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Gericht

Fünfeinhalb Monate Haft für 27-Jährigen

Der vorbestrafte Chamer hatte trotz Bewährung in einer Disco einen Securitymann gefährdet und beleidigt.

Ein 27-Jähriger wurde in Cham verurteilt.
Ein 27-Jähriger wurde in Cham verurteilt.

Cham.Ein Chamer (27) ist während seiner Bewährungsstrafe erneut straffällig geworden. Am Donnerstag wurde er wegen Körperverletzung und Beleidigung zu fünf Monaten und zwei Wochen Freiheitsstrafe verurteilt.

Nach einem Johannifeuerbesuch wollte der Angeklagte noch etwas in einer Chamer Discothek abhängen. Nachdem sich sein Freund in der Lokalität übergeben hatte, wollte der Angeklagte diesen zu einem bereits bestellten Taxi bringen. Vorher hatte sich der 27-Jährige jedoch bei der Security versichert, dass er anschließend wieder ins Lokal könne. Diese hatte das dem Angeklagten auch bestätigt, war jedoch kurz darauf vom Besitzer der Lokalität darauf hingewiesen worden, den Mann nicht mehr ins Lokal zu lassen.

Als dies dem Angeklagten mitgeteilt worden war, hatte er die Disco verlassen. Kurz darauf war er wieder zurückgekommen, hatte die Security mit „Wichser“ und „Arschloch“ betitelt und seine Zigarette in Richtung des Sicherheitsmannes geschnipst. Ganz genau an die Ausdrücke erinnern konnten sich im Gerichtssaal weder der Angeklagte, noch der Anzeigeerstatter.

Der ledige Angeklagte gab an, dass er vor ungefähr fünf Jahren seinen letzten Rausch gehabt habe, jedoch Gebrauch von „Kräutermischungen“ mache und diese rauche. Der 27-Jährige hatte bereits sechs gerichtliche Einträge und befand sich zum Tatzeitpunkt unter Bewährung.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft forderte acht Monate Haft. Da sich der Angeklagte bereits in einem Schreiben und noch im Gerichtssaal beim Opfer entschuldigt und ihm eine Entschädigungssumme von 200 Euro auf den Tisch geblättert hatte, war der Verteidiger der Meinung, dass 60 Tagessätze zu zehn Euro ausreichen würden.

Richter Andreas Lecker begründete seinen Schuldspruch damit, dass die Zigarette aus kurzer Entfernung absichtlich in Richtung Gesicht geschnipst worden sei. Es sei zwar kein bleibender Schaden beim Geschädigten im Gesicht entstanden, trotzdem sei eine hohe Gefährlichkeit bei diesem Vorgehen vorhanden gewesen. Aufgrund der gesamten Umstände und unter Berücksichtigung des Täter-Opfer-Ausgleichs liege ein minderschwerer Fall vor. Hierfür gebe es fünf Monate Freiheitsstrafe. Hinsichtlich der Beleidigung bewege sich das Ganze noch „am unteren Rand“. Der Angeklagte habe sich geständig und einsichtig gezeigt. Und so sei schließlich die Freiheitsstrafe von fünf Monaten und zwei Wochen zusammengekommen. (cci)

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