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Medizin

Früh erkannt, heißt besser heilbar

Sana-Chefarzt Dr. Florian Stadler referierte über Darmkrebs.

Dr. Florian Stadler erklärte die Bedeutung der Vorsorge. Foto: Sana
Dr. Florian Stadler erklärte die Bedeutung der Vorsorge. Foto: Sana

Cham.. Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Dabei ist die gefährliche Erkrankung mittlerweile gut behandelbar – sofern man sie rechtzeitig erkennt. Die verschiedenen Möglichkeiten zur Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Darmkrebs standen deshalb am vergangenen Donnerstag im Zentrum eines Vortrags von Dr. Florian Stadler. Der Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Sana Kliniken des Landkreises Cham referierte im Konferenzraum des Chamer Krankenhauses. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Darmkrebsmonats März statt.

Die Diagnose Darmkrebs ist eine erschütternde Nachricht, aber inzwischen kein Grund mehr zu verzweifeln. „Die moderne Medizin bietet vielfältige Möglichkeiten, dem Krebs zu begegnen“, betonte Dr. Stadler in seiner Präsentation. Eine davon sei die Operation, die – frühzeitig vorgenommen – Leben retten kann. Das Operationsspektrum umfasse alle offenen Verfahren sowie die minimalinvasiven Techniken (Schlüssellochchirurgie), die auch bei Darmkrebserkrankungen eingesetzt werden können. „Problematisch ist allerdings, dass eine bösartige Darmerkrankung vergleichsweise spät Symptome verursacht“, erklärte der erfahrene Mediziner. Ein Tumor könne über Jahre unbemerkt wachsen. „Der Heilungserfolg ist immer davon abhängig, wie schnell der Krebs entdeckt wird. Eine regelmäßige Vorsorge kann daher Leben retten“, so Dr. Stadler. Grundsätzlich gilt aber auch beim Darmkrebs: Eine gesunde Lebensweise ist der beste Schutz gegen eine bösartige Tumorerkrankung. Viel Bewegung, wenig Alkohol, keine Zigaretten und eine vitaminreiche ausgewogene Ernährung reduzieren das Krebsrisiko. „Auch ein Blick in die Familiengeschichte ist sinnvoll: Sind enge Verwandte oder Vorfahren an Darmkrebs erkrankt oder verstorben, sollte der Hausarzt rechtzeitig informiert werden, um eine geeignete Vorsorge zu erzielen“, riet Dr. Stadler.

Der Darmkrebsmonat März wurde 2002 von der Münchner Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und der „Stiftung Lebensblicke“ ins Leben gerufen.

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