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Region Cham
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Politik

Furth im Wald bekommt Sicherheitswacht

In der Drachenstichstadt sollen nun auch Bürger nach dem Rechten schauen. Auch eine weitere Gemeinde setzt auf das Konzept.
Von Evi Paleczek

Im Landkreis Cham hat bislang nur die Kreisstadt eine Sicherheitswacht. Foto: Andreas Gebert dpa

Furth im Wald.Nicht weil es in Furth besonders viele Probleme gibt oder Brennpunkte bestehen, sondern einfach, um die Augen noch besser offenhalten und Gefahrensituationen verhindern zu können, soll die Grenzstadt eine Sicherheitswacht bekommen. Das teilen Bürgermeister Sandro Bauer und Wolfgang Straka von der Further Polizeiinspektion auf Nachfrage unseres Medienhauses mit. Diese Sicherheitsleute sollen in der Stadt Präsenz zeigen und etwa versuchen, zu vermitteln, wenn es zu Streitereien kommen könnte, die Leute auf Fehlverhalten ansprechen beziehungsweise die Polizei informieren, wenn Unterstützung benötigt wird. Sie sind nämlich keine „Hilfssheriffs“, betont Bauer, und tragen auch keine Waffen.

Im Landkreis Cham hat bislang nur die Kreisstadt eine Sicherheitswacht, nun forciert das Staatsministerium solche Einrichtungen für mehr Städte und Gemeinden, erklärt Straka. Thomas Hecht, Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald, hat deshalb die Bürgermeister aus Arnschwang, Eschlkam, Neukirchen b. Hl. Blut und Furth im Wald diesbezüglich angesprochen. Markus Müller und Sandro Bauer befürworten das Konzept für Neukirchen und Furth. Für Arnschwang sieht er keine Notwendigkeit, sagt Michael Multerer. Die Vergangenheit habe bewiesen, dass es die aufmerksamen Bürger bereits gibt, die die Polizei informieren, wenn sie etwas Auffälliges beobachten.

Bewerbung an die Polizei

Der Further Stadtrat befürwortet eine Sicherheitswacht, sagt Sandro Bauer. Um Suche und Schulung geeigneter Personen und ihren Einsatz kümmert sich die Polizei. Die Frauen und Männer, die infrage kommen, müssen zwischen 18 und 62 Jahre alt und gesundheitlich fit sein, eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung haben, dürfen nicht vorbestraft sein und müssen etwa fünf Stunden im Monat einsetzbar sein, erklärt Straka die Voraussetzung für eine Bewerbung für den Sicherheitsdienst.

Sobald eine Bewerbung möglich ist, wird die Polizei das über die Presse bekannt geben, kündigt er an. Dann sollen Interessierte eine schriftliche Bewerbung an die Polizeiinspektion richten. Die werden gesichtet, alle, die infrage kommen, müssen einen Fragebogen ausfüllen. Als nächstes finden ein persönliches Gespräch und 40 Unterrichtseinheiten durch die Polizeiinspektion vor Ort statt. Da gehe es etwa um Strafrecht, Kommunikation und Konfliktbewältigung.

Im Anschluss findet eine 15-minütige Prüfung durch Polizeibeamte statt, ein sogenanntes Auswahlgespräch, in dem dann letztendlich entschieden wird, ob die jeweiligen Personen für die Sicherheitswacht zugelassen werden. Ist das der Fall, bekommen sie eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Dienststunde.

Besprechung mit Bürgermeistern

Etwa sechs bis acht Leute für eine Sicherheitswacht an der Hand zu haben, wäre gut, meint Wolfgang Straka. Man werde sich kommende Woche einmal mit den Bürgermeistern treffen, um zu besprechen, wie man das Ganze aufziehen könnte. Auch ob es eine gemeinsame Gruppe für Furth im Wald und Neukirchen b. Hl. Blut geben soll, oder ob man getrennte Konzepte auf die Beine stellt.

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