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Kommune

Freude über die Helfer vor Ort

Für den Tiefenbacher Gemeinderat ist Barrierefreiheit rund um den Silbersee ein wichtiges Thema, muss aber bezahlbar sein.

  • Auf dem Holzbohlensteg müssten für Rollstuhlfahrer Ausweichstellen geschaffen werden.
  • Die Brücke über die Schwarzach stellt für Rollstuhlfahrer ein unüberwindliches Hindernis dar. Fotos: wbf

Tiefenbach.Die Parkplatzsituation in Altenschneeberg (Zugang Schlosshügel) beschäftigt den Gemeinderat seit längerem. Bei einem Ortstermin hatte Architekt Korbinian Schönberger hatte dem Ratsgremium verschiedene Varianten vorgestellt. Dabei wurde die Schaffung von vier Parkplätzen links und drei rechts neben der Garage favorisiert. Schönberger hatte vorgeschlagen, die Parkflächen mit Rasenfugenpflaster auszustatten.

Am Dienstag stellte Schönberger zum Beratungspunkt „Revitalisierung von Landmarken“ eine weitere Variante vor. Das Ratsgremium entschied sich, um die Kosten zu minimieren, für vier Parkplätze linksseitig vor der Garage. Der Antrag „Revitalisierung von Landmarken“ beinhaltet für die Maßnahme Tiefenbach außerdem die Errichtung eines überdachten Info-Pavillons im Zugangsbereich des Schlosshügels, ein Metallgeländer entlang der steinernen Treppe, die Instandsetzung des Gipfelkreuzes, die Erneuerung von Bänken und entsprechende Beschilderungen und Werbemaßnahmen. Die kalkulierten Kosten liegen bei rund 78000 Euro, die Förderung beträgt 85 Prozent. Für den zeitlichen Ablauf beschloss das Ratsgremium, im Herbst/Winter die Ausschreibung vorzunehmen und im zeitigen Frühjahr 2019 die Maßnahme durchzuführen.

Der Naturparkverein möchte den Rundwanderweg um den Silbersee barrierefrei gestalten. Es soll sich dabei um eine Mustereinrichtung im Bayerischen Wald handeln. Nach Information des Geschäftsführers Josef Brückl gibt es dafür momentan gute Fördermöglichkeiten aus Naturparkmitteln. Architektin Yvonne Schrattenthaler hat für die Maßnahme bereits ein Grobkonzept, Kosten 1249,50 Euro, erstellt. Grundsätzlich, so Landrat Löffler, sei eine Beteiligung des Landkreises vorstellbar. Vorher sei jedoch zu klären, wie der Rundwanderweg barrierefrei gestaltet werden könne.

Dass Barrierefreiheit nicht nur für Gehbehinderte, sondern auch Seh- oder Hörgeschädigte ist, kam ebenfalls zur Sprache. Die Bürgermeister von Tiefenbach und Treffelstein unterstrichen aber, dass der jeweilige Eigenanteil der Kommune 20 000 Euro nicht überschreiten dürfe. Ein Ortstermin mit Mitgliedern der Projektgruppe „Landkreis Cham inklusiv und barrierefrei“ habe bereits stattgefunden. Dabei wurde ein Teil des Rundwanderweges von Rollstuhlfahrer Manfred Pankow, Projektassistent bei Landkreis inklusive und barrierefrei, befahren. Seiner Feststellung nach sei die Strecke größtenteils für Rollstuhlfahrer geeignet. Laut Prögler habe Architektin Yvonne Schrattenthaler ein Honorarangebot für Planungsleistung und Konzepterstellung erstellt, Kosten 5853,16 Euro, die allerdings gedrittelt würden. Somit entfallen auf Tiefenbach 1951,05 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Konzepterstellung zu.

Der Bürgermeister informierte über eine Reparaturrechnung der Firma Reitinger für das Bauhof-Fahrzeug Peugeot von 1402,08 Euro. Keine Einwände gab es gegen den Bauantrag auf Anbau einer Garage mit Wintergarten an das bestehende Wohnhaus in der Gemarkung Altenschneeberg. (wbf)

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