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Projekt

Further Leichenhaus ist fertig saniert

Nach drei Jahren Bauzeit ist das 128 Jahre alte Gebäude wieder zu einem Schmuckstück geworden, freut sich der Bürgermeister.
Von Evi Paleczek

Pünktlich zu Allerheiligen wird die Sanierung des Leichenhauses abgeschlossen; am Freitag können sich die Bürger das Gebäude ansehen. Foto: Paleczek
Pünktlich zu Allerheiligen wird die Sanierung des Leichenhauses abgeschlossen; am Freitag können sich die Bürger das Gebäude ansehen. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Mit der Fertigstellung der Leichenhaus-Sanierung geht in Furth im Wald derzeit ein Drei-Jahres-Projekt zu Ende. Man hätte das Ganze schneller bewerkstelligen können, das Ganze habe aber auch bezahlbar sein müssen, erklärte Bürgermeister Sandro Bauer am Freitagvormittag bei einem Pressegespräch vor Ort. Die Stadt Furth im Wald trage den Großteil der Kosten von 900 000 Euro selbst, die Fördersumme beträgt 170 000 Euro. Diese Gelder stammen von Landkreis, Bezirk, Landesstiftung und Denkmalpflege.

Das hätte man nicht bekommen, wenn man das Gebäude abgerissen hätte, sagte der Bürgermeister. Und ein Neubau wäre sicher nicht billiger gekommen. Anders bauen hätte man aufgrund des begrenzten Platzes auch kaum können, deshalb habe sich die Stadt dazu entschieden, das schöne, 128 Jahre alte Leichenhaus zu erhalten. Damit habe Furth im Wald ein neues Schmuckstück gewonnen.

Ein würdiger Ort

Ziel war gewesen, an Allerheiligen fertig zu sein, und das hat geklappt. In der kommenden Woche werden noch Restarbeiten erledigt, am Freitag können sich die Further das Gebäude ansehen. Es hat als Denkmal eine Bedeutung, meinte Bauer, ein Abriss wäre einfach schade gewesen. Nun hätten die Further Angehörigen wieder einen würdevollen Ort, an dem sie sich von ihren Angehörigen verabschieden können. Die Infrastruktur wurde zudem den aktuellen Formen der Begräbniskultur und der Zeit angepasst. Auch in Furth im Wald lassen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Angehörigen ihre Verstorbenen einäschern, aufgrund der heißen Sommer wurde die Kühlung modernisiert.

Das Gebäude bietet viel Platz, wenn mehr Leute zu einer Beerdigung kommen. Foto: Paleczek
Das Gebäude bietet viel Platz, wenn mehr Leute zu einer Beerdigung kommen. Foto: Paleczek

Weil das Gebäude nicht abgerissen wurde, brauchte man für die Übergangszeit kein Provisorium, sagte Architekt Thomas Wilnhammer, der Betrieb des Leichenhauses habe durchgehend aufrecht erhalten werden können. Das sei nur mit mehr Bauabschnitten möglich gewesen. Das Gebäude sei architektonisch ein Stück Furth im Wald und etwas Besonderes, das er so nirgends anders kenne, meinte Wilnhammer. Auch das Landesamt für Denkmalpflege habe von einer einmaligen Bauweise gesprochen und geraten, dass es das Leichenhaus wert sei, erhalten zu werden. 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer bezeichnete das Gebäude als Unikat im Landkreis und appellierte, gut auf das neue Leichenhaus aufzupassen.

Unikat im Landkreis

Bis zu 18 Stühle und 50 Personen finden nun Platz im Aussegnungsraum des Gebäudes, erneuert wurde auch die Möblierung. Ebenfalls neu angeschafft wurden die Wagen für den Sargtransport. In der neuen Kühlzelle ist Platz für zwei Särge.

Der Aussegnungs-Raum ist hell, in der Mitte hängt ein großes Kreuz.Foto: Paleczek
Der Aussegnungs-Raum ist hell, in der Mitte hängt ein großes Kreuz.Foto: Paleczek

Es wurde Qualität und Flair erhalten am Friedhof – mit einer positiven Außenwirkung, meinte der Bürgermeister. Das sei das Geld wert gewesen. Architekt Wilnhammer bezeichnete das neue Leichenhaus als alte, aber rüstige Dame.

Was in nächster Zeit noch ansteht an Arbeiten am Friedhof, ist die Sanierung der Mauer zwischen Kirche und Friedhof, die bereits eine statische Schieflage aufweist, informierte der Bürgermeister. Bis dieses Projekt in Angriff genommen werden kann, werde es aber noch ein wenig dauern, weil es zunächst die Einschätzung eines Statikers sowie eine Kostenplanung braucht. Man werde erst sehen müssen, wann man das Ganze unterbringen kann im Haushalt. Und auch der Hauptweg durch den Friedhof im oberen Bereich soll im kommenden Jahr neu gepflastert werden, weil er bereits sehr uneben ist.

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