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Friseure öffnen – mit Auflagen

Die Innungs-vorstandschaft informiert über Schutzmaßnahmen in Corona-Zeiten. Für die Kunden ändert sich einiges.
von Karl Pfeilschifter

Gemeinsam besprachen sie die wichtigsten Punkte für die Friseuersalons, wenn diese ab 4. Mai wieder öffnen dürfen: Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Theo Pregler, Kreishandwerksmeister Georg Braun, Innungsobermeisterin Sabine Schneider und ihr Stellvertreter Werner Irnstetter junior (von links). Foto: Karl Pfeilschifter
Gemeinsam besprachen sie die wichtigsten Punkte für die Friseuersalons, wenn diese ab 4. Mai wieder öffnen dürfen: Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Theo Pregler, Kreishandwerksmeister Georg Braun, Innungsobermeisterin Sabine Schneider und ihr Stellvertreter Werner Irnstetter junior (von links). Foto: Karl Pfeilschifter

Cham..„Die Friseure freuen sich auf ihre Kunden, denn wir haben sie vermisst!“: Dies betont die Obermeisterin der Friseur-Innung Cham, Sabine Schneider. Die Vorstandschaft der Innung traf sich mit Kreishandwerksmeister Georg Braun und dem Geschäftsführer Theo Pregler, um die vielen Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie die Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung durchzusprechen und um den Innungsbetrieben die bestmöglichen Empfehlungen zu geben, wenn die Friseursalons ab Montag, 4. Mai, wieder geöffnet werden dürfen.

Nicht nur für die Friseure, auch für die Kunden wird es Veränderungen zum bisher gewohnten Friseurbesuch geben. Deshalb muss auch der Kunde über die Hygienevorschriften informiert sein, um längere Wartezeiten zu vermeiden. „Wir bitten jetzt schon unsere Kunden um Geduld, da durch die Auflagen zum Schutz für die Beschäftigten aber auch für die Kunden einfach längere Wartezeiten entstehen“, so die Vorstandschaft der Innung.

Das Infektionsrisiko reduzieren

Unter anderem von der Berufsgenossenschaft wurden Branchenstandards für Friseurbetriebe entwickelt. Diese Maßnahmen basieren auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht hat. Die Regelungen sind für alle Friseurbetriebe verbindlich und ergänzen den Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums um branchenspezifische Vorgaben. Ziel ist es, das Risiko einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus für Inhaber, Beschäftigte und Kunden von Friseursalons bestmöglich zu reduzieren.

Darüber hinaus müssen länderspezifische Vorgaben ebenso wie weitere ergänzende Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) befolgt werden. Die Innung berät die Mitgliedsbetriebe bei der Umsetzung. Die Vorstandschaft verweist auch auf eine Schnupper-Mitgliedschaft, die jederzeit möglich ist. So seien die Geschäfte stets über die aktuellen Vorschriften informiert.

Diese Corona-Schutzmaßnahmen (siehe auch Info) sind vorgeschrieben:

– Kunden oder Kundinnen sollten sich bei Betreten des Salons die Hände waschen oder desinfizieren.

– Eine hygienische Mund-Nasen-Bedeckung ist ab dem Alter von sechs Jahren Pflicht. Die Maske ist vom Kunden mitzubringen oder kann eventuell im Salon käuflich erworben werden.

– Kundenkontaktdaten wie Name, Vorname, Adresse, Telefon und Zeitpunkt des Friseurbesuches sind möglichst zu dokumentieren, um im Fall einer Infektion die Infektionskette schnell nachverfolgen zu können. Kunden können nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind.

– Kundinnen/Kunden mit entsprechenden Krankheitssymptomen (Husten, Schnupfen, Erkältung) dürfen den Friseursalon nicht betreten.

– Es dürfen keine Begleitpersonen mitgebracht werden.

– Friseurdienstleistungen dürfen nur noch an im Salon gewaschenen Haaren durchgeführt werden (keine Trockenschnitte).

Kein Kaffee, keine Zeitschriften

– Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden. Kundinnen und Kunden dürfen sich derzeit die Haare nicht selbst föhnen, um Kontakte mit Geräten so gering wie möglich zu halten.

– Während des Friseurbesuches dürfen keine Serviceleistungen wie Getränke angeboten werden. Zudem dürfen auch keine Zeitschriften zur Verfügung gestellt werden.

– Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind auch bei Hausbesuchen oder mobilen Friseurdienstleistungen einzuhalten. Wann immer auch möglich, ist der allseits geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

– Wartebereiche sind zu schließen, um Personenansammlungen zu vermeiden. Spielecken für Kinder sind ebenfalls geschlossen.

Schutzmassnahmen

  • Termine:

    Vor dem Besuch des Friseurbetriebes ist zwingend eine telefonische Terminvereinbarung zu treffen. Die vereinbarten Termine sind pünktlich einzuhalten, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. „Walk-in-Termine“ müssen unterbleiben. um Wartezeiten zu vermeiden.

  • Desinfektion:

    Nach jedem Kundenbesuch wird der Arbeitsplatz gereinigt bzw. desinfiziert. (cft)

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