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Aktion

„Friday for Environment“ statt Wandertag

Aus dem Wandertag der Gerhardinger Realschule wurde in diesem Jahr ein Umwelttag. Jede Klasse ließ sich etwas einfallen.

Einige Schülerinnen bauten Vogelhäuschen, die anschließend bemalt und dann im Schulgelände aufgehängt wurden. Foto: Johannes Dieckmann
Einige Schülerinnen bauten Vogelhäuschen, die anschließend bemalt und dann im Schulgelände aufgehängt wurden. Foto: Johannes Dieckmann

Cham.Seit einigen Jahren ist die Gerhardinger Realschule offiziell „Umweltschule“, was schon eine große Fahne im Rondell der Mädchenschule verrät. So entstand in diesem Schuljahr die Idee, den Wandertag in einen Umwelttag zu verwandeln. Alle 18 Klassen mit gut 400 Schülerinnen hatten die Wahl, sich mit ihrer Klassenleitung ein besonderes Tagesprogramm auszusuchen, um sich teils jahrgangsstufenübergreifend mit dem Thema „Umwelt“ auseinanderzusetzen.

Im Grünen Klassenzimmer

Während sich die 6. Klassen mit dem Bau von Insektenhotels beschäftigten, die im Schulgarten aufgehängt werden, wo auch die angelegte Blumenwiese im kommenden Jahr wieder kräftig blühen wird, gingen die 5. Klassen zum Grünen Klassenzimmer in Oberkreith. Hier konnten die Mädchen einen Naturlehrpfad mit Stationen erleben und sich mit Papiercycling befassen. Die 10 a setzte sich zum Ziel, Vogelhäuschen zu bauen und zu bemalen, die im Schulgelände aufgehängt wurden. Eine 7., eine 9. und auch eine 8. Klasse widmeten sich nach dem Genuss eines Frühstücks, bestehend aus regionalen und Faire-Trade-Produkten, den Themen Naturkosmetik und Upcycling, indem sie Müllkunst entstehen ließen. Parallel dazu wurden Badesalz und Badetabs mit rein natürlichen Zutaten und ohne Konservierungsstoffe selbst hergestellt. Eine andere 7. Klasse machte sich mit der 10b auf zur Klostermühle in Altenmarkt, um dort eine erlebnispädagogische Führung „Vom Korn zum Brot“ zu erleben.

Umwelttag

  • Idee:

    Die Idee zum Umwelttag der Gerhardinger Realschule hatte die Biologielehrerin Maria Hintereder.

  • Fazit:

    Alle Schülerinnen und Lehrkräfte waren sich einig, dass ein ressourcenschonender Umgang mit unserem Planeten sehr wichtig ist und dass wir uns alle noch viel mehr für den Umweltschutz einsetzen können und müssen.

Die Biologielehrerin Maria Hintereder ging mit ihrer 8b zum Drogeriemarkt dm, um nachhaltige Kosmetika zu erkunden. Vorab hatten sich die Mädchen in der Schule mit der Bewertung ihrer eigenen Kosmetika beschäftigt. Einen Biohof in Bernried besuchte die 8a. Neben der Besichtigung des Hofes durften die Schülerinnen auch ein Frühstück mit rein biologischen Produkten verkosten.

Die 9b brach zur Betriebserkundung einer Metzgerei nach Falkenstein auf. Die Schülerinnen fragten nach der Herkunft der Rohstoffe und ob der Umweltgedanke auch in das Marketing einfließt. Zudem erkundigten sie sich nach der Art der Verpackung im Laden und informierten sich über die Schlacht- und Hygienevorschriften.

Aktion

Neue Bäume für Klimaschutz statt Demo

Statt am Friday for Future die Schule zu schwänzen, gingen 20 Neuntklässler in den Wald und setzten knapp 300 neue Bäume.

Da auch in der Schule Müll anfällt, hatte die 10c die Idee, im Deutschunterricht das Projekt „Gib Abfall einen Korb“ ins Leben zu rufen. Die Schülerinnen beschrifteten Plakate mit Hinweisen zur idealen Müllentsorgung, die in jedem Klassenzimer aufgehängt wurden. Zum Müllsammeln in Cham und Chammünster brachen die Klassen 10d und 9a in Anlehnung an die Trendsportart Plogging auf. Plogging ist ein Kofferwort, gebildet aus „plocka“ (schwedisch aufheben; pflücken) und Jogging. Dass sie dabei neben vielen Flaschen, Plastik und Windeln auch eine funktionstüchtige Einkaufstasche und sogar einen Einkaufswagen fanden, wunderte die Mädchen doch sehr.

„Abfall – was ist das?“

Passend dazu beschäftigten sich die Mädchen der Klasse 9c mit Abfallwirtschaft und erneuerbaren Energien, als sie die Kreiswerke Cham besuchten. Nach der Betriebsvorstellung durch den Werksleiter Heinrich Helmberger erhielten die Schülerinnen einen Einblicke in die Arbeitsbereiche. Viele wichtige Infos – auch alltagspraktische Beispiele zum Stromsparen – über erneuerbare Energien wurden von Matthias Wiedemann präsentiert.

Nebenbei konnten sich die Schülerinnen nachhaltig mit Säften, Mineralwasser und Äpfeln aus der Region Cham stärken. Thomas Hersina stellte die Frage: „Abfall – was ist das?“. Nach einer Diskussionsrunde und Vermittlung von historischen und aktuellen Fakten zur Abfallwirtschaft erhielten die Schülerinnen Einblicke in die Mülltrennung in den Hallen der Kreiswerke und im Chamer Wertstoffhof.

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