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Freude auf das Osterfest

In Chamerau wurde der Aschermittwoch feierlich begangen. Pfarrer Limbrunner blickte auf Besinnung.
von Hermann Schropp

Die Gläubigen ließen sich von Pfarrer Limbrunner das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen.Foto: Hermann Schropp
Die Gläubigen ließen sich von Pfarrer Limbrunner das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen.Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Mit einem Wortgottesdienst am Nachmittag des Aschermittwochs in der Pfarrkirche haben sich die Kinder und am Abend die Erwachsenen auf die Fastenzeit eingestimmt. Pfarrer Kilian Limbrunner sprach mit den Kindern am Nachmittag eingangs anhand eines Tellers mit einigen Palmzweigen des letzten Jahres, die er im Teller verbrannte, bis sie abgebrannt und erloschen und als Überbleibsel nur die Asche zurückblieb, über das Licht und die Vergänglichkeit derselben.

Asche als besonderes Sinnbild

Die Asche, so der Geistliche, welche ihr heute als Kreuz auf eure Häupter gezeichnet bekommt, ist ein wunderbares Zeichen der Buße, welche wir unser ganzes Leben und vornehmlich in der Fastenzeit hindurch üben sollten. Die Asche sei ein Sinnbild der Aufrichtigkeit, ein Sinnbild der Strenge, ein Sinnbild der Liebe. Der Aschermittwoch habe seinen Namen von der Asche, die dem Menschen die Vergänglichkeit des irdischen Lebens vor Augen führt. Es sei die Asche aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres – „ein klares, gnadenloses Symbol“. Das Kreuz Jesu stehe für einen gewaltsamen Tod. So sei im Zeichen des Aschenkreuzes der Weg vom Tod zum Leben enthalten. Das Kreuz verheiße Auferstehung.

Pfarrer Limbrunner sagte, am Dienstag sei der Fasching zu Ende gegangen und nun bereite man sich auf das große Fest Ostern vor. Dies brauche eine Vorbereitungszeit, die Fastenzeit. Gemeinsam wurde über die Fastenzeit und die Asche gesprochen. Warum sind wir heute hier? Was ist Fasten? Wo kommt die Asche her? Was kann sie? Was bedeutet das Aschenkreuz, das ihr heute erhaltet? Jeder sollte sich für die Fastenzeit etwas vornehmen und versuchen, dies auch zu halten, damit in der Osternacht wieder bewusst „Ja“ gesagt werden könne zum Leben, sagte Pfarrer Kilian Limbrunner. Ein Verzicht sollte sein, wenn man gerne auf etwas verzichtet, was freiwillig geschieht. Die Kinder zeigten am Nachmittag beim Wortgottesdienst bereits in den Kyrierufen und den Fürbitten Beispiele auf, was man in der österlichen Bußzeit alles anders machen kann und machen sollte.

Zum Nachdenken angeregt

In der abendlichen Messfeier hakte Pfarrer Limbrunner bei der österlichen Bußzeit ein, in der viele überschüssige Pfunde los werden wollen. „Das ist sicher keine Sünde und lässt sich gut mit der Fastenzeit vereinen, aber die Gewichtsreduktion ist beileibe nicht charakteristisch“, so der Priester. Viele Gläubige würden zum Nachdenken angeregt. Dafür sei die Asche ein tiefgründiges Symbol. Fastenvorsätze sollten so gefasst werden, dass man sie auch einhalten kann. „In den sechs Wochen der Fastenzeit sollen wir uns besinnen, wie es mit dem eigenen Glauben steht.“ (che)

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