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Kirche

Furth hat neuen evangelischen Pfarrer

Am 1. März tritt der Bernd Rosner seine erste Pfarrstelle an. „Ich darf von Gott erzählen, das ist etwas Großes“, sagt er.
Von Evi Paleczek

Bernd Rosner freut sich riesig auf seine erste eigene Pfarrei, hat aber auch Respekt davor, in die großen Fußstapfen von Pfarrer Wolfgang Bogner zu treten. Foto: Paleczek
Bernd Rosner freut sich riesig auf seine erste eigene Pfarrei, hat aber auch Respekt davor, in die großen Fußstapfen von Pfarrer Wolfgang Bogner zu treten. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Schon als Jugendlicher hat Bernd Rosner Pfarrer werden wollen. Geklappt hat es dann aber erst relativ spät, erzählt er im Gespräch mit unserem Medienhaus. Bereits nach dem Abitur hätte er gern Theologie studiert, in seiner Heimatregion bei Stuttgart gab es zu der Zeit aber so viele Pfarrer, dass klar war, er würde keine Stelle bekommen. Also hat er sich für ein Lehramtsstudium entschieden, berichtet der 38-Jährige, hat aber schnell gemerkt, dass er sich nicht vorstellen kann, sein Leben lang Kinder und Jugendliche zu unterrichten.

Rosner wechselte als Trainer und Ausbilder zu Edeka Südbayern und hat die Möglichkeit bemerkt, Prädikant, ehrenamtlicher Prediger, zu werden. Ab dann war ihm noch mehr klar, dass er einfach gern Pfarrer sein würde. Und er bewarb sich ganz spontan als Pfarrverwalter, erzählt der 38-Jährige. Das bedeutet, er wurde auf dem zweiten Bildungsweg Pfarrer.

Drei Jahre oder für immer

Nach einem vierjährigen Studium trat er 2015 eine dreijährige Vikariatsstelle in Ehringen an, am 1. März übernimmt er in Furth im Wald seine erste Pfarrstelle. Drei Jahre wird er als Pfarrer zur Anstellung in der Grenzstadt bleiben, dann können er und der Kirchenvorstand entscheiden, ob er länger in Furth sein möchte. Er kann sich gut vorstellen, für immer zu bleiben, sagt Rosner schon jetzt. Die Gegend gefällt ihm sehr, er ist begeistert von der schönen Kirche, und sein erstes Treffen mit dem Further Kirchenvorstand am Mittwochabend war sehr positiv, betont er.

Er freut sich sehr, beruflich nun an der richtigen Stelle zu sein, sagt der 38-Jährige. Er hatte ja seit er denken kann das Gespür, dass Pfarrer der richtige Beruf für ihn ist, nun hat es endlich geklappt. An Gott glauben, das trägt er einfach im Herzen, sagt Rosner. Natürlich ist es mal näher da und mal weiter weg, gesteht er. Als etwa seine Eltern gestorben sind, das waren dunklere Stunden, aber Gott war immer da. Außerdem empfindet es der 38-Jährige als Geschenk, Leute in existenziellen Lebenssituationen zu begleiten. Bei Taufen, Hochzeiten und in ihrer Trauer etwa. Bei Sterbenden ist er oft der Letzte, der mit dem Betreffenden spricht, sagt Rosner, das bedeutet riesiges Vertrauen. Und zum Glück genieße ein Pfarrer einen Vertrauensvorschuss, das sei gerade in der heutigen Zeit wahnsinnig viel wert.

Auf dem richtigen Weg

Trotzdem hat er gewaltigen Respekt vor seiner Aufgabe, sagt der 38-Jährige. Mit einer Mischung aus Respekt und Freude kommt er also nach Furth im Wald – und mit dem sicheren Gefühl in sich, auf dem richtigen Weg zu sein. Er will weiterführen, was Pfarrer Bogner angefangen hat und auch Eigenes einbringen. Vor allem will er seinen 840 Pfarrangehörigen vom Glauben und von Gott erzählen, „das ist was echt Großes“, betont er.

Privat freut er sich darauf, die schöne Landschaft im Landkreis zu erkunden. Er will sich einen Labrador anschaffen und viel draußen unterwegs sein. Und er könnte sich vorstellen, in einem Chor zu singen – wenn ein Tenor gebraucht wird, sagt er, und lacht – und Theater zu spielen.

Zuerst aber wird es seine Aufgabe sein, anzukommen und sich zu integrieren. Er muss Verwaltung und Leute kennen lernen und Antrittsbesuche machen, sagt der 38-Jährige. Am 23. März folgt dann mit seiner Ordination nach der Schlüsselübergabe am 1. März ein weiterer großer Schritt.

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