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Frauentag

Für den Himmel „qualifiziert“

Die Aufnahme Mariens in den Himmel war Thema der Predigt. Feuerwehr gestaltete Heimatfest mit dem Arberwald-Radio.
Von Alois Dachs

  • Nach den Gottesdiensten drängten sich Hunderte Besucher durch den Standmarkt bei der Wallfahrtskirche Weißenregen. Fotos: Christa Rabl-Dachs
  • Die Führungskräfte der Feuerwehr und der Kirchenverwaltung stießen mit Brauereichefin Evi Kolbeck (Mitte) auf ein gutes Gelingen an
  • Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil lobte die Frauenbundmitglieder.
  • Die Segnung der Kräuterbüschel durch Stadtpfarrer Herbert Mader am Ende des Hauptgottesdienstes beim „Großen Frauentag“ in Weißenregen.

WEISSENREGEN.Zu Hunderten strömten am „Großen Frauentag“ die Kirchweihbesucher zum Standmarkt, drei Gottesdiensten und zum Heimatfest der Freiwilligen Feuerwehr Weißenregen, die in diesen Tagen ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Bei herrlichem Spätsommerwetter und kühlen Morgentemperaturen füllte sich das große Bierzelt der FF Weißenregen erst gegen Mittag, Hans Hofmann vom Arberwald-Radio berichtete live vom „Weißarenga Kirta“.

Bereits beim ersten Gottesdienst um 7.30 Uhr, den Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil aus Grafenwiesen zelebrierte, war die Wallfahrtskirche gut gefüllt. Beim Hauptgottesdienst um 9 Uhr konnte das Gotteshaus die vielen Gläubigen nicht mehr fassen, die zur Muttergottes von Weißenregen kamen und nach dem mit Marienliedern festlich gestalteten Amt mit dem großen Wettersegen entlassen wurden. Zuvor segnete Stadtpfarrer Herbert Mader traditionsgemäß die von den Gläubigen mitgebrachten oder vor der Kirche beim Stand des katholischen Frauenbundes erworbenen Kräutersträuße, in denen alle Getreidearten und viele Wildkräuter vereinigt sind.

Mit ganzem Herzen glauben

In seiner Predigt zum „Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel“ ging der Stadtpfarrer auf die zurückliegenden Prüfungen an den Schulen ein, die bei vielen jungen Menschen den Eindruck vermittelten, sie hätten nun die schwersten Prüfungen ihres Lebens hinter sich. Danach kämen aber oft Aufnahmeprüfungen, in denen sie sich von ihrer besten Seite zeigen und ihre Fähigkeiten herausstellen sollten, um sich an der Uni oder für einen beruflichen Einstieg möglichst gut darzustellen.

Maria, die Mutter Gottes, sei unmittelbar nach ihrem Tod in den Himmel aufgenommen worden, sagte der Stadtpfarrer. Sie habe durch ihr Leben und ihre Liebe zu ihrem Sohn die Aufnahmeprüfung für den Himmel geschafft. Wir Menschen verbinden mit Prüfungen nicht nur positive Gefühle, führte der Priester aus. Denn Prüfungen seien oft auch von der Angst begleitet, „Ich könnte auch durchfallen“. Deshalb sei es wichtig, sich auf die Prüfung gut vorzubereiten. „Auch Gott prüft die Menschen in ihrem Glauben“, sagte der Stadtpfarrer. Deshalb sei es wichtig, zu erkennen, dass Gott die Menschen mit dem Herzen prüft, „der in das Innerste hineinschaut“. Der Apostel Paulus habe die Frage gestellt: „Kann ich durch meine eigene Leistung in den Himmel kommen?“

Der Himmel könne aber nicht einfach erobert werden, „er ist ein Geschenk Gottes“, machte der Stadtpfarrer klar. Und dieses Geschenk könnten Menschen nur erreichen, wenn sie sich ein ganzes Leben lang dieses Geschenkes würdig erweisen. Mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele Gott zu lieben und auf ihn zu vertrauen, sei dabei die wichtigste Voraussetzung.

Kirta wie im Bilderbuch

Sowohl im Bierzelt der Feuerwehr, als auch im weitläufigen Biergarten beim benachbarten Gasthaus „zur Klause“ fanden sich nach den Gottesdiensten viele Kirtabesucher zum Feiern ein. Bevor es um das leibliche Wohl ging, stand aber für alle Besucher zuerst ein Rundgang zwischen den Krita-Ständen auf dem Programm, der für viele länger dauerte, als geplant, weil sich der Kirta einmal mehr als Treffpunkt für die Landbevölkerung präsentierte, bei dem vor allem aktuelle Themen, wie Getreideernte, Viehpreise, Waldprobleme mit dem Borkenkäfer und Ähnliches diskutiert wurden.

Die Palette der Angebote zahlreicher Fieranten reichte von Obst über Sonnenbrillen, Hüte, Rosswurst, Werkzeuge für die Landwirtschaft bis zu Büchern, Tonträgern, Vorhängen und Kinderspielzeug. Die künftigen Junglandwirte und Jungbäuerinnen präsentierten stolz ihre Errungenschaften, denn ohne erworbenen „Kirta“ konnte natürlich kaum ein Kind die Stände verlassen.

Das spätsommerliche Wetter lockte den ganzen Tag über Besucher an und neben den Speisen und Getränken vom ASD-Catering gingen Kaffee und selbstgebackene Kuchen sowie Schmalzgebäck, das traditionell zum Kirta in den Familien hergestellt wird, häufig über den Verkaufstisch.

Weißenregener Kirta

  • Angebot: Der Standmarkt verlagert sich zunehmend vom Wallfahrtsweg in Richtung Dorf und bietet eine Vielfalt an Waren, wie sie kaum ein Kirta offerieren kann.

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