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Region Cham
Mittwoch, 15. August 2018 24° 6

Wetter

Furth im Wald nach Starkregen überflutet

Mehr als 20 Liter Regen pro Quadratmeter fielen am frühen Nachmittag in Furth im Wald. Zahlreiche Gebäude liefen voll.
Von Wolfgang Baumgartner

Am Bayplatz in Furth war „Land unter“. Foto: Baumgartner
Am Bayplatz in Furth war „Land unter“. Foto: Baumgartner

Furth im Wald.Ein massiver Regenschauer sorgte am Mittwochnachmittag innerhalb von wenigen Minuten für kräftiges Hochwasser in der Drachenstich-Stadt.

Gegen 13.55 Uhr erreichte das Gewitter Furth im Wald. Innerhalb von wenigen Minuten prasselten riesige Wassermengen auf die Stadt herab. Der Bayplatz, die Bahnhofstraße, die Bahnunterführung in der Glaserstraße, der Bereich Wutzmühle und einige andere Straßenabschnitte konnten nicht mehr passiert werden. Die Realschulturnhalle und Teile des Kellers wurden innerhalb kürzester Zeit von den Wasserfluten heimgesucht, auch Keller vieler Häuser standen schnell unter Wasser.

Hochwasser in Furth im Wald nach Starkregen

Fontänen aus den Gullys

Rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Furth und Daberg waren rasch zur Stelle, um die zum Teil verstopften Gullys zu öffnen und damit für einen schnellen Abfluss des Hochwassers zu sorgen. Foto: Baumgartner
Rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Furth und Daberg waren rasch zur Stelle, um die zum Teil verstopften Gullys zu öffnen und damit für einen schnellen Abfluss des Hochwassers zu sorgen. Foto: Baumgartner

Mitarbeiter des Bauhofes und Einsatzkräfte der Feuerwehren von Furth im Wald und Daberg schafften es, durch Öffnen der Gullys für einen raschen Abfluss des Wassers zu sorgen. Zum Teil waren die Schlamm-Fangkörbe in den Kanalschächten mit Laub und Ästen verstopft. Kurz nach Mittag ließen dunkle Wolken bereits erahnen, dass sich über der Drachenstich-Stadt ein schweres Gewitter zusammenbraut. Mit dem ersten Donner begann es auch schon zu regnen. Niederschlagsmengen von mehr als 20 Liter pro Quadratmeter legten innerhalb von wenigen Minuten weite Teile der Drachenstich-Stadt lahm und sorgten für Überschwemmung und Hochwasser in einigen Gebäuden.

Am stärksten betroffen waren die alt bekannten Gefahrenpunkte: der Bayplatz und die Bahnunterführung in der Glaserstraße. Dort stieg das Wasser so rasch an, dass ein Auto steckenblieb und der Fahrer den Wagen nicht mehr verlassen konnte. Ihn befreiten die Einsatzkräfte der Feuerwehr von seiner misslichen Lage.

 Innerhalb von wenigen Minuten glich der Bayplatz einem See. Aus den Kanalschächten spritzten Wasserfontänen, in kurzer Zeit stand das Wasser rund 40 Zentimeter hoch. Foto: Baumgartner
Innerhalb von wenigen Minuten glich der Bayplatz einem See. Aus den Kanalschächten spritzten Wasserfontänen, in kurzer Zeit stand das Wasser rund 40 Zentimeter hoch. Foto: Baumgartner

In wenigen Minuten unpassierbar war auch der Bayplatz. Gewaltige Wassermassen strömten von der Pfarrstraße, der Grabenstraße und der Kellnergasse in Richtung Bayplatz. Als Folge davon, war die Kanalisation schnell überlastet, so dass immer wieder Wasserfontänen aus den Gullys spritzten. Die Anlieger des Bayplatzes versuchten, die Wassermassen von den Häusern fernzuhalten. Mitarbeiter der Raiffeisenbank setzten die Hochwasserschotten vor dem Eingangsbereich und die Nachbarn versuchten, mit Besen und Schaufeln das Eindringen der Fluten zu verhindern.

In kurzer Zeit stand auf dem Bayplatz das Wasser rund 40 Zentimeter hoch. Fahrzeuge, die zu diesem Zeitpunkt den überfluteten Bereich noch passierten, sorgten zum Leidwesen der Anlieger durch die hohen Wellen für zusätzliche Überflutung der angrenzenden Gebäude und Keller.

Rund 20 FFW-Einsatzkräfte

Mitarbeiter der Raiffeisenbank setzten rasch die Hochwasserschotten vor dem Eingangsbereich, um so das Gebäude vor dem Eindringen der Fluten zu schützen. Foto: Baumgartner
Mitarbeiter der Raiffeisenbank setzten rasch die Hochwasserschotten vor dem Eingangsbereich, um so das Gebäude vor dem Eindringen der Fluten zu schützen. Foto: Baumgartner

Als der Starkregen so gegen 14.30 Uhr etwas nachließ, waren Bayplatz und Bahnunterführung nicht mehr passierbar. Für eine rasche Entspannung der Situation trugen die rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Furth im Wald und Daberg sowie die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bei. Am Bayplatz öffneten die Feuerwehrleute die Gullys und sorgten durch die Herausnahme der Schlamm-Fangkörbe für einen raschen Abfluss des Wassers. Rund eine Stunde nach dem Einsetzen des Regens war der Spuk wieder vorbei. Allerdings nicht, ohne an einigen Häusern und Kellern deutliche Spuren und Schäden hinterlassen zu haben. Das genaue Schadensausmaß stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest.

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