“, „Ring of fire“ oder „Jolene“ zum Besten. Abschließend wünschte Ertl viel Spaß und Muse beim Betrachten der Werke und zitierte mit Pablo Picasso einen der genialsten Maler: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.“

Die Verziehung der Welt

„Kunst lehrt uns das Sehen“, sagte Bürgermeister Franz Reichold. Foto: Schreiner
„Kunst lehrt uns das Sehen“, sagte Bürgermeister Franz Reichold. Foto: Schreiner

„Was ist Kunst eigentlich?“, fragte Bürgermeister Franz Reichold in seinem Grußwort. Die Antworten seien vielfältig wie vielschichtig. Wilhelm Busch habe Kunst als die Verzierung der Welt bezeichnet. Aber auch alles, was der Verschönerung des Daseins dient, ist laut Reichold wichtig. Gerade in einer Zeit, in der der Glaube an das Materielle alles andere zu verdrängen scheint, seien solche Ausstellungen notwendig, denn Kunst stelle auch immer wieder die Frage nach dem Sinn.

Die Ausstellung

  • Künstler:

    Renate Aukofer, Martina Aumer, Sylvia Aumer, Anke Aschenbrenner, Manuela Bauer, Margareta Biendl, Max Bösl, Angela Breu, Josef Buchinger, Schwester Flavia, Christine Busl, Theresa Dallmeier, Klaus Deml, Maria Demmel, Dr. Romain Diederich, Ottilie Eibl, Benjamin Frank, Jutta Grasser, Uta Hahn Yvonne Hauptmann, Michaela Hofbauer, Christiane Kerscher, Christa Kerstein, Emil Kerstein, Wilma Koberger, Peggy Köhler, Diana Kolbeck, Marianne Koller, Angelika Kolmer, Barbara Labus, Brigitte Lewicky, Eugen Pieczka, Fabienne Pietzsch, Nina Pongratz, Doris Sagmeister, Susanne Schäffer, Elke Seidler, Christina Stangl, Martha Trumann und Siegfried Weigl

  • Öffnungszeiten:

    Montag bis Mittwoch, 7.30 bis 16 Uhr; Donnerstag, 7.30 bis 18 Uhr; Freitag, 7.30 bis 12.30 Uhr im Rodinger Rathaus

  • Veranstalter:

    Kunst- und Kulturverein Roding – Vorsitzende Elisabeth Ertl mit ihrem Team (bs)

„Kunst lehrt uns das Sehen, die Bilder und Skulpturen schärfen unseren Blick für das Geflecht von kleinen Dingen und Stimmungen, über die wir im Alltag zuweilen wegsehen“, sagte Reichold. Dass das Rathaus nicht nur die Stadtverwaltung beherberge, sondern auch den Rahmen für künstlerisches Schaffen biete, freue ihn sehr. Die Ausstellung habe mittlerweile einen hervorragenden Ruf. „Kommen Sie wieder, denn ein Kunstwerk wirkt, wenn man es allein betrachtet, ganz anders, als wenn eine Versammlung davorsteht“, meinte der Bürgermeister.

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